vergrößernverkleinern
Labbadia (l.) bedankt sich bei Maza Rodriguez, einem seiner fitten Verteidiger © imago

Zuletzt kämpfte der VfB erfolgreich gegen den Abstieg, nun setzt sich der Aufwärtstrend fort. Teil zwei der SPORT1-Prognose.

Von Maik Rosner

München - Am Freitag fällt der Startschuss für die neue Saison. Für Bruno Labbadia ist das eigentlich der Beginn der Rückrunde.

Denn der Trainer übernahm den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart erst im Winter.

Kein gutes Omen, denn Labbadias Mannschaften erlebten im zweiten Halbjahr oft einen Absturz.

Dazu wird es diesmal nicht kommen, glaubt die SPORT1-Redaktion.

Im zweiten Teil der SPORT1-Prognose geht es um das Mittelfeld der Liga (Teil eins der Prognose: Freiburg geht mit Augsburg runter).

Platz 5: VfB Stuttgart

Einen echten Verlust muss der VfB durch Christian Träschs Wechsel zum VfL Wolfsburg hinnehmen.

Dafür könnten sich die Neuzugänge Maza Rodriguez und William Kvist als Verstärkung erweisen (Kvist im SPORT1-Interview).

Derzeit haben die Schwaben aber vor allem Sorgen in der Abwehr. Für den Saisonstart fallen Matthieu Delpierre, Georg Niedermeier, Ermin Bicakcic und Khalid Boulahrouz aus.

Das kam auch in den Testspielen und im DFB-Pokal zum Tragen (BERICHT: Stuttgart bezahlt Pokalsieg teuer).

Die SPORT1-Prognose: Kommen die Verletzten bald zurück und schafft es Labbadia, den Schwung aus der Rückrunde mitzunehmen, ist mit dem VfB zu rechnen. Mit Glück reicht es sogar für die Europa League.

Platz 6: Hamburger SV

Ähnlich wie Stuttgart hat der HSV noch längst nicht sein Potenzial ausgeschöpft.

Die runderneuerte Mannschaft von Trainer Michael Oenning strauchelte im Pokal, fiel aber nicht.

Unter anderem kamen gleich fünf Profis mit dem neuen Sportchef Frank Arnesen vom FC Chelsea (Arnesen im SPORT1-Interview). Es gingen aber auch namhafte Spieler wie Ze Roberto und Ruud van Nistelrooy.

Die Mannschaft ist noch nicht eingespielt, zudem gibt es Ärger mit den Fans, die zuletzt Kapitän Heiko Westermann auspfiffen (Bericht).

Die SPORT1-Prognose: Gelingt es Oenning, schnell ein stabiles Team zu formen, hat die deutlich verjüngte Mannschaft eine Chance aufs internationale Geschäft.

[kaltura id="0_k3hucggm" class="full_size" title="Magath will international spielen"]

Platz 7: Hannover 96

Im Vorjahr war die Mannschaft von Mirko Slomka die größte der vielen positiven Überraschungen.

Anfangs als Abstiegskandidat gehandelt, rutschte 96 erst auf der Zielgeraden vom Champions-League-Anwärter zum Europa-League-Teilnehmer ab.

Nach dem beachtlichen Erfolg blieb die Mannschaft weitgehend zusammen, nur marginale Änderungen wurden vorgenommen.

Im Pokal präsentierte sich Hannover entsprechend stabil und eingespielt.

Die SPORT1-Prognose: Ganz so weit wie in der Vorsaison werden die Niedersachsen nicht nach vorne stürmen und die Europa-League knapp verpassen.

Platz 8: VfL Wolfsburg

In Wolfsburg wiederholt sich Geschichte: Felix Magath ist wieder da. Nach dem mühseligen Klassenverbleib des Vorjahres soll es nun wieder aufwärts gehen.

Dafür holte der Trainermanager unter anderem Stuttgarts Träsch, Hasan Salihamidzic aus Turin und die beiden Frankfurter Patrick Ochs und Marco Russ. Srdjan Lakic stand schon seit dem Winter als Zugang fest.

Noch hat sich die Mannschaft nicht gefunden, wie beim Pokal-Aus deutlich zu sehen war (BERICHT: Magaths Angst nach Pokal-K.o.).

Magath ragierte und setzte Marcel Schäfer als Kapitän ab (News). Nicht gerade optimale Voraussetzungen für den Ligastart in Köln.

Die SPORT1-Prognose: Magaths Drill wird sich erst in der Rückrunde bezahlt machen. Dann rollt der VfL das Feld von hinten auf. Im Gegensatz zum Sensationstitel 2009 endet der Aufschwung aber im oberen Mittelfeld.

Platz 9: FSV Mainz 05

Die Mainzelmänner waren zuletzt die zweite große Überraschung nach Hannover.

Als einzige Mannschaft der Liga behaupteten sie sich während der gesamten Vorsaison auf den ersten fünf Plätzen.

Nach den besonders schwerwiegenden Abgängen von Andre Schürrle und Lewis Holtby muss Trainer Thomas Tuchel nun einen Neuaufbau stemmen.

Bisher mit mäßigem Erfolg, wie die durchwachsenen Testspiele, die Europa-League-Quali und der knappe Pokalsieg zeigten.

Die SPORT1-Prognose: Mainz wird zwar weiter sympathisch bleiben, aber nicht so erfolgreich. Für's gesicherte Mittelfeld dürfte es aber reichen.

Platz 10: 1899 Hoffenheim

Die wichtigste Veränderung gab es auf der Trainerposition. Holger Stanislawski kam vom FC St. Pauli und soll frischen Wind in den Kraichgau bringen.

Ansonsten änderte sich nicht viel im Kader. Und aus Sicht der Fans leider auch nicht am Auftreten der Mannschaftn.

Im Pokal gegen Sechstligist Germania Windeck wirkte die Offensive konzeptlos und hatte keine Durchschlagskraft (BERICHT: Hoffenheim quält sich zum Sieg).

Die SPORT1-Prognose: Hoffenheim entwickelt sich immer mehr zur grauen Maus der Liga. Platz zehn ist das Maximum.

Platz 11: Werder Bremen

Spätestens nach dem peinlichen Pokal-Aus bei Drittligist Heidenheim schrillen in Bremen die Alarmglocken (BERICHT: Heidenheim schlägt Werder). Doch Geld für Verstärkungen ist nicht vorhanden.

Zur sportlichen Misere gesellt sich deshalb auch ein für Bremer Verhältnisse ungewöhnlich raues Klima in der Vereinsführung.

Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs bläst ein kühler Wind ins Gesicht. Für einen Lichtblick sorgte Per Mertesacker, der gegen Everton sein Comeback feierte (Bericht).

Die SPORT1-Prognose: Bremen fängt sich und es wird trotz der jüngsten Querelen für Platz elf reichen.

Die SPORT1-Prognose im Überblick:

5. VfB Stuttgart

6. Hamburger SV

7. Hannover 96

8. VfL Wolfsburg

9. FSV Mainz 05

10. 1899 Hoffenheim

11. Werder Bremen

>> Hier geht's zu Teil eins der SPORT1-Prognose: Die Teams am Tabellenende

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel