In seiner SPORT1-Kolumne glaubt Huub Stevens trotz Niederlage an den Rekordmeister, stellt Dortmund aber auf eine Stufe.

Hallo Fußball-Freunde,

ich freue mich, dass der Ball in der Bundesliga wieder rollt und auch meine SPORT1-Kolumne weitergeht.

Am ersten Spieltag ging es gleich richtig zur Sache.

Bayerns Niederlage gegen Mönchengladbach überrascht mich sehr. Das Gegentor war ein typischer Fall fehlender Abstimmung.

Neuer und Boateng sind beide neu in der Mannschaft. Das sind Schwierigkeiten, die man am Anfang einer Saison haben kann.

Robben fehlt nach seiner Verletzung noch die Frische, genau wie Ribery. Sie brauchen noch Zeit.

Jupp Heynckes würde jetzt sicher gern sofort weiter an der Mannschaft bauen, mit seinen Spielern arbeiten. Aber die meisten sind bei der Nationalmannschaft.

Das ist auch ein Problem, aber nicht nur für die Münchner, sondern auch für Dortmund.

Wenn wir darüber reden, wer Titelkandidat Nummer eins ist, sage ich Bayern München. Aber ich stelle Dortmund auf die gleiche Stufe. Der BVB hat mir beim 3:1 gegen Hamburg imponiert.

Mit welcher Lauffreude die Dortmunder gegen Hamburg gespielt haben, war beeindruckend. Genauso wie der Spielaufbau.

Hier möchte ich besonders Mats Hummels ein großes Kompliment aussprechen.

Für mich waren nicht Großkreutz, Götze oder Kagawa ausschlaggebend, sondern Hummels, der die Bälle von hinten immer direkt nach vorn gespielt hat und so immer wieder die Ordnung des HSV durchbrochen hat.

Das wird oft unterschätzt, ist aber enorm wichtig. Hummels hat das hervorragend gemacht.

Überrascht hat mich neben Bayerns Niederlage auch Leverkusens 0:2 in Mainz.

Mit der Qualität, die Bayer 04 im Team hat, darf man nicht in Dresden und dann auch noch in Mainz verlieren. Das ist zu wenig.

Bei allem Respekt vor Mainz: Das Spiel darf Leverkusen normalerweise nicht verlieren.

Auch die Art und Weise, wie Köln gegen Wolfsburg aufgetreten ist und teilweise vorgeführt wurde, fand ich enttäuschend - auch wenn Wolfsburg viel Qualität im Team hat.

Stale Solbakken hat die Schuld auf sich genommen. Das ist gut und lobenswert. Nur denke ich, dass seine Mannschaft die Qualität hat, Wolfsburg Paroli zu bieten.

Dass sie das vor eigenem Publikum nicht getan hat, finde ich schade.

Bei Schalke habe ich wenig Spielfreude gesehen. Ich denke, dass ein Raul mit seiner Qualität viel mehr bringen kann und muss, als er es beim 0:3 in Stuttgart getan hat.

Da war insgesamt zu wenig Bewegung, da war zu wenig Liebe im Spiel. Das darf nicht passieren.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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