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Schweinsteiger (l.) und Lahm absolvierten zusammen 522 Spiele für den FC Bayern © getty

Nach Bastian Schweinsteiger hat auch Philipp Lahm auf die Kahn-Kritik regaiert. Lahm ganz cool: "das iInterssiert mich nicht!"

München - Bayern-Spieler Bastian Schweinsteiger hat auf die heftige Kritik von Ex-Torhüter Oliver Kahn reagiert.

"Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass Oliver Kahn früher nichts mehr gehasst hat als Kritik von Ex-Kollegen, die über die Medien ausgeübt wird", beschwert sich der Nationalspieler in der "Bild".

"Von so einem großen Spieler erwarte ich, dass er sich an seine Worte erinnert", fügt der 27-Jährige mahnend hinzu.241095(DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Schweinsteiger und Kahn spielten von 2002 bis 2008 gemeinsam beim FC Bayern und pflegten in dieser Zeit ein freundschaftliches Verhältnis.

Schweinsteiger: Intern Klartext

Der frühere Nationaltorhüter hatte zuvor die Spielergeneration um die beiden Münchner Führungsspieler Philipp Lahm und Schweinsteiger scharf kritisiert und für die ein Jahrzehnt währende Titelflaute der Bundesliga auf internationaler Ebene mitverantwortlich gemacht.

Die Bayern-Kapitäne leugneten laut Kahn vehement, "dass eine Mannschaft heutzutage echte Führungsspieler braucht. Führungsspieler, die den Finger in die Wunde legen, die auch mal unbequeme Wahrheiten aussprechen".(BERICHT: Trotz Sieg: Kritik bleibt )

Schweinsteiger wehrt sich nun gegen den Vorwurf, Konflikten aus dem Weg zu gehen und keine Kritik zu äußern: "Die Sachen werden intern analysiert und dort auch ganz klar angesprochen."

"Ich sehe das ganz gelassen"

Auch Philipp Lahm reagierte relativ gelassen auf die Kahn-Attacke: "Das interessiert uns nicht, was ein ehemaliger Bayern-Spieler in irgendeinem Blog sagt. Wir wollen einfach erfolgreichen Fußball spielen."

Dann fügt Lahm noch breit lächelnd hinzu: "Ich sehe das ganz gelassen." Auf die Frage, ob es eine Aussprache mit Kahn gebe, antwortet Lahm ganz cool: "Ich habe keine Nummer von ihm."

Die souveräne Gelassenheit seines Kapitäns in Sachen Schweinsteiger gefällt offenbar Bayern-Coach Jupp Heynckes.

"Er ist ein sehr besonnener Spieler, der als Kapitän nach innen wirkt. Er ist sehr moderat, ich halte ihn für einen sehr guten Kapitän", erklärte Heynckes auf SPORT1-Nachfrage.

Und: "Man muss nicht nach außen poltern."

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Kein Fan von "flachen Hierarchien"

Mittelfeldspieler Schweinsteiger sieht den Rekordmeister bislang auf einem guten Weg: "Wir haben in den ersten drei Pflichtspielen nur ein Gegentor zugelassen, zweimal zu Null gewonnen."

Kahn behauptete bei "Eurosport" ferner, dass Lahm und Schweinsteiger ihr Image wichtiger sei als der Erfolg.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Beide Profis und mit ihnen ihre Profikollegen gleichen Alters suchten "oftmals nur Konsens und Anpassung". Mit dem Begriff von der "flachen Hierarchie" kann Kahn nichts anfangen - er wünscht sich mehr "Leadertypen", wie er einer war.

Kahn vermisst Leuchttürme

Spieler wie Rio Ferdinand, Carles Puyol, Xavi, John Terry, Frank Lampard und den früheren Münchner Lucio nennt Kahn als "Leuchttürme und Vorbilder, an denen sich die jungen Spieler aufrichten und entwickeln können und die nicht abtauchen, wenn es mal nicht optimal läuft".

Jede Mannschaft brauche starke Individualisten, doch "ohne echte Führungsspieler werden die Bundesliga-Klubs noch lange auf internationale Titel warten müssen".

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