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Michael Mancienne spielte von 2009 bis 2011 bei den Wolverhampton Wanderers © getty

Der BVB erwartet zum Auftakt das nächste Feuerwerk, Hamburg ist Außenseiter. Neuzugang Mancienne zeigt bei SPORT1 Vorfreude.

Von Martin Volkmar und Thorsten Mesch

Dortmund - Schon bevor der erste Ball rollt, ist ein Spektakel garantiert.

Mit einem großen Showdown wird die 49. Bundesliga-Saison am Freitagabend im mit 80.720 Zuschauern ausverkauften Dortmunder Signal Iduna Park eröffnet.

Geht es nach den erwartungsfrohen Fans des Deutschen Meisters, soll das Feuerwerk danach auf dem Rasen weitergehen (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

BVB-Auftaktgegner Hamburger SV ist dabei nur die Rolle des Statisten zugeteilt, ein Sieg des Gastgebers gilt als sicher.

"Der HSV hat mit seiner Mischung aus jungen und erfahrenen Kerlen eine richtig gute Fußballmannschaft. Die werden eine gute Rolle spielen", sagt Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zwar im SPORT1-Interview. (SPORT1-Interview: Jürgen Klopp)

Doch die Gäste haben zuletzt fast alles getan, um ihre Außenseiterrolle zu pflegen.

Großer Umbruch in Hamburg

Der Liga-Dino hat den Spieleretat um ein Viertel gekürzt und ist nach dem großen Umbruch mit 13 Abgängen, darunter zahlreicher Leistungsträger wie Frank Rost und Ze Roberto, noch lange nicht eingespielt.

Zuletzt mühte sich der HSV zum 2:1 im Pokal bei Fünftligist VfB Oldenburg (Bericht) und wurde beim enttäuschenden 1:2 im letzten Test gegen den FC Valencia (Bericht) von den frustrierten eigenen Anhängern ausgepfiffen.

Vereins-Idol Uwe Seeler macht sich Sorgen und rechnet mit einer "schwierigen Saison", Trainer Michael Oenning sieht seine Elf als "krasser Außenseiter" und kündigt an: "Wir werden mit Mann und Maus verteidigen."

Schlüsselrolle für Mancienne

Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem wohl Prominentesten der Zugänge vom FC Chelsea zu: Michael Mancienne verteidigt im Zentrum neben dem zuletzt schwächelnden Kapitän Heiko Westermann.

[kaltura id="0_49vtnge7" class="full_size" title="Klopp gelobt Besserung"]

Und Bange machen gilt nicht beim englischen U-21-Nationalspieler. Mancienne hat keine Angst vor der Kulisse in Dortmund, ganz im Gegenteil.

"Solche Spiele sind der Grund dafür, warum ich nach Deutschland wollte. Das Stadion ist gigantisch, auch andere Stadion sind sehr schön. Und die Fans sind großartig. Ja, darauf freue ich mich", sagt der 23-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

Große Ziele mit dem HSV

Ungeachtet der momentanen Probleme hat Mancienne große Ziele mit den Hanseaten. Sein Ziel ist die Rückkehr ins internationale Geschäft: "Das wäre enorm wichtig und würde das Team noch besser machen."

Schließlich hat er sich die Glanzzeiten des Traditionsvereins zum Vorbild genommen, als Kevin Keegan den Klub auch in seiner Heimat berühmt machte.

"Keegan ist eine Legende beim HSV und auch in England", sagt Mancienne. "Er hat als Engländer in Deutschland großen Erfolg gehabt. Das will ich auch erreichen."

Problem in der Mitte

Nimmt man die Vorbereitung zum Maßstab ist es bis dahin allerdings noch ein langer Weg. In Dortmund könnte sogar ein Debakel drohen, denn da wo der BVB seine Stärken hat, weist der HSV seine größten Schwächen auf: Beim Spiel durch die Mitte.

Das defensive Mittelfeld schaffte es bislang nicht, die Lücken in der Rückwärtsbewegung zu stoppen. Und in der Innenverteidigung waren Mancienne und vor allem Westermann häufig einen Schritt zu spät.

Der Spielführer musste sich nach seiner schwachen Leistung gegen Valencia vom eigenen Anhang auspfeifen lassen und war entsprechend bedient.

"Werden sicherlich keinen Traumfußball zeigen"

"Wir haben enorm an Qualität verloren und werden im ersten halben Jahr sicherlich keinen Traumfußball zeigen?" dämpft der Nationalspieler jegliche Erwartungen.

"Wir gehen als klarer Außenseiter in das Spiel. Aber wir fahren sicherlich nicht nach Dortmund, um drei Punkte zu verschenken."

Immerhin hat Oenning eine Alternative in der Hinterhand, falls Westermann sein Formtief nicht verlässt.

Bruma als Alternative

Der niederländische Nationalspieler Jeffrey Bruma, ebenfalls von Chelsea gekommen, hat seine Achillessehnenprobleme überwunden und schaffte nach nur zwei Trainingseinheiten den Sprung in den Kader.

"Wir siNd ein junges Team und versuchen, unser Bestes zu geben", sagt der 19-Jährige SPORT1 und schöpft Hoffnung aus seinen Erfahrungen bei den Blues.

Vor allem seinem Debüt an der Seite von John Terry, auch wenn Gegner Aston Villa noch der späte Ausgleich gelang.

Aber mit einem Punkt wären die Hamburger in Dortmund hoch zufrieden und vielleicht wird es sogar mehr:

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Löwe - Gündogan, Bender (Kehl) - Götze, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski

Hamburg: Drobny - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Aogo - Rincon, Jarolim - Töre, Son, Elia - Petric

Schiedsrichter: Brych (München)

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