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Luiz Gustavo (l.) bejubelt seinen Siegtreffer mit Verteidiger Philipp Lahm © getty

Die Bayern dominieren in Wolfsburg, bekommen Offensiv aber nichts auf die Reihe. Ein regelgerechtes Tor des VfL wird nicht gegeben.

Wolfsburg - Dank Luiz Gustavo hat Bayern München den ersten Saisonsieg gefeiert:

Der Brasilianer traf in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:0 (0:0) beim VfL Wolfsburg.

Glück hatten die Bayern, als ein reguläres Tor des Wolfsburgers Patrick Helmes wegen vermeintlicher Abseitsstellung (39.) nicht gegeben wurde. 441123(DIASHOW: Der 2. Spieltag)

In der Vorwoche verloren die Münchner noch zum Saisonauftakt mit 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Einen "absoluten Fehlstart", wie es Sportdirektor Christian Nerlinger bezeichnete, konnte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes also verhindern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ribery: "Wir haben Glück gehabt"

"Natürlich haben wir ein bisschen Glück gehabt. Aber ich glaube, heute haben wir uns anders präsentiert als gegen Gladbach", sagte Bayerns Linksaußen Franck Ribery.

"Wir sind ja offenbar strickt gegen einen Fernsehbeweis", sagte VfL-Coach Felix Magath ironisch: "Deswegen ist es leider so, dass eine Mannschaft bevorteilt wird. Ich habe von der Bank aus gesehen, was vier Schiedsrichter nicht gesehen haben."

Jubiläum für Benaglio

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena drückten die Spieler von Trainer Felix Magath von Beginn an aufs Tempo und kamen schon nach zwei Minuten durch Patrick Ochs erstmals gefährlich vor das Tor.

Auch in der Folge versteckte sich der Meister von 2009 nicht und knüpfte an die Leistung des 3:0-Sieges vom ersten Spieltag in Köln an, auch wenn beim Abschluss zunächst die Präzision fehlte.

Die Bayern, die ohne Arjen Robben (Rückenprobleme) antreten mussten, taten sich in der Anfangsphase mit ihrem Offensivspiel deutlich schwerer und kamen lediglich durch einen Freistoß von Holger Badstuber vor das Gehäuse von VfL-Keeper Diego Benaglio, der zu seinem 100. Bundesliga-Einsatz kam.

Wenig Inspiration im Angriff

Im Mittelfeld fehlten den Bayern durch das Fehlen von Robben die Anspielstationen und auch von kreativem Spielaufbau war zu wenig zu sehen.

Zwar blitzte das Können von Ribery auf der Außenbahn immer wieder kurz auf, trotzdem konnte der Franzose, der zum ersten Mal in dieser Saison in der Anfangsformation stand, nicht die entscheidenden Akzente setzen.

Es fehlte trotz deutlich mehr Ballbesitz der Zug zum Tor, und das Umschalten von Abwehr von Angriff dauerte zu lange.

Helmes-Tor aberkannt

Kurz vor der Halbzeit wurde den Wolfsburgern ein reguläres Tor aberkannt, als Helmes den Ball einköpfte und schon zum Jubeln abdrehte (39.).

Das brachte Magath so richtig auf die Palme, denn es wäre die verdiente Führung für seine Elf gewesen.

Stattdessen musste der frühere Bayern-Coach, der mit den Münchnern zweimal das Double gewann, mit ansehen, wie Josue erst artistisch die Führung der Gäste mit einer Rettungsaktion auf der Torlinie verhinderte (43.) und anschließend Benaglio in höchster Not gegen Mario Gomez rettete (44.).

VfL-Verteidigung steht gut

Nach dem Seitenwechsel erhöhte München mit Chancen von Bastian Schweinsteiger (46.) und Toni Kroos (57.) zwar die Schlagzahl, belohnt wurden die Bemühungen aber erstmal nicht.

Die Verteidigung der "Wölfe" stand sicher und agierte größtenteils fehlerfrei.

Der frühere Münchner Hasan Salihamidzic konnte auf der rechten Seite des VfL keine großen Akzente setzen.

Der Bosnier, der mit dem FCB sechs Meisterschaften und den Champions-League-Sieg feierte, arbeitete im Mittelfeld aber viel und wurde nach 69 Minuten ausgewechselt.

Ribery bereitet Siegtor vor

Insgesamt agierten die Hausherren in der zweiten Halbzeit nicht mehr so druckvoll und ihr Spiel kam im Mittelfeld nicht mehr zur Entfaltung.

Die Gäste drängten lange auf den Führungstreffer, blieben aber wie schon beim Saisonauftakt weitestgehend unkreativ.

In der ersten Minute der Nachspielzeit legte Ribery aus dem Strafraum auf Gustavo ab, der aus 16 Metern den Siegtreffer markierte.

Benaglio war noch am Ball, konnte das Tor aber nicht mehr verhindern.

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