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Mario Basler (42) spielte in seiner Karriere für Bremen, Bayern und Kaiserslautern © getty

Die neuen Doppelpass-Experten Basler, Strunz und Helmer sprechen bei SPORT1 über ihre Ziele und Erwartungen an die neue Saison

Von Martin Volkmar und Benjamin Bauer

München - Neue Saison, neue Experten: Nach dem Ende der Ära Udo Lattek teilen sich drei ehemalige Nationalspieler die Rolle der Trainer-Ikone im SPORT1-Doppelpass:

Die Ex-Bayern Mario Basler, Thomas Strunz und Thomas Helmer.

Zudem wird das Trio ab sofort im Wechsel die sonntägliche Doppelpass-Kolumne auf SPORT1.de verfassen.

Bei SPORT1 sprechen Basler, Strunz und Helmer über ihre Ziele bei der neuen Aufgabe, ihre Erwartungen an die Bundesliga-Saison (Datencenter: Der Bundesliga-Spielplan) und geben ihren Meistertipp ab.

SPORT1: Wer von Ihnen ist denn jetzt der neue Udo Lattek?

Mario Basler: Das ist mir eigentlich egal. Udo ist eine Ikone, die für sich steht, und ich weiß nicht, ob ihn jemand ersetzen kann.

Thomas Strunz: Udo ist nicht kopierbar. Jeder von uns wird seine eigene Stärke einbringen. Ich habe mich in vielen Bereichen des Fußballs bewegt und viele Facetten kennengelernt ? die bringe ich ein.

Thomas Helmer: Ich bin es auf keinen Fall. Ich will es auch gar nicht sein. Ich will einfach authentisch rüberkommen und meine Erfahrungen einbringen.

SPORT1: Was können die Fans von Ihnen als Doppelpass-Experte erwarten?

Basler: Ich werde nicht um den heißen Brei herumreden und deutlich meine Meinung sagen. Aber das werden Thomas und Thomas sicher auch tun.

Strunz: Ich möchte die Sendung weiterentwickeln und langfristig Teil des Doppelpass sein. Nach der ersten Sendung kann man sagen, dass wir auf einem guten Weg sind.

Helmer: Vorgenommen habe ich mir ehrlich gesagt nichts. Ich bin selber gespannt, wie es sich entwickeln wird. Dass ich meine eigene Meinung habe, habe ich ja schon an anderer Stelle gezeigt.

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SPORT1: Was erwarten Sie von der neuen Saison?

Basler: Ich denke, dass wir eine ausgeglichene Saison sehen werden mit vier, fünf Vereinen, die um die Spitze kämpfen werden: Bayern, Dortmund, Leverkusen, HSV und Schalke.

Strunz: Es wird sicherlich spannender an der Spitze sein. Ich erwarte Dortmund und Bayern auf Augenhöhe. Derjenige, der sich eine Schwäche erlaubt, wird nicht den Titel holen. Auch Leverkusen zähle ich noch zum Kreis der Titelanwärter. Ansonsten wird es interessant, ob Vereine wie der HSV und Bremen wieder oben angreifen können und wie umgekehrt Klubs, die in der letzten Saison überraschend gut waren wie Hannover, Mainz, Freiburg und Kaiserslautern mit der Situation klar kommen.

Helmer: Ich hoffe, dass sich der Trend der vergangenen Saison fortsetzt. Also die vollen Stadien und der Fußball, der gespielt wird. Vor allem der von den vermeintlich kleineren Vereinen, die einen geringeren Etat haben. Die haben ja schon gezeigt, was sie leisten können: Mainz, Hannover, Freiburg, Nürnberg ? wäre schön, wenn das so weiter gehen würde.

SPORT1: Auf was freuen Sie sich besonders?

Basler: Auf eine spannende Spielzeit, die nicht so einseitig wird wie im letzten Jahr.

Strunz: Ich freue mich einfach, dass es wieder los geht. Es wird auf jeden Fall eine interessante Saison, weil viele Vereine sich auf neuem Terrain bewegen ? die einen spielen international, ohne dass sie es gewohnt sind und den anderen fehlen Einnahmen aus dem internationalen Geschäft.

Helmer: Ich freue mich auf Manuel Neuer im Trikot von Bayern München und dass Hertha BSC wieder zurück ist - und auf Augsburg, die erstmalig erstklassig sind. Ich bin gespannt, wie sie die Saison meistern werden. Viele handeln Augsburg als Absteiger, aber ich sehe sie nicht chancenlos.

SPORT1: Wer wird Meister ? und wer steigt ab?

Basler: Bayern wird Meister, das steht für mich fest. Absteigen werden Nürnberg und Freiburg.

Strunz: Die Meisterkandidaten sind der FC Bayern, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen. Einen konkreten Tipp will ich gar nicht abgeben. Es kommt auf Kleinigkeiten an. Etwa ob bei Bayern Arjen Robben und Franck Ribery fit sind, wie Dortmund die Doppelbelastung verkraftet oder ob Leverkusen eine Siegermentalität entwickelt. Bei den Absteigern sehe ich die halbe Liga gefährdet.

Helmer: Ich sehe Leverkusen, Dortmund und Bayern im Kampf um den Meistertitel. Unten wird es für Augsburg schwer. Werder hat große Probleme, Mainz hatte einen großen Aderlass und man muss abwarten, wie die das verkraften. Damit will ich aber nicht sagen, dass sie absteigen. Die Vereine, die letzte Saison unten drin standen, werden wieder im Abstiegskampf stehen.

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