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Mario Götze wechselte 2001 von FC Eintracht Hombruch zu Borussia Dortmund © getty

Mit seiner Gala gegen den HSV versetzt Mario Götze Fans und Experten in Euphorie. Vor allem der "Kaiser" schwärmt in höchsten Tönen.

Von Martin Volkmar

Dortmund - Spätestens seit Freitagabend weiß die ganze Fußball-Welt, über welches Juwel der deutsche Fußball verfügt.

Mehr als 50 Millionen TV-Zuschauer in 199 Ländern schauten bei der großen Mario-Götze-Gala in Dortmund zu.

Die überragende Vorstellung des 19 Jahre alten Shootingstars beim 3:1 gegen den Hamburger SV (Bericht) sorgte auch bei den Experten für Euphorie. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beckenbauer schwärmt

Allen voran Augenzeuge Franz Beckenbauer lobte Götze, der einmal traf und zwei Torvorlagen gab, in höchsten Tönen.

"Es ist unmöglich, Mario Götze zu stoppen. Besser als er kann man nicht spielen. Es gibt Fußballer, die haben einfach alles" schwärmte der "Kaiser" noch auf der Tribüne des Signal Iduna Parks und verglich den Nationalspieler mit dem weltbesten Fußballer:

"Er ist ein reiner Instinkt-Fußballer - genau wie Messi. Er hat die gleichen Anlagen, das selbe Spielverständnis und die Technik."

Fachleute einig: Der nächste deutsche Weltstar

Die Fachleute sind sich weitgehend einig: Geht die Entwicklung des offensiven Mittelfeldspielers nur annähernd so weiter wie bisher, ist Götze der nächste deutsche Weltstar.

"Er ist ein absolutes Ausnahmetalent", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.

Und Mehmet Scholl meinte: "So einen habe ich ewig nicht gesehen. Der macht intuitiv alles richtig."

So sehen es offenbar auch die SPORT1-User:

Bei einer Umfrage waren bei mehr als 55.000 abgegebenen Stimmen am Sonntagnachmittag gut 42 Prozent der Meinung, dass Götze der beste deutsche Mittelfeldspieler ist - vor Bastian Schweinsteiger (35 Prozent) und Mesut Özil (22 Prozent).

Zorc: "Absoluter Glücksfall für uns"

Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc bezeichnete den Youngster gegenüber SPORT1 als "absoluten Glücksfall für uns".

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Zu seiner unglaublichen Spielitelligenz kommt seit dieser Saison auch eine zusätzliche Robustheit hinzu, die sich Götze in der Sommerpause antrainiert hat.

Sogar in Sachen Glamourfaktor verhält er sich ähnlich wie Messi:

Statt sich nach seiner glanzvollen Vorstellung das Lob von allen Seiten abzuholen, verließ Götze die Dortmunder Arena am Freitagabend wortlos durch die Hintertür 438367(DIASHOW: Der 1. Spieltag).

Bescheidener Star

Und auch am Sonntag bei seiner Ankunft im Stuttgarter Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft zum Länderspiel gegen Brasilien blieb der Sohn eines Universitätsprofessors gewohnt bescheiden.

"Natürlich ehrt mich das große Lob. Aber nicht meine, sondern die Leistung der Mannschaft steht im Vordergrund", sagte Götze lediglich.

Wesentlich auskunftsfreudiger waren seine Dortmunder Teamkollegen. "Wir nennen ihn Götzinho", berichtete etwa Sven Bender:

"Den kannst Du in jeder Höhe anspielen. Er saugt die Kugel an, als ob er einen Magneten im Schuh hätte."

Großkreutz: "Er hat nichts gebracht"

Nur einer schien von den Jubelgesängen etwas genervt zu sein. Auf die Frage, wie er Götzes Leistung gesehen habe, antwortete Kevin Großkreutz SPORT1:

"Richtig schlecht. Er hat nichts gebracht."

Allerdings war das nicht ernst gemeint, wie der Doppel-Torschütze gegen den HSV gleich nachschob:

"Nein ,er war natürlich überragend, einer der besten Spieler überhaupt. Er hat viel Talent und wird auf dem Boden bleiben. Wir werden noch richtig viel von ihm sehen."

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