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Simon Jentzsch (M.) rettet Augsburg mit zahlreichen Paraden das Remis © imago

Nach dem zweiten Remis im zweiten Spiel sind die Augsburger hin und her gerissen. Lauterns Kapitän Tiffert lobt den FCA-Keeper.

Kaiserslautern - Nach ihrem Achtungserfolg beim 1. FC Kaiserslautern (Spielbericht) schwankten die Newcomer des FC Augsburg zwischen Freude und Verärgerung.

"Wir können mit dem Punkt leben. Der Ausgleich nur zehn Minuten vor Schluss ist aber trotzdem bitter, denn wir hätten auch gewinnen können", kommentierte der erneute Torschütze Sascha Mölders (9.) das 1:1 (0:1) der Schwaben auf dem Betzenberg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Den Ausgleich der Pfälzer hatte der israelischen Neuuzugangs Itay Shechter zehn Minuten vor dem Ende mit seinem ersten Bundesliga-Tor geschossen.

"Waren von den Chancen besser"

Wie Mölders, der schon bei Augsburgs 2:2 zur Bundesliga-Premiere gegen den SC Freiburg beide Tore erzielt hatte, fühlte sich auch Ex-FCK-Kapitän Axel Bellinghausen an seiner früheren Wirkungsstätte zwischen allen Stühlen.

"Natürlich können wir mit dem Punkt zufrieden sein, aber drei Punkte wären auch verdient gewesen, denn von den Chancen her waren wir besser", sagte der ehemalige Lauterer.

Tatsächlich war der Neuling bei seinem zweiten Auftritt im Oberhaus bei den "Roten Teufeln", die sich mehr als nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen erhofft hatten, nahe dran am ersten Sieg. 441123(DIASHOW: Der 2. Spieltag)

Jentzsch hält FCA im Spiel

Andererseits hatte Augsburg auch viel Glück, dass Schlussmann Simon Jentzsch nach der Pause gegen die zunehmend auf den Ausgleich drängenden Platzherren sein Team mit mehreren Paraden im Spiel hielt.

Sicher auch deshalb wollte FCA-Trainer Jos Luhukay letztlich auch gar nicht mit Shechters Treffer hadern und konstatierte ehrlich: "Kaiserslautern hätte gewinnen können, wir hätten gewinnen können."

"Konnten den Druck nicht abfangen"

Den Spielverlauf sah Luhukay ebenfalls mit gemischten Emotionen:

"Meine Mannschaft hat 90 Minuten läuferisch, kämpferisch und spielerisch alles gegeben. In der ersten Halbzeit waren wir stabil in der Defensive und gut beim Umschalten. Wir hätten vor der Pause noch ein Tor machen können oder sogar müssen. In der zweiten Halbzeit hat Kaiserslautern dann Druck gemacht, das konnten wir nicht richtig auffangen."

"Hätte hinten Würfeln können"

Hätte der FCA gewonnen, hätten sie sich auch bei Kaiserslautern Rodnei bedanken können.

Der FCK-Verteidiger leitete mit einem dicken Schnitzer den Gegentreffer ein und lief ansonsten ebenfalls wie Falschgeld über den Platz.

Zur Überraschung vieler, bleib er jedoch auch nach der Pause auf dem Platz.

"Hinten hätte ich heute würfeln können", kommentierte Lauterns Trainer Marco Kurz bei LIGA total! seine Maßnahme, "aber da müssen sich die Jungs durchbeißen".

Pfiffe zur Pause

Auch ansonsten brachten die Pfälzer in der ersten Hälfte auch kaum ein Bein auf den Boden.

Die unruhigen FCK-Anhänger quittierten die Vorstellung ihrer Lieblinge zur Halbzeit deswegen mit Pfiffen.

Erst in der zweiten Hälfte kam so etwas wie das alte "Betzenberg-Gefühl" auf, als die Gastgeber den FCA stellenweise in die eigene Hälfte einschnürten und sich zahlreiche Chancen herausspielten.

"Hatten einige Ausrutscher"

Kapitän Christian Tiffert beschrieb die Partie anschließend bei LIGA total! als "fahrig".

"Wir hatten einige Ausrutscher, so fiel dann auch das Tor", sagte der 29-Jährige.

"Auch wenn wir nervös waren, so hatten wir auch einige Torchancen. Aber Simon Jentzsch war heute auch gut drauf. Insgesamt das Ergebnis aber okay. Wir haben noch alle Luft nach oben, auch ich. Aber das wird noch kommen."

Ivo Ilicevic, noch einer der besseren Kaiserslauterer, bließ nach der Partie ins gleich Horn: "Das ist so, wenn mehrere neue Spieler dabei sind."

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