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Thomas Tuchel war als Spieler für Ulm und die Stuttgarter Kickers aktiv © imago

Leverkusen ist zu Gast in der Coface-Arena. Die Trainer Dutt und Tuchel stellen ihr Team um und brennen auf Wiedergutmachung.

Von Daniel Michel

München - Die Saison hätte besser beginnen können.

Stattdessen herrscht Frust beim FSV Mainz 05 nach dem Knockout in der Europa-League-Qualifikation und Bayer Leverkusen nach dem DFB-Pokal-Aus in Dresden.

Jetzt treffen sie in der neuen Mainzer Coface-Arena aufeinander (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) aufeinander (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Es ist das Duell der Enttäuschten, beide Teams wollen die Pleiten vor dem Saisonstart schnell vergessen machen.

Leverkusens Trainer Robin Dutt hat bereits reagiert und sein Team verändert. Torwart David Yelldell muss auf die Ersatzbank, dafür rückt Youngster Fabian Giefer in den Kasten.

Auch Michael Ballack droht die Ersatzbank. Kapitän Simon Rolfes und Lars Bender könnten von Dutt den Vorzug im defensiven Mittelfeld erhalten.

Mainz-Trainer Thomas Tuchel plant ebenfalls Umstellungen bei seiner ersten Elf, versucht aber Ruhe zu bewahren.

Duell der Verlierer

Dutt verkauft den Torwarttausch als Test: "Schon vorm Pokal gab es die Überlegung, dass Giefer in Mainz spielen könnte. Bei der jungen Abwehr hatte ich mich für den erfahrenen Yelldell entschieden", erklärte Dutt und betont:

"Jetzt kann ich mein Bild über unsere Torhüter abrunden - für Fabian wird ein Punktspiel nun zum Testspiel."

Dutt, der Gegner Mainz erneut eine gute Saison zutraut, erwartet eine zweikampfbetonte Partie: "Ich rechne mit einem aggressiven Gegner, der den Schmerz schnell vergessen machen will."

Tuchel wehrt sich

Die Mainzer setzen nach der Euro-League-Schlappe vor heimischem Publikum auf Wiedergutmachung.

"Leverkusen wird feststellen, dass es schönere Auftaktgegner als Mainz gibt", kündigt FSV-Trainer Thomas Tuchel an, der von Tristesse im Team nichts wissen will:

"Ich wehre mich dagegen, dass eine negative Stimmung aufkommt. Die Mannschaft ist stark genug."

Dennoch will Tuchel sein Team im Vergleich zur Partie am vergangenen Donnerstag umstellen: "Es macht Sinn, dass wir neue und frische Kräfte auf den Platz bekommen".

So ist auch bei den Mainzern die Torwart-Frage offen. In Medias hütete Christian Wetklo noch das Tor, dennoch könnte Heinz Müller den Vorzug erhalten.

Wiedersehen mit Schürrle

Für Leverkusens Nationalspieler Andre Schürrle wird das Spiel in Mainz ein Treffen mit alten Bekannten.

In der vergangenen Saison erzielte er 15 Treffer für die Mainzer, bevor er für elf Millionen Euro nach Leverkusen wechselte.

"Ich will mich nur auf Fußball konzentrieren?, gibt sich Schürrle vor dem Spiel wortkarg.

Sein ehemaliger Trainer Thomas Tuchel nimmt das wiedersehen locker: "Ich hoffe, dass er in den letzten Wochen einiges verlernt hat."

Die Aufstellungen:

Mainz: Wetklo - Bungert, Svensson, Noveski, Pospech - Polanski, Soto - Risse, Ivanschitz, Stieber - Ujah.

Leverkusen: Giefer - Balitsch, Toprak, Reinartz, Kadlec - Bender, Rolfes - Sam, Renato Augusto, Schürrle - Derdiyok.

Schiedsrichter: Michael Weiner

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