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Michael Zorc absolvierte 463 Bundesligapartien für Borussia Dortmund © imago

Nach dem tollen Start spricht BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei SPORT1 über Götze, Sahins Nachfolger und einen "Angstgegner."

Von Martin Volkmar

München/Dortmund - Borussia Dortmund hat die Konkurrenz mit der spielerisch beeindruckenden Auftakt-Gala gegen den Hamburger SV (Bericht) ins Staunen versetzt.

Die Euphorie um den Titelverteidiger und seine immer noch sehr junge Mannschaft scheint von Tag zu Tag zu wachsen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc bleiben jedoch konsequent ihrer Linie treu und wollen sich nicht in die Rolle des Gejagten drängen lassen.

"Bayern war vorher eindeutig in der Favoritenrolle, und das völlig zu Recht. Da muss ich schon ein wenig schmunzeln, wie schnell einem diese Favoritenrolle dann nach nur einem Spieltag zugeschoben wird", wundert sich Zorc.

Bei SPORT1 spricht der "ewige Borusse" unter anderem über den glanzvollen Start, Jungstar Mario Götze, den Sahin-Nachfolger und "Angstgegner" Hoffenheim.

SPORT1: Wie zufrieden waren Sie mit dem Auftakt?

Michael Zorc: Sehr zufrieden. Das war fast über die gesamte Spielzeit eine hervorragende Leistung. Die Mannschaft hat von der ersten Minute an gezeigt, wie sie in dieser Saison Fußball spielen will. Vor allem in der ersten Halbzeit haben sie Hochgeschwindigkeits-Fußball gespielt, da hätten wir auch höher führen können.

SPORT1: Einige Experten sehen den BVB schon stärker als in der letzten Saison.

Zorc: Man muss nach einem Spiel nicht anfangen, Vergleiche mit der letzten Saison zu ziehen. Wichtig ist nur, dass wir unsere Art Fußball zu spielen beibehalten.

SPORT1: Aber die Mannschaft hat gegen den HSV zumindest die letzte Saison bestätigt, oder?

Zorc: Sie hat bestätigt, was wir in der Vorbereitung gesehen haben: Dass sehr guter Fußball gespielt wird und dass sie sich nicht auf dem Titel ausruht. Die Mannschaft ist weiter hungrig und will immer mehr.

[kaltura id="0_xhckku27" class="full_size" title="Klopp stapelt tief"]

SPORT1: Wie bewerten Sie die Lobeshymnen auf den BVB und die Niederlage der Bayern zum Auftakt?

Zorc: Bayern war vorher eindeutig in der Favoritenrolle, und das völlig zu Recht. Da muss ich schon ein wenig schmunzeln, wie schnell einem diese Favoritenrolle dann nach nur einem Spieltag zugeschoben wird.

SPORT1: Wie bewerten Sie die Gala von Mario Götze?

Zorc: Mario spielt weiter auf einem extrem hohen Niveau konstant gut. Er ist ein absoluter Glücksfall für uns (Bericht: "Götzinho" sorgt für Begeisterung: "Genau wie Messi").

SPORT1: Stimmt der Eindruck, dass er kompakter geworden ist?

Zorc: Er hat schon in der letzten Saison körperlich zugelegt und ist robuster geworden. Und seine technischen Fähigkeiten sind perfekt. Er ist nahezu ein kompletter Spieler.

SPORT1: Wie haben Sie den ersten Auftritt von Sahin-Nachfolger Ilkay Gündogan vor eigenem Publikum gesehen?

Zorc: Es war ein klasse Einstand von Ilkay. Er hat sich super in unser Spiel eingefügt und viele Dinge richtig gemacht. Er war sicher ein positiver Faktor in unserem Spiel.

SPORT1: Gibt es etwas, mit dem Sie nicht zufrieden sind?

Zorc: Eigentlich nicht. Man kann jetzt natürlich auf hohem Niveau kritisieren und sagen, wir hätten fünf oder sechs Tore gegen den HSV schießen müssen. Aber das ist Fußball, deshalb bin ich rundum zufrieden.

SPORT1: Was haben Sie sich gegen "Angstgegner" Hoffenheim vorgenommen, gegen den es letzte Saison keinen Sieg gab?

Zorc: Angst haben wir keine, aber Hoffenheim hat eine gute Mannschaft. Wir wollen versuchen, den gleichen Fußball wie zuletzt zu spielen und möglichst drei Punkte holen.

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