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Heiko Westermann spielte vor dem HSV drei Jahre für Schalke 04 © dpa

Der HSV hat keine Chance gegen Valencia. Westermann bleibt Kapitän. Werder besiegt mit Innenverteidiger Mertesacker den FC Everton.

Hamburg/Bremen - Kein Tempo, keine Ideen, aber eine Menge Ballverluste:

Der Hamburger SV hat seinen letzten Härtetest vor dem Bundesliga-Start mit 1:2 (0:1) gegen den FC Valencia verloren.

Drei Tage vor dem Spiel beim Deutschen Meister Borussia Dortmund (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) präsentierte sich der HSV über weite Strecken harmlos.

Bei Werder Bremen scheint es nach dem Pokal-Aus (Bericht) bei Drittligist 1. FC Heidenheim (1:2) dagegen aufwärts zu gehen.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, bei der Per Mertesacker erstmals seit Anfang Mai wieder auf dem Platz stand, besiegte den FC Everton mit 1:0 (1:0).

Westermann bleibt Kapitän

Kontinuität bewies der HSV lediglich in Sachen Mannschaftskapitän: Trainer Michael Oenning verkündete bei SPORT1, dass Heiko Westermann auch in der kommenden Saison Spielführer sein wird.

"Es ist immer eine riesen Ehre beim HSV die Binde zu tragen. Wichtig ist aber der Verein und ich denke wir sind auf einem guten Weg. Ich als Einzelner will natürlich meinen Teil dazu beitragen", erklärte Westermann bei SPORT1.

Vor 33.920 Zuschauern erwischte die Mannschaft von Trainer Michael Oenning einen denkbar schlechten Start.

Führung mit der Hacke

Schon nach fünf Minuten hatte Dennis Diekmeier den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren.

Der spanische Top-Klub nutzte die Unordnung in der HSV-Abwehr eiskalt aus.

Kapitän Juan Mata traf nach einer Kombination über drei Station mit der Hacke. Nach der Pause erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Bernat (70.).

Auch Oenning erkannte das Problem: "Wir haben in jedem Spiel unsere Chancen, nur im Defensivverhalten müssen wir uns noch steigern."

Pfiffe für schwachen HSV

Nachwuchshoffnung Hanno Behrens (88.) gelang immerhin der Anschlusstreffer.

Zwar hatten Mladen Petric und Eljero Elia noch vor der Pause die Möglichkeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Aber Diego Alves im Tor von Valencia parierte zweimal mit Riesenreflexen.

Und so mussten sich die HSV-Stars von ihren Fans Pfiffe gefallen lassen.

Unsicherheiten im Spielaufbau, unnötige Ballverluste und ohne jede Gefahr vor dem Tor: So droht dem HSV ein ganz schwerer Start in die neue Saison.

[kaltura id="0_5msyh6ww" class="full_size" title="Bremen Endlich raus aus der Krise"]

Umstellungen in Halbzeit zwei

In der zweiten Hälfte tauschte Oenning fast die komplette Mannschaft aus.

Und dass die Hamburger in der Folge noch harmloser waren als zuvor, überraschte im Stadion schon keinen mehr. Eljero Elia war noch der Beste beim schwachen HSV.

Vor dem Test hatte Oenning mitgeteilt, dass Westermann Mannschaftskapitän der Norddeutschen bleibt. Vertreter werden Dennis Aogo und Petric, dessen vorzeitige Vertragsverlängerung zuletzt gescheitert war.

"Er hat in schwierigen Zeiten immer wieder gezeigt, dass er vorangeht", begründete Oenning seine Entscheidung bei SPORT1.

Petric soll bleiben

Unterstützung für seine Maßnahme erhielt Oenning von höchster Stelle. "Das ist absolut in Ordnung, Heiko ist ein toller Mensch. Er ist der richtige Mann, um die jungen Leute zu führen", sagte HSV-Legende Uwe Seeler.

Um einen Verbleib von Petric muss dagegen weiter gebangt werden. "Kommt ein großes Angebot, müssen wir darüber reden. Niemand ist unverkäuflich", erklärte Sportdirektor Frank Arnesen.

Grundsätzlich soll der Kroate aber gehalten werden: "Es ist wichtig, dass er indiesem Jahr bleibt. Ich war auch Profi. Er ist 30 Jahre alt, es ist wahrscheinlich sein letzter Vertrag", sagte Arnesen und fügte an: "Wir hatten sehr gute Gespräche mit Mladen und seinem Berater."

Mit Blick auf den Saisonstart gegen den BVB, erklärte Oenning: "Wir wissen um die Schwierigkeiten und wir wissen darum, dass wir uns annähern müssen. Wir müssen wachsen und das werden wir auch hinbekommen."

Starkes Comeback von Mertesacker

Beim Spiel der Bremer vor 17.300 Zuschauern im Weserstadion erzielte Sandro Wagner in der 37. Minute den Siegtreffer.

Innenverteidiger Mertesacker zeigte nach der langen Verletzungspause eine starke Leistung und wurde nach 55 Minuten unter großem Beifall ausgewechselt.

"Ich habe in den Zweikämpfen null zurückgezogen, das ist ein gutes Zeichen", sagte Mertesacker.

Arnautovic nicht nominiert

Außerdem auffällig bei Werder: Das gute Sturm-Duo Marko Arnautovic, der nicht für das Länderspiel Österreichs gegen die Slowakei nominiert wurde (News), und Torschütze Wagner.

Bei den Norddeutschen standen die vier Neuzugänge Sokratis Papastathopoulos, Andreas Wolf, Mehmet Ekici und Lukas Schmitz in der Startformation. Im Tor erhielt Sebastian Mielitz anstelle von Tim Wiese eine Bewährungschance.

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