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Shinji Kagawa (l.) wechselte 2010 von Cerezo Osaka zu Borussia Dortmund © imago

Beim Bundesliga-Auftakt Dortmund gegen Hamburg treffen mit den Asiaten Kagawa und Son zwei aufstrebende Jungstars aufeinander.

Von Jakob Gajdzik

München - Zurück auf Anfang.

So möchte zumindest der Deutsche Meister Borussia Dortmund vor der Partie gegen den Hamburger SV (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) in die neue Bundesliga-Saison starten.

"Jetzt heißt es: Punkte sammeln von der ersten Minute an, mit noch mehr Konsequenz und Konstanz. Wir werden uns in dieser Saison mächtig strecken müssen", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp vor der Partie.

Der 44-Jährige will von einer Rolle als Gejagter nichts wissen, sondern erneut aus der Rolle des Jägers für Furore sorgen.

Asiaten-Duo will für Furore sorgen

"Ich sehe keinen Gegner, bei dem man sagen kann: Da reichen 50 Prozent. Wir haben nicht vergessen, dass in der letzten Saison auch viele glückliche Konstellationen nötig waren, um Meister zu werden", sagte Klopp.

Für Furore wollen auch zwei Spieler sorgen, die vor zwölf Monaten noch niemand auf dem Zettel hatte.

Der Japaner Shinji Kagawa vom BVB sowie der Südkoreaner Heung Min Son auf Seiten der Hamburger.

Vorbereitungs-Primus Son

Dabei schickt sich der 19-jährige HSV-Stürmer an, Kagawas Rolle aus der letzten Saison zu übernehmen: Die des Shooting-Stars.

Mit 18 Toren in der Vorbereitung war er bester Schütze der Norddeutschen und ließ vor allem mit zwei Toren beim 2:1-Sieg gegen den FC Bayern beim LIGA total! Cup aufhorchen.

Allerdings hat der junge Himmelsstürmer mit Mladen Petric und Paolo Guerrero starke Konkurrenz im Sturm.

[kaltura id="0_ba42bt0o" class="full_size" title="Der Meister lädt zum nächsten Fest"]

"Werde überall und immer Gas geben"

"Mir ist es egal, wo ich spiele. Hauptsache ich bin dabei", legt sich Son in der "Hamburger Morgenpost" nicht auf eine Position fest.

"Ich kann rechts, links, im Sturm oder dahinter spielen. Was der Trainer sagt, wird gemacht. Eine Lieblingsposition habe ich nicht. Ich werde überall und immer Gas geben."

Beim HSV wird Son den Platz im Sturmzentrum wohl dem Ex-Dortmunder Petric überlassen und in einer offensiver Dreier-Reihe dahinter durch die Mitte wirbeln.

Sein Talent angedeutet hat Son bereits letzte Saison, als ihm in 13 Spielen drei Treffer gelangen. Allerdings zog er sich im letzten Vorbereitungsspiel gegen den FC Chelsea einen Mittelfußbruch vor und wurde dadurch weit zurückgeworfen. Nun will er endgültig durchstarten.

Kagawa im Pokal in Frühform

Als Son pausierte, ging der Stern von Dortmunds Japaner Shinji Kagawa auf. In der Vorrunde der vergangenen Saison rauschte der Nobody mit einem Mordstempo durch die Liga.

Zu der furiosen Dortmunder Hinserie trug der 22-Jährige acht Treffer und einen Assist bei. Doch auch Kagawa zog sich bei der Asienmeisterschaft im Winter einen Mittelfußbruch zu und feierte erst am 34. Spieltag der letzten Saison sein Comeback.

Auch er will also neu durchstarten und stellte seine Technik und Torgefahr bereits beim Dortmunder 3:0-Sieg im DFB-Pokal in Sandhausen (Bericht) mit einem Treffer und einer Vorlage unter Beweis.

Nun will er gegen Hamburg an diese Leistung anknüpfen.

"Wollen alles nutzen, was wir wissen"

Das souveräne 2:0 gegen die Hamburger im Finale des LIGA total! Cups drei Wochen zuvor inmitten der Vorbereitung (Bericht) hat für die Dortmunder wenig Aussagekraft.

Dazu Klopp: "Alles, was wir derzeit über den HSV wissen, wollen wir nutzen."

Torhüter Roman Weidenfeller, der am Samstag seinen 31. Geburtstag feiern wird, meint: "Ein Sieg zum Start wäre ein schönes Geschenk."

Zwei Neue beim BVB

Zwei neue Gesichter wird es auf Seiten der Gastgeber geben.

Neben Chris Löwe, der auf der Linksverteidiger-Position den verletzten Marcel Schmelzer vertreten wird, wird auch der frisch nominierte Nationalelf-Debütant Ilkay Gündogan sein Bundesliga-Debüt für die Schwarz-Gelben geben. (Bericht: Ein Debütant, viel Bayern, kein Real)

Lukas Barrios fällt nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch mehrere Wochen aus.

"Ich erwarte, dass wir mutig sind"

Mehr Baustellen hat HSV-Coach Michael Oenning.

Im Pokal gegen Oldenburg (2:1) sowie im letzten Testspiel gegen Valencia (Bericht) zeigten die Norddeutschen besonders in der Defensive noch viele Abstimmungsschwierigkeiten.

"Wir können nicht sagen: Wir stürmen die Festung Dortmund mit Hurra", betonte Oenning.

"Aber ich glaube, dass wir topfit sind, und ich erwarte, dass wir mutig sind. Aber man darf nicht den Fehler machen, Dinge zu erwarten, die wir noch nicht leisten können."

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