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Patrick Helmes (l.) wechselte im Januar 2011 von Bayer Leverkusen zum VfL Wolfsburg © getty

Wolfsburg feiert dank eines Doppelpacks des Stürmers einen perfekten Saisonstart. Kölns zeigt sich in der Defensive wacklig.

Köln - Das Debüt von Trainer Stale Solbakken in der Bundesliga ist gründlich misslungen.

Im ersten Spiel mit dem 1. FC Köln kassierte der erste norwegische Trainer an der Seitenlinie eines Bundesligisten eine verdiente 0:3 (0: 1)-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg und könnte gleich nach dem Saisonauftakt das unruhige Kölner Umfeld zu spüren bekommen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wolfsburg war die bessere Mannschaft. Sie hatten mehr Torchancen und haben nicht viele Fehler gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit ängstlich gespielt. In der zweiten war es ein bisschen besser, mit ein bisschen Glück hätten wir das 1:1 machen können", meinte Solbakken.

Magath zufrieden

Sein Gegenüber Felix Magath kann nach einer chaotischen Woche mit dem peinlichen Pokal-Aus beim Viertligisten RB Leipzig und der Absetzung von Kapitän Marcel Schäfer dagegen erst einmal durchatmen.

"Ich bin froh, dass wir heute so ein gutes Spiel gemacht haben. Wenn man eine neuformierte Mannschaft hat, ist es immer schwierig, zu Hause zu starten. Deshalb war ich froh, dass wir auswärts beginnen durften", erklärte Magath.

Helmes trifft an alter Wirkungsstätte

Den Führungstreffer für die Niedersachsen erzielte ausgerechnet der frühere Kölner Patrick Helmes (17.), der von Magath überraschend den Vorzug vor dem aus Kaiserslautern gekommenen Srdjan Lakic erhalten hatte.

In der 80. Minute sah Kölns Milivoje Novakovic die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns. Schäfer (85. ) per direkt verwandeltem Eckball und erneut Helmes (90.+3) sorgten für den Endstand.

Der VfL-Coach bot in Marco Russ, Patrick Ochs, Hasan Salihamidzic und Christian Träsch aber vier andere Neuzugänge auf und machte im früheren Stuttgarter Träsch einen von ihnen direkt zum Kapitän. 438367(DIASHOW: Der 1. Spieltag)

Der am Donnerstag entmachtete Vorgänger Schäfer gehörte ebenfalls zur Stammformation.

Nur ein FC-Neuzugang in der Startelf

Bei den Kölnern stand im aus Wolfsburg verpflichteten Sascha Riether nur ein Neuzugang zu Beginn auf dem Platz, Geromel gab sein Debüt als Kapitän und wurde damit Nachfolger des bereits vor zwei Wochen entthronten Lukas Podolski.

Die neuformierte und im DFB-Pokal so grandios gescheiterte Mannschaft aus Wolfsburg wirkte vor 47.000 Zuschauern von der ersten Minute an kompakter und gefestigter.

Beim FC wackelte die Abwehr, im Mittelfeld fehlten Bewegung und Ordnung, die Spitzen Podolski und Novakovic nahmen fast nicht am Spiel teil.

Wolfsburg konsequent

Noch bevor die Kölner überhaupt eine gute Offensivaktion hatten, nutzten die Gäste ihre erste Torchance zudem konsequent. Nach einem Luftzweikampf zwischen Mario Mandzukic und Geromel monierten die Kölner zu Unrecht ein Foulspiel, Helmes vollstreckte unbeeindruckt.

Nach einer halben Stunde kam der große Regen, nicht aber der FC.

Einzige bemerkenswerte Aktionen im ersten Durchgang waren vier Eckbälle innerhalb einer Minute (39.) und Freistoß von Podolski, der an Freund und Feind vorbeiflog, von VfL-Keeper Diego Benaglio aber pariert wurde.

Solbakken würfelt Team durcheinander

Da Wolfsburg durch Russ aber sogar das 0:2 auf dem Fuß gehabt hatte (33.), würfelte Solbakken sein Team in seiner ersten Halbzeitpause als Bundesliga-Coach kräftig durch.

Slawomir Peszko rückte für Mato Jajalo in die Offensive, Jajalo zurück auf die Position von Riether, der wiederum auf den Posten des rechten Außenverteidigers rückte. Der zuvor dort spielende Miso Brecko ersetzte den ausgewechselten Christian Eichner auf links. Peszko (74.) hatte mit einem Pfostenschuss Pech.

Dies alles nutzte zunächst wenig. Wolfsburg war weiter besser, Träsch vergab nach einem katastrophalen Schnitzer von Kevin Pezzoni leichtfertig die Vorentscheidung (54.).

Rensing verhindert früheren K.o.

Nach dem nächsten unglaublichen Schnitzer Pezzonis lief Helmes alleine auf FC-Keeper Rensing zu, der jedoch glänzend parierte (65.).

Die erste wirkliche Chance für Köln hatte Adil Chihi, dessen Schlenzer aus 14 Metern aufs Tornetz fiel (67.).

Zwei Minuten später zielte Chihi nach einem Eckball und Kopfball-Ablage von Podolski aus kurzer Distanz zu hoch.

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