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Sami Allagui wechselte 2010 von Greuther Fürth zum FSV Mainz 05 © getty

Mainz schlägt Leverkusen und rehabilitiert sich für das Aus in der Europa League. Bayer-Keeper Giefer patzt beim Gegentor böse.

Mainz - Ausgerechnet der angeschlagene FSV Mainz 05 hat Bundesligist Bayer Leverkusen in die Krise gestürzt.

Drei Tage nach dem bitteren Europa-League-Aus beim rumänischen Erstligisten CS Gaz Metan Medias zeigten die Rheinhessen eine Trotzreaktion und besiegte den Vizemeister verdient mit 2:0 (1:0).

Die Mannschaft von Trainer Robin Dutt kassierte nach dem unrühmlichen Pokal-Aus bei Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden die zweite Pleite im zweiten Pflichtspiel der Saison. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dutt hatte seine Mannschaft als Konsequenz auf zwei Positionen verändert.

Giefer schenkt Mainz die Führung

Kein glückliches Händchen hatte er jedoch mit der Auswahl des Vertreters für den verletzten Nationaltorhüter Rene Adler.

Fabian Giefer lieferte mit einem eklatanten Patzer, als er nach einer Rückgabe von Stefan Reinartz den Ball nicht richtig traf und einen Querschläger fabrizierte, die unfreiwillige Vorlage für den Führungstreffer durch Sami Allagui in der 32. Minute.

Ein Eigentor von Ömer Toprak sorgte für die Entscheidung (86.). 438367(DIASHOW: Der 1. Spieltag)

"Wollten uns heute nicht schonen"

"Es war für uns das vierte Spiel in zehn Tagen, zweimal mussten wir sogar über 120 Minuten gehen. Was meine Mannschaft heute heruntergespult hat, das war top. Wir haben akzeptiert, dass Niederlagen dazugehören und wollten uns heute nicht schonen", resümierte FSV-Coach Thomas Tuchel.

Sein Leverkusener Kollege Dutt meinte: "Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben jegliche Genauigkeit im Spiel nach vorn vermissen lassen und hätten dennoch zweimal in Führung gehen können."

Mainz beginnt aggressiv

Die Mainzer begannen vor 32.443 Zuschauern hochmotiviert und äußerst aggressiv.

Schon im Mittelfeld versuchten sie das Aufbauspiel der Leverkusener zu stören. Dennoch ergab sich für Bayer die erste Chance, als Stefan Reinartz in der 7. Minute zum Kopfball kam, aber FSV-Keeper Heinz Müller, der den Vorzug vor Christian Wetklo erhalten hatte, mit einem Reflex klärte.

Wie schon bei der Pokalblamage in Dresden (3:4 n.V.) am vergangenen Wochenende musste Ex-Nationalspieler Michael Ballack aufseiten der Rheinländer die Bank drücken.

Schürrle ohne Akzente

Das Augenmerk lag auf auf dem Leverkusener Nationalspieler Andre Schürrle bei seinem ersten Auftritt bei seinem Ex-Klub seit seinem Wechsel im Sommer. Allerdings vermochte er in einer insgesamt enttäuschenden Bayer-Elf keine Akzente zu setzen.

Schon in den ersten Minuten offenbarte Bayer in einigen Szenen jene Unsicherheiten in der Abwehr, die trotz einer 3:0-Führung zur Blamage in Dresden geführt hatten.

In der Offensive hingegen strahlten sie bei ihren Aktionen einen Hauch mehr Torgefahr aus als der Gegner. Insgesamt waren jedoch hochkarätige Chancen auf beiden Seiten Mangelware.

Mainz drängt auf Vorentscheidung

In den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff drängte Mainz auf den zweiten Treffer und die Vorentscheidung.

Der FSV präsentierte sich laufstärker als der Gegner und unvermindert kämpferisch. Von Auswirkungen nach dem erfolglosen Ausflug nach Rumänien war nichts zu sehen. Leverkusen ließ unter anderem seine spielerischen Qualitäten vermissen.

Bayer-Keeper steigert sich

Wesentlich zielstrebiger wirkten die Mainzer, bei denen Allagui in der 58. Minute beinahe einen zweiten unerklärlichen Fauxpas der Bayer-Defensive zum zweiten Treffer genutzt hätte.

Mehrfach stand in der zweiten Halbzeit Pechvogel Giefer im Blickpunkt und verhinderte mit einigen sehenswerten Paraden die frühe Vorentscheidung.

Die einzige große Leverkusener Chance nach dem Wechsel vergab Eren Derdiyok (76.).

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