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Eljero Elia (l. mit Franz) wechselte 2009 von Twente Enschede nach Hamburg © getty

Der Aufsteiger trotzt Hamburg ein Remis ab. Der HSV geht durch einen Strafstoß in Führung, Mijatovic trifft kurz vor Schluss.

Hamburg - Andre Mijatovic hat Hertha BSC Berlin einen wohlverdienten Punkt gerettet (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der Kapitän erzielte in der 88. Minute den Treffer für Hertha BSC Berlin zum wohlverdienten 2:2 (1:1) beim Hamburger SV, der nach der Auftaktniederlage beim Meister Borussia Dortmund (0:3) weiterhin auf seinen ersten Sieg wartet.

"Wir müssen uns in vielen Dingen noch verbessern, das ist eine Lehre aus diesem Spiel. Wir haben vieles nicht gut gemacht, und es muss noch eine ganze Menge eingeschliffen werden. Ich glaube, dass die Phase des Findens bei meiner Mannschaft noch länger dauern wird", meinte HSV-Trainer Michael Oenning.

Die Gäste hatten ihre erste Begegnung 0:1 gegen Nürnberg verloren und feierten ihren ersten Punktgewinn nach ihrem Aufstieg 441123(DIASHOW: Der 2. Spieltag).

Petric erzielt Führung

Vor 52.100 Zuschauern in der Hamburger Arena waren die Platzherren durch Mladen Petric in Führung gegangen.

Der Torjäger traf in der 25. Minute per Foulelfmeter, er selbst war nach Meinung von Schiedsrichter Wolfgang Stark von Andre Mijatovic festgehalten worden. Der Berliner Abwehrspieler sah für dieses Foulspiel die Gelbe Karte.

Für den Ausgleich sorgte ausgerechnet der Ex-Hamburger Tunay Torun in der 43. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel.

Der Südkoreaner Son Heung Min (61.) hatte den HSV überraschend mit 2:1 in Führung geschossen.

Torun scheitert

Auch die erste Torgelegenheit des Spiels erarbeiteten sich die Gäste.

Bereits in der achten Minute kam Torun aus zehn Metern Entfernung frei zum Schuss, drosch den Ball aber über die Querlatte des HSV-Tores.

In der Folgezeit prägten zunächst Aktionen im Mittelfeld das Spielgeschehen, die beiden Abwehrreihen hatten nur wenig Arbeit zu verrichten.

Aluminium rettet für den HSV

Nur 60 Sekunden vor dem HSV-Führungstreffer hatte die Mannschaft von Trainer Markus Babbel erneut die Chance ausgelassen, selbst das erste Tor zu erzielen.

Nach einer präzisen Flanke von Christian Lell köpfte Adrian Ramos knapp am rechten Tor vorbei.

"Wir habe zu viele Chancen ausgelassen, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben vieles richtig gemacht, aber leider nicht alles, sonst hätten wir gewonnen", erklärte Hertha-Trainer Markus Babbel.

In der 33. Minute lag dann schon das 1:1 in der Luft, doch die Latte und eine Glanzparade von HSV-Torhüter Jaroslav Drobny verhinderten gleich zweimal binnen weniger Sekunden den Ausgleich.

Ramos trifft die Latte

Gerade einmal 52 Sekunden nach Wiederbeginn standen die Gäste dicht vor ihrem zweiten Treffer, doch Ramos traf nach sehenswerter Einzelleistung nur die Latte.

Zu diesem Zeitpunkt stand Per Ciljan Skjelbred schon gar nicht mehr auf dem Platz, der HSV-Neuzugang aus Norwegen wurde nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit in der Pause durch Robert Tesche ersetzt.

Der Aufsteiger blieb das tonangebende Team, in der 54. Minute klärte HSV-Verteidiger Michael Mancienne mit einem spektakulären Kopfball.

Nach dem erneuten Führungstor konnte sich die Mannschaft von Coach Michael Oenning ganz aufs Kontern verlegen, ohne jedoch weitere Treffer zu erzielen.

Schweigeminute für Klötzer

Torschütze Son sowie der ehemalige Berliner Drobny im HSV-Tor waren die stärksten Spieler bei den Norddeutschen, denen am kommenden Wochenende das schwere Gastspiel beim deutschen Rekordmeister Bayern München bevorsteht.

Bei den Berlinern verdienten sich Torun und der ebenfalls stets gefährliche Ramos die besten Noten.

Die Partie hatte mit einer Schweigeminute für Kuno Klötzer begonnen. Der ehemalige HSV-Coach, der auch für die Berliner gearbeitet hatte, war vor einer Woche im Alter von 89 Jahren gestorben.

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