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Eine Entscheidung im Poker um Toni Kroos steht kurz bevor
Toni Kroos spielte von 2009 bis 2010 auf Leihbasis bei Bayer Leverkusen © getty

Wenn Robben und Ribery fit sind, hat Heynckes ein Luxus-Problem. Bei SPORT1 spricht Kroos über den Konkurrenzkampf mit Müller.

Von Daniel Rathjen und Benjamin Bauer

München - Es ist eine Auswahl, die andere Klubs gerne hätten.

Franck Ribery, Arjen Robben, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos - das Mittelfeld des FC Bayern ist purer Luxus.

Sind aber alle fit, gibt es nicht viel Platz im 4-2-3-1-System. (241095DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Denn befindet sich die Flügelzange "Robbery" gerade einmal nicht in der Reha, worauf vor dem Liga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) alles hindeutet, ist sie gesetzt.

Heynckes' Qual der Wahl

Im defensiven Mittelfeld liefern sich Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk ein Duell um die Position neben "Schweini".

Aber insbesondere auf der "Zehner"-Position hat Trainer Jupp Heynckes die Qual der Wahl. Dort muss er sich zwischen Toni Kroos und Thomas Müller entscheiden.

Es ist keine leichte Situation für den 66-Jährigen. Für Kroos hegt Heynckes seit der gemeinsamen Zeit bei Bayer Leverkusen Sympathien.

"Sehe mich nicht als Gewinner"

Vor der Saison hatte er den 21-Jährigen aufgefordert, "eine Schippe draufzulegen". Kroos verstand den Hinweis, startete topfit in die Vorbereitung und setzte Akzente.

"Ich sehe mich nicht als Gewinner. Es lief gut, aber davon kann man sich im Endeffekt nichts kaufen. Entscheidend ist es, wenn es losgeht", sagt Kroos im Gespräch mit SPORT1.

Im DFB-Pokal beim 3:0 gegen Eintracht Braunschweig, als "Rib" und "Rob" beide fehlten, lief er in der Zentrale an Müllers Seite auf, der auf rechts wirbelte und an jedem Treffer beteiligt war.

[kaltura id="0_tc5ff0il" class="full_size" title="Ribery Bin total kaputt "]

Stärke: Die Übersicht

Seine Wertigkeit für das Team ist unbestritten, mit seiner Schnelligkeit, Unberechenbarkeit und Torgefährlichkeit ist er für jeden Gegner eine stetige Gefahr. Jeder weiß das.

Kroos ist im Vergleich weniger dynamisch, seine große Stärken liegen beim Verteilen des Balles und in der Übersicht. Sein primäres Ziel für die neue Saison: "So viel wie möglich spielen. Auf jeden Fall mehr als im vergangenen Jahr."

Ein Platz auf der Bank im ersten Spiel wäre angesichts dessen schon ein Dämpfer.

Kein Platz in der Defensive?

"Es kommt darauf an, wie wir personell dastehen", bemerkt Kroos. "Und das natürlich nicht nur hinsichtlich der Gladbach-Begegnung, sondern über die gesamte Saison gesehen."

Zur Not könnte er auch als "Sechser" agieren, doch ideal wäre das nicht. Schon oft haben sowohl Heynckes als auch Kroos selbst gesagt, dass er seine Vorzüge in erster Linie in der Offensive einbringen kann.

Zudem hat der FCB mit eben Schweinsteiger, Gustavo und Tymoshchuk ohnehin drei "gelernte" defensive Mittelfeldspieler.

"Sind gut vorbereitet"

Seinen Optimismus hat Kroos jedenfalls nicht verloren. "Wir sind recht gut vorbereitet. Ich denke, das hat man gesehen", sagt er.

Der Filigrantechniker weiter: "Wir sind eigentlich gut drauf - aber wenn dann die Bundesliga anfängt, ist das wieder etwas anderes. Wir fangen gut vorbereitet an."

Auch mit dem neuen, alten Coach ist er zufrieden. "Er ist ein sehr guter Trainer und er war auf jeden Fall für mich schon mal wichtig. Deswegen macht es Spaß", beschreibt er seine Gefühlslage.

Kroos hat keine Angst

Auch wenn er am Sonntag auf der Bank Platz nehmen muss?

Kroos: "Angst habe ich davor nicht, denn ich entscheide das nicht und mehr als mich anbieten konnte ich bisher nicht."

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