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Andreas Ottl (r.) wechselte vor dieser Saison vom FC Bayern in die Hauptstadt © imago

Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC will im Auftaktspiel gegen Nürnberg einen guten Start hinlegen. Ex-Bayer Ottl: "Es kribbelt."

Von Reinhard Franke und Andreas Ziepa

München/Berlin - Ganz Berlin ist eine Wolke, heißt es so schön.

Vor dem Bundeligastart gegen den 1. FC Nürnberg (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) ist ganz Berlin aber vor allem eins - in heller Euphorie, dass es nach einem Jahr Abwesenheit wieder los geht in der Bel Etage des deutschen Fußballs.

Der Betriebsunfall "Zweite Liga" wurde im Eiltempo wieder korrigiert.

Während der andere Aufsteiger FC Augsburg mit diversen Problemchen (Thurk-Rausschmiss, Fan-Aufstand in derselben Sache) zu kämpfen hat, geht es bei der "alten Dame" Hertha nicht ganz so problematisch zu.

Hertha ohne Probleme

Im Gegenteil. Die Vorbereitung lief für Hertha-Verhältnisse aus der Vergangenheit sehr ruhig ab. (SERVICE: Die Sommerfahrpläne)

Intern stimmt es bei den Hauptstädtern. Allerdings hatte Trainer Markus Babbel auf der wichtigen Torwart-Position Probleme.

Beim 4:0-Sieg im Pokal gegen Viertligist Meuselwitz fehlte sowohl die neue Nummer eins Thomas Kraft (Sprunggelenk) als auch Maikel Aerts (Muskelfaserriss), so dass Sascha Burchert zwischen die Pfosten musste.

Burchert gilt nach einigen unglücklichen Auftritten immer noch als Risikofaktor.

Ex-Bayer Kraft meldet sich zum Auftakt fit

Zur Erleichterung von Babbel meldete sich Kraft jetzt fit. "Es dürfte reichen", sagte Manager Michael Preetz vor der ersten Kraftprobe im Hertha-Dress.

60.000 Zuschauer werden im Olympiastadion erwartet. Neben dem Ex-Bayer Kraft kommen auch die anderen drei Neuzugänge Andreas Ottl, Maik Franz und Tunay Torun zum Einsatz.

Preetz scheint gut eingekauft zu haben.

Vor allem Ottl freut sich auf das Auftakt spiel im neuen Dress - ausgerechnet gegen die "Clubberer", für die er in der Rückrunde der Saison 2009/2010 spielte, damals vom FC Bayern ausgeliehen war. 316092(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

"Es kribbelt besonders"

Zu SPORT1 sagt er: "Es kribbelt besonderes weil es das erste Bundesligaspiel ist. Nach so einer Vorbereitung freut man sich wenn es endlich los geht."

Und er fügt an: "Klar war Nürnberg ein Abschnitt in meiner Karriere. Das halbe Jahr will ich auf keinen Fall missen. Es war ein sehr schönes Jahr weil wir den Nichtabstieg geschafft haben und deshalb freue ich mich ein paar Kollegen wieder zu sehen."

Mit Nürnberg konnte er damals das Abstiegsgespenst vertreiben, das will er auch in mit der Hertha schaffen. Am besten natürlich mit einem Sieg.

"Ich denke, dass Nürnberg ein gutes letztes Jahr hatte. Es wird deshalb sicher nicht einfach hier am ersten Spieltag. Wir wollen natürlich gut in die Saison starten", sagt Ottl.

"Aber ich denke, wenn das Stadion wieder gute Stimmung macht, dass wir das erste Spiel positiv bestreiten."

Gibt?s eine Prognose, wo die Berliner am Ende der Saison landen? Ottl legt sich fest: "Über Platz 15."

Böse Erinnerungen

Die Partie gegen Nürnberg weckt in Berlin aber auch böse Erinnerungen an einen der schwärzesten Tage der jüngeren Klubgeschichte.

Im letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den Club am 13. März 2010 hatten rund 100 Chaoten das Feld gestürmt und randaliert.

Am Ende der Saison stieg Hertha ab. Ottl, damals noch im Nürnberg-Trikot, erinnert sich:

"Es stand viel für beide auf dem Spiel, es gab viele Emotionen. Aber es sind keine Rechnungen mehr offen."

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking muss auf Verteidiger Per Nilsson (Achillessehnenprobleme) verzichten.

Außerdem droht der Ausfall von Robert Mak (Adduktorenprobleme), Philipp Wollscheid (grippaler Infekt) und Timothy Chandler (Wadenprobleme)..

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