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Franz Beckenbauer (r.) gewann als Trainer mit Profi Christian Nerlinger 1994 den Titel © dpa

Fünf Spiele in 15 Tagen: Nach dem Fehlstart gegen Gladbach darf der Rekordmeister nicht mehr patzen. Der "Kaiser" warnt bei SPORT1.

Von Björn Seitner und Martin Volkmar

München/Stuttgart - Der erste Schock ist überwunden, der Fehlstart abgehakt.

Nach der Rückkehr der zahlreichen Nationalspieler von ihren Länderspielen, richtet man in München den Blick wieder nach vorn.

Und so weit muss man gar nicht in die Zukunft schauen, um zu erkennen: In den nächsten Wochen geht es für den FC Bayern um alles.

Fünf Spiele in 15 Tagen, los geht's mit der Partie bei Magaths "Wölfen" (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wolfsburg wird eine harte Aufgabe. Aber zwei Niederlagen zum Saisonstart kann ich mir nicht vorstellen. Dann wäre in München was los", erklärt Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer SPORT1.

Kritik von Beckenbauer

Noch ist der "Kaiser" guter Dinge, die Saison sei schließlich noch lang.

Doch Beckenbauer macht sich auch Sorgen: "Wenn du so viele Klassespieler hast, verlässt sich der eine auf den anderen. Da wird dann meistens vergessen, dass Fußball nach wie vor ein Laufspiel ist." (BERICHT: FCB - Dumm, schwach, sauer)

Und wer zu wenig läuft, der könnte den Anschluss verlieren. Wolfsburg und Dortmund haben ihre Auftaktspiele gewonnen, bei einer erneuten Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg des Meisters in Hoffenheim, wäre der Rückstand schon auf sechs Punkte gewachsen.

Enormer Druck gegen Zürich

Fast noch größer ist der Druck am 17. August, wenn es in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Zürich geht, vor allem im Hinblick auf das Finale 2012 in München.

Für FCB-Sportdirektor Christian Nerlinger ist das Weiterkommen ein Muss: "Wenn du diese Mannschaft nicht bezwingst, hast du keine Berechtigung, in der Champions League zu spielen."

[kaltura id="0_ttkvdvje" class="full_size" title="Jupp allein zu Haus?!"]

Sollte im Hinspiel in der Allianz Arena kein Sieg gelingen, wird es sechs Tage später in der Schweiz enorm schwierig.

"Automatismen neu erarbeiten"

In der Liga geht es gegen Hamburg (20.8.) und Kaiserslautern (27.8.) weiter.

Fünf Spiele in 15 Tagen, in denen es für die Bayern vor allem darum geht "wieder in die Spur" zu kommen.

"Wir müssen gewisse Automatismen neu erarbeiten", fordert Nerlinger und erklärt zur Auftaktpleite gegen Gladbach (Bericht): "Inspiration, Kreativität und das letzte Stück Entschlossenheit haben uns gefehlt."

Drei Attribute, die für Bayerns Starensemble eigentlich eine Selbstverstädnlichkeit sein sollten. In Panik werde man jedoch nicht verfallen, verspricht der 38-Jährige.

Schweinsteiger fordert geschlossenes Auftreten

Um den "absoluten Fehlstart" (Nerlinger) zu vermeiden, will man sich in München von Alleingängen lossagen und "mehr als Team auftreten", wie Vizekapitän Bastian Schweinsteiger betont.

Andere Klubs hätten zwar nicht die gleiche Qualität bei den Einzelspielern, "aber die treten als Mannschaft auf. Das müssen wir auch machen, dann sind wir stärker".

Das kann man auch als Seitenhieb auf Arjen Robben und Franck Ribery verstehen, die gegen den Fastabsteiger der letzten Saison aus Mönchengladbach keine Akzente setzen konnten.

Kurze Vorbereitung für die "Wölfe"

Nach der Länderspielpause muss diese "Umstellung" nun schnellstmöglich gelingen, Trainer Jupp Heynckes kann bis zum Spiel in Wolfsburg nur noch zwei Mal mit dem ganzen Team trainieren.

Der Rekordmeister steht unter Druck, den nächsten Schock zu vermeiden.

Die kommenden Wochen entscheiden womöglich über Bundesliga und Champions League - und zwei Pleiten zu Bundesliga-Saisonbeginn gab es bei den Bayern auch noch nie.

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