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Lewis Holtby erzielte in der Saison 2010/11 vier Tore und zehn Assists für Mainz © getty

Lewis Holtby will mit Schalke in der Bundesliga vorne angreifen. Der Regisseur orientiert sich bei SPORT1 am Erzrivalen.

Von Matthias Becker und Jakob Gajdzik

München/Gelsenkirchen - Der Saisonstart ist geglückt.

Mit dem Sieg im Supercup gegen Borussia Dortmund hat Schalke die neue Spielzeit mit einem Titel eröffnet.

Nun sollen beim Bundesliga-Auftakt beim VfB Stuttgart (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) auch in der Liga Taten folgen.

"Unser Anspruch muss sein, in den europäischen Wettbewerb zu kommen", erklärt Schalkes Rückkehrer Lewis Holtby bei SPORT1 eindeutig die Zielsetzung der Königsblauen.

"Wollen uns von Tag zu Tag verbessern"

"Wir wollen uns von Tag zu Tag verbessern und jeder einzelne will sich der Spielphilosophie von Ralf Rangnick anpassen. Das ist unser Ziel und was dann am Ende mit dieser attraktiven Spielweise herauskommt, wird denke ich sehr positiv sein", versprüht der Regisseur vor dem Saisonstart Optimismus.

Nach der misslungenen letzten Saison in der Bundesliga mit Platz 14 am Ende, erwarten nun alle in Gelsenkirchen eine klare Steigerung.

Auch wenn Schalkes Präsident Clemens Tönnies keine Parolen von Meisterschaft oder Bayern-Jäger hinausposaunen will, ist dennoch mehr als letzte Saison ein klares Muss. (Bericht: Tönnies tritt gegen Magath nach)

Starke Leistung im Pokal

Holtby selbst will mit starken Leistungen ein gutes Stück dazu beitragen.

Beim 11:1 in der ersten Runde des DFB-Pokals beim FC Teningen zeigte Holtby mit zwei Toren und zwei Vorlagen die Raffinesse und Technik, die ihn während seines Leihgeschäfts zu Mainz 05 zum Nationalspieler werden ließ.

Doch auch seine Mannschaft sieht Holtby bereit für höhere Ziele:

[kaltura id="0_9kxeqwkf" class="full_size" title=" Das wird ein super Jahr "]

"Man merkt, dass im Team Harmonie herrscht. Mit der Mannschaft müssen wir noch einige Feinheiten im Spiel nach vorne trainieren. Aber ich glaube, wenn die Frische wieder da ist, dann können wir auch ähnlich guten Fußball wie Dortmund spielen."

Junge Schalker-Startelf

In einem Punkt eifert S04 dem Erzrivalen bereits nach. Ähnlich wie der BVB vergangene Saison, so geht nun auch Schalke mit einer blutjungen Mannschaft in die neue Spielzeit.

In Teningen waren mit Christian Fuchs (25 Jahre), Klaas-Jan Huntelaar (27) und Raul (34) nur drei Spieler in der Anfangsformation, die 25 Jahre oder älter waren.

Kein Wunder also auch, dass der erst 20-jährige Holtby von Trainer Rangnick mit einer so wichtigen Rolle bedacht wurde. In der Zentrale der Königsblauen soll der Linksfuß die Fäden ziehen.

Holtby hat dann auch postwendend viel Lob für den Coach übrig:

"Der Trainer sucht viele Gespräche und ist auch menschlich in Ordnung. Er hat eine Vorgehensweise im Training die für Schalke perfekt ist und auch zu Schalke passt. Das aggressive Forechecking, das Verteidigen und das kompakte Stehen hat alles seinen Sinn."

Neue Rolle auf der Doppel-Sechs

Allerdings wird der Schalker mit der Rückennummer 10 nicht, wie gewohnt hinter den Spitzen zaubern, sondern den etwas offensiveren Part auf der Doppel-Sechs neben Joel Matip inne haben.

Eine Rolle, die sich Holtby ohne Weiteres zutraut, auch wenn noch Luft nach oben besteht.

"Ich glaube, es war noch nicht ganz perfekt, aber ich häng mich jetzt rein. Ich fühle mich sehr wohl auf dieser Position, weil ich auch gute Unterstützung hab. Wenn die Frische da ist, dann ist das Forechecking noch besser."

Seine eigentliche Rolle hinter den Spitzen scheint momentan an Superstar Raul vergeben zu sein, den Rangnick in den vorhergehenden Spielen aus dem Sturm etwas weiter nach hinten beorderte und stattdessen nur Klaas-Jan Huntelaar in vorderster Front auflaufen ließ.

"Raul kann auch auf der "Zehn" spielen"

Holtby sieht in dieser Kombination dennoch eine erfolgsversprechende Konstellation:

"Raul ist ein Riesen-Spieler, das weiß jeder. Er kann auch auf der "Zehn" spielen. Mit ist wichtig, dass wir mit der Doppel-Sechs zusammen gut arbeiten und ich denke das werden wir auch."

Eine wichtige Voraussetzung, will die Mannschaft ihre hochgesteckten Ziele erreichen.

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