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Die stärksten Augsburger gegen Freiburg: Bellinghausen (o.) und Torschütze Mölders © getty

Der Neuzugang erzielt die ersten Treffer bei der Bundesliga-Premiere des FCA. Hinten hakt es noch, gleiches gilt für Freiburg.

Augsburg - An seinem historischen ersten Tag in der Bundesliga hat der FC Augsburg gleich seinen ersten Helden gefunden.

Der zweifache Torschütze Sascha Mölders rettete dem bemühten, aber biederen Aufsteiger mit zwei Treffern ein 2:2 (0:0) gegen den keineswegs überzeugenden SC Freiburg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ich denke, es war ein gerechtes Unentschieden. Wir haben zweimal ausgeglichen, das spricht für den Charakter und die Geschlossenheit der Mannschaft. Man spürte auch, dass die Zuschauer die Mannschaft nach vorne getrieben haben", meinte FCA-Trainer Jos Luhukay.

Ereignisse überschlagen sich

Im ersten Punktspiel unter dem neuen Trainer Marcus Sorg missriet den erfahreneren Gästen nach ihrem Scheitern in der ersten DFB-Pokalrunde auch der Liga-Auftakt.

Nach einer ermüdenden ersten Halbzeit überschlugen sich nach der Pause bisweilen die Ereignisse 438367(DIASHOW: Der 1. Spieltag).

Erst brachte der bis dahin gut abgeschirmte Demba Papiss Cisse die harmlosen Freiburger in Führung (48.), dann erzielte Mölders per Kopf den ersten Treffer für Augsburg in der Bundesliga (54.).

Der Jubel in der mit 30.403 Zuschauern nicht ausverkauften Arena war noch nicht verhallt, da hatte Cedrick Makiadi schon das 2:1 für Freiburg erzielt (55.).

Baumann rettet Vorsprung

Torhüter Oliver Baumann rettete seiner Mannschaft zunächst den Vorsprung, als er einen Kopfball von Mölders reaktionsschnell an den Pfosten lenkte (73.), war beim Ausgleich (81.) dann aber chancenlos.

"Wir hatten nach dem Pokal-Aus nicht gerade fußballerischen Rückenwind. Heute waren wir stabiler, wir haben es in der zweiten Halbzeit aber verpasst, nachzusetzen, den Sack zuzumachen, Augsburg hat sich zurückgekämpft. Wir hatten uns natürlich mehr versprochen", erklärte Freiburg-Trainer Marcus Sorg.

Beiden Mannschaften war zunächst anzumerken, dass sie den Start in die 49. Spielzeit der Bundesliga nicht verpatzen wollten.

Vor allem Freiburg, das sich sechs Tage zuvor im Pokal gegen Drittligist SpVgg Unterhaching blamiert hatte, wirkte gehemmt. Augsburg gab sich rechtschaffen Mühe, aus einer sicheren Abwehr heraus offensiv Akzente zu setzen, blieb aber weitgehend harmlos.

Erst in der zweiten Halbzeit kam wesentlich mehr Leben ins Spiel, den nachhaltigen Beweis der Bundesliga-Tauglichkeit konnten aber beide Mannschaften nicht führen. Knapp 104 Jahre nach der Vereinsgründung hatte der Augsburg bereits vor seiner Bundesliga-Premiere für einige Aufregung gesorgt.

Zu Wochenbeginn wurde Stürmer Michael Thurk freigestellt, vornehmlich nicht aus sportlichen Gründen, wie zunächst behauptet.

Arena nicht ausverkauft

Neben Thurk standen Trainer Jos Luhukay aber auch die weiteren Angreifer Nando Rafael und Torsten Oehrl wegen Verletzungen nicht zur Verfügung, darüber hinaus fehlte Innenverteidiger Gibril Sankoh.

Augsburg ist der 51. Verein, der in der Bundesliga spielt, die Begeisterung in der Stadt hätte freilich größer sein können - das 30.660 Zuschauer fassende Stadion war nicht ausverkauft.

Die, die gekommen waren, sahen nach 62 Sekunden die erste Chance der Augsburger in der Bundesliga durch Abwehrspieler Jonas de Roeck, der Freiburger Torhüter Baumann hielt sicher.

Danach plätscherte das Spiel erst mal dahin, die beste Chance in der ersten Halbzeit vereitelte FCA-Torhüter Simon Jentzsch per Fuß gegen Makiadi (44.).

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