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Mohamed Abdellaoue (r.) wechselte 2010 von Valerenga nach Hannover © getty

Die Niedersachsen gewinnen ihr Heimspiel gegen 1899. Schlaudraff schießt ein kurioses Tor. Die anderen Tore fallen per Strafstoß.

Hannover - Dank Jubilar Jan Schlaudraff ist Europa-League-Teilnehmer Hannover 96 auch national ein erfolgreicher Ligastart gelungen.

In seinem 100. Bundesligaspiel führte der Ex-Nationalspieler die Niedersachsen mit einer starken Leistung zu einem verdienten 2:1 (2:1)-Sieg.

Für die Gäste mit ihrem neuen Trainer Holger Stanislawski war es die erste Niederlage in einem Bundesliga-Auftaktspiel 438367(DIASHOW: Der 1. Spieltag).

Vor 40.315 Zuschauern in der Hannoveraner WM-Arena fielen alle drei Tore in der ersten Halbzeit und aus Standardsituationen.

Kurioser Führungstreffer

Schlaudraff traf für die Norddeutschen nach exakt einer Viertelstunde mit einem Freistoß aus 20 Metern (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Allerdings protestierte Hoffenheim gegen die Anerkennung dieses Treffers, weil der Ball angeblich noch nicht freigegeben war.

"Die Mauer stand nicht ganz 9,15 m weg, aber ich hab gesagt, wir wollen direkt schießen, weil von den Hoffenheimern keiner vor dem Ball stand. Ich hab es dann versucht und von daher ist es auch ein regulärer Treffer", meinte Schlaudraff bei LIGA total!.

1899-Torhüter Tom Starke sah das anders:

"Jeder im Stadion hat auf den Pfiff des Schiedsrichters gewartet. Er hat klar signalisiert, dass er den Freistoß mit einem Pfiff freigibt. Das ist nicht passiert und von daher trifft uns in der Situation keine Schuld."

Ausgleich per Strafstoß

180 Sekunden später gelang den Gästen der Ausgleich, Sejad Salihovic verwandelte einen Foulelfmeter (18.) sicher.

Mohammed Abdellaoue war es vorbehalten, sein Team in der 30. Minute ebenfalls per Strafstoß wieder in Führung zu bringen, Schlaudraff war von Edson Braafheid zu Fall gebracht worden.

Ya Konan fehlt

Schon nach den ersten beiden Treffern spielte sich das Spielgeschehen überwiegend in der Hälfte der Hoffenheimer ab, ohne dass die Mannnschaft von Trainer Mirko Slomka zunächst daraus Kapital schlagen konnte.

Lars Stindl hatte bereits in der 24. Minute die Chance zur erneuten Führung, sein Schrägschuss wurde jedoch in letzter Sekunde abgeblockt.

Auch ohne den verletzten Torjäger Didier Ya Konan waren die Platzherren in dieser Phase das gefährlichere und aktivere Team.

Hannover lässt nach

Nach dem Seitenwechsel verloren die Hannoveraner ein wenig ihre spielerische Linie, der dreifache Punktgewinn geriet jedoch nur selten in Gefahr.

Hoffenheim konnte daraus aber kein Kapital schlagen, die ohnehin seltenen Angriffsaktionen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt.

Den möglichen Ausgleich vergab Sebastian Rudy, der in der 66. Minute mit einem Distanzschuss aus 25 Metern Entfernung 96-Torhüter Ron-Robert Zieler beinahe überrascht hätte.

96 fehlen Stammkräfte

Wie die 96er mussten auch die Kraichgauer auf Stammspieler verzichten, folgerichtig fehlte es ihnen oftmals an der nötigen Kombinationssicherheit.

Bereits am kommenden Samstag steht Hoffenheim eine weitere große sportliche Herausforderung bevor, wenn der deutsche Meister Borussia Dortmund in Sinsheim gastiert.

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