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Mladen Petric (v.) erzielt das 1:0 für Hamburg, Marco Russ kommt zu spät © getty

Nach dem Sieg gegen Frankfurt ist für den HSV Bayern in Reichweite. Der aus Dortmund gekommene Stürmer ist wieder Matchwinner.

Hamburg - 14. Tor im 22. Pflichtspiel, drei Punkte, auf Platz vier in die Winterpause - eine schöne Bescherung und Hamburgs Weihnachtsmann heißt Mladen Petric:

Beim 1:0 (0:0)-Sieg des HSV gegen Eintracht Frankfurt war erneut der Kroate der Spieler des Tages.

Mit seinem achten Saisontor in der Liga (59.) entschied er eine Begegnung, in der sich die Norddeutschen lange schwer taten.

33 Punkte stehen nach der Hinrunde für den HSV nun zu Buche, einer mehr als in der Vorsaison. (Ergebnisse und Tabelle)

"Kompliment an die Truppe, dass sie das ohne Rafael van der Vaart geschafft hat", sagte Trainer Martin Jol.

Statt des zu Real Madrid abgewanderten Mittelfeldstars entscheidet jetzt eben Petric (Spielerporträt) die Spiele.

"Ein idealer Tausch"

Schon in der Vorwoche hatte er mit zwei Kopfballtoren für den Sieg beim 1. FC Köln gesorgt. "Wir können Borussia Dortmund heute noch dankbar sein", sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Horst Becker.

"Mladen Petric gegen Mohamed Zidan war ein idealer Tausch."

4,5 Millionen Euro zahlte Hamburg noch drauf, schickte den Ägypter zu dessen Lieblingscoach Jürgen Klopp und freut sich wie Petric immer mehr über diesen Coup.

Auch Petric voll zufrieden

"Ich bin überglücklich, dass ich nach Hamburg gekommen bin", sagt der 27-Jährige Petric, der in der Rückrunde gerne noch weiter oben angreifen will: "Es war ganz wichtig, dass wir mit diesem Sieg den Abstand zur Spitze etwas verkürzt haben."

Schon zum Rückrundenauftakt am 30. Januar kann der HSV nun mit einem Heimsieg an Bayern München vorbeiziehen. Eine schöne Perspektive.

Am Mittwoch gegen Aston Villa

"Wir müssen noch konstanter werden, vor allem auswärts", sagte Petric, "dann können wir einiges erreichen."

Am Mittwoch steht nun noch das Spiel im UEFA-Cup gegen Aston Villa an, in dem es um den Gruppensieg geht.

Bleibt Olic?

Danach will sich Ivica Olic erklären, ob er zu Bayen München geht oder beim HSV bleibt.

"Er hat ein Angebot, das kann er annehmen oder nicht. Wenn nicht, wird ab dem 1. Juli beim HSV weiter Fußball gespielt - und mit Sicherheit auch erfolgreich", sagte der entspannt wirkende Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann.

Coach Jol meinte zu einem möglichen Abgang von Olic: "Das ist ärgerlich, weil man die Mannschaft entwickeln will. Aber wir haben das in der Vergangenheit schon erlebt mit van der Vaart oder Kompany, und wir haben uns aufgerichtet. Aber so weit ist es noch nicht. Olic ist gerne hier. Er liebt die Stadt und den Verein."

Hoffmann sah vor allem auch die wirtschaftlichen Gesichtspunkte: "Wir haben eine Weltwirtschaftwirtschaftskrise vor der Tür. Wir können nicht so tun, als ob das uns nichts angeht. Wir werden keine Einnahmensteigerungen erzielen können, da können wir auch keine Gehälter erhöhen."

HSV mit Problemen

Immer noch wirken die Hamburger unvollendet. Alles geht, große Siege und gruselige Niederlagen. Auch gegen die kompakt und selbstbewusst auftretenden Frankfurter hatte man vor 55.274 Zuschauern Probleme.

"Wir haben sehr unglücklich verloren", meinte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel."Wichtiger ist aber, dass wir hier richtig gut gespielt und gezeigt haben, dass wir auswärts überall gewinnen können."

Nach zuvor zwei Auswärtspleiten mit insgesamt neun Gegentoren war der Coach froh, dass sein Team am Ende der Hinserie bei einem Klub aus der Spitzengruppe mithalten konnte.

"insgesamt bin ich mit der Hinrunde angesichts der vielen Verletzten sehr zufrieden."

Mit 19 Punkten stehen die Hessen sechs Zähler von Relegationsplatz 16 entfernt.

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