Während Meister Dortmund weiter zaubert, finden sich gleich mehrere Teams da wieder, wo sie nie mehr hinwollten: Im Tabellenkeller.

Fast drei Monate hatte die Bundesliga Pause, doch beim Auftakt der neuen Saison konnte man den Eindruck gewinnen, als sei die letzte Spielzeit einfach weitergegangen.

Meister Dortmund zaubert im Eröffnungsspiel fast noch begeisternder als im Vorjahr, auch Hannover punktet mit etwas Glück und Schlitzohrigkeit.

Dagegen stehen gleich mehrere Teams wieder da, wo sie eigentlich nie mehr hinwollten: Im Tabellenkeller.

Bei Hoffenheim und Köln war herzlich wenig von einer Handschrift der neuen Trainer Stanislawski und Solbakken zu sehen.

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Auch der runderneuerte Hamburger SV enttäuschte in Dortmund und steuerte schnurstracks auf ein Debakel zu, ehe die BVB-Höhenflieger mindestens einen Gang raus nahmen.

So stehen statt des HSV zwei andere Traditionsklubs nach den Samstagsspielen am Tabellenende: Köln und Schalke.

Die klaren 0:3-Pleiten der Gelsenkirchener in Stuttgart und der Kölner zu Hause gegen Wolfsburg waren eiskalte Duschen, vor allem für die beiden Trainer.

Denn zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafften im ersten Spiel fast schon Welten.

Stale Solbakken und Ralf Rangnick stehen zumindest nach Ansicht ihrer jeweiligen Bosse für so genannten Konzept-Fußball.

Dazu gehört anscheinend auch die Demontage von Identifikationsfiguren, anders sind die unnnötigen und teilweise absurden Diskussionen um die Bedeutung von Leistungsträgern wie Lukas Podolski und Raul nicht zu erklären.

Für das Selbstvertrauen der beiden Stars waren die Debatten offenkundig nicht hilfreich, beide waren am Samstag Totalausfälle.

So haben Solbakken und Rangnick ihre Teams schon vor dem Anpfiff geschwächt, auch wenn sie es vermutlich komplett anders sehen dürften.

Doch die Wahrheit liegt im Fußball eben auf dem Platz, und da war vom von beiden Trainern so hoch gehaltenen Kollektiv nichts zu sehen.

Dementsprechend dürfte es für einen Trainer der "alten Schule" wie Felix Magath ein Fest sein, mit seinen angeblich so antiquierten Methoden nun an der Tabellenspitze zu stehen.

Es ist allerdings keineswegs ausgeschlossen, dass diese ersten 90 Minuten der Saison nur eine Momentaufnahme bleiben.

Schließlich waren diesmal gefeierten Wolfsburger und Bremer noch vor einer Woche im Pokal die Deppen der Fußball-Nation.

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