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Markus Feulner wurde mit Borussia Dortmund 2010/2011 Deutscher Meister © getty

Bei SPORT1 spricht Markus Feulner über die Zeit bei seinem Ex-Verein Borussia Dortmund, seine Ziele mit dem Club und Mario Götze.

Von Jakob Gajdzik

München - Beim 1. FC Nürnberg hat er eingeschlagen wie eine Bombe.

Im ersten Pflichtspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Arminia Bielefeld (5:1) war Markus Feulner mit einem Dreierpack der Matchwinner und unterstrich gleich seinen Stellenwert für den Club.

Der Neuzugang vom BVB zeigt, wozu er fähig ist, wenn er die Chance bekommt zu spielen.

Nun gastiert der 29-Jährige am 3. Spieltag mit den Franken bei seinem Ex-Klub aus Dortmund (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER), wo er in der vergangenen Saison noch die Meisterschale in die Luft recken durfte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ein besonderes Spiel nach 15 Einsätzen in zwei Jahren beim BVB, ist es für Feulner jedoch nicht: "Ich hänge den persönlichen Stellenwert nicht so hoch", sagt der FCN-Mittelfeldspieler vor der Partie bei SPORT1.

Vor der Begegnung spricht Feulner im SPORT1-Interview über die Gründe, warum es bei den Schwarz-Gelben nicht geklappt hat, die Ziele mit seinem neuen Verein und verrät, wie man Überflieger Mario Götze stoppen kann.

SPORT1: Sieg in Berlin, Niederlage zu Hause gegen Hannover. Wie beurteilen Sie den Start des FCN?

Markus Feulner: Unsere Vorgabe, in Berlin zu punkten haben wir zwar umsetzen können, doch wir wollten auch unser Heimspiel gewinnen, oder zumindest eine gute Partie abliefern. Das ist uns nicht ganz gelungen. Besonders im spielerischen Bereich hat uns in der ersten Hälfte einiges gefehlt. Da können wir uns auf jeden Fall noch verbessern.

SPORT1: Nun geht es zu ihrem Ex-Verein nach Dortmund. Ein besonderes Spiel für Sie?

Feulner: Es ist ein schönes Spiel, weil es gegen den ehemaligen Arbeitgeber und viele Freunde geht. Da freue ich mich drauf. Es ist ein wichtiges Spiel, aber dennoch hänge ich den persönlichen Stellenwert nicht so hoch.

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SPORT1: Sie sind mit dem BVB zwar Deutscher Meister geworden, konnten Sie sich allerdings nicht dauerhaft durchsetzen. Warum hat es nicht gepasst?

Feulner: Auf der einen Seite hatte ich mit einer Verletzung zu kämpfen, die mich gleich zurückgeworfen hat. Auf der anderen Seite hat die Mannschaft anschließend sehr gut funktioniert. Der BVB ist hochverdient Deutscher Meister geworden, ohne eine wirkliche Schwächephase gehabt zu haben. Ich wollte aber auch wieder spielen, somit war es für mich an der Zeit zu sagen, 'Okay das war's'. Dann kam der Schritt nach Nürnberg.

SPORT1: Sie selbst haben in Nürnberg voll eingeschlagen, sind Stammspieler und haben im Pokal gegen Bielefeld mit einem Dreier-Pack geglänzt. Fühlen Sie sich wohl in Franken?

Feulner: Ja, die Jungs haben mich sehr gut aufgenommen. Ich bin in eine intakte Mannschaft gekommen, die funktioniert und die Automatismen hat. In so eine Mannschaft zu kommen, ist natürlich optimal, vor allem wenn man auch die Chancen hat, zu spielen.

SPORT1: Können sie als Ex-Dortmunder den Nürnbergern verraten, wie der BVB zu knacken ist?

Feulner: Ich denke, da gibt es kein Patentrezept. Wir müssen eine hohe Leidenschaft und Laufbereitschaft an den Tag legen, müssen kompakt stehen und die Räume eng machen. Wir müssen versuchen, besonders Kagawa und Götze, die wirklich außergewöhnliche Spieler sind, auszuschalten.

SPORT1: Im defensiven Mittelfeld werden Sie wohl öfters auf Überflieger Mario Götze treffen. Wissen Sie, wie man ihn stoppen kann?

Feulner: Wir müssen versuchen Mario immer zu doppeln und die Räume gegen ihn eng zu machen. Da ist die ganze Mannschaft gefragt und muss dementsprechend reagieren, wenn er den Ball hat. Dann kann man auch einen Mario Götze für ein Spiel zumindest so ausschalten, dass er nicht die ganz großen Aktionen hat.

SPORT1: Sie sagten, Jürgen Klopp und Dieter Hecking hätten im Spiel gegen den Ball die gleichen Vorstellungen. Können Sie das erklären?

Feulner: Ich musste bei meiner Zeit in Dortmund sehr viel Disziplin im Spiel gegen den Ball an den Tag legen. Das erreicht man besonders durch eine immense Laufbereitschaft. Hier in Nürnberg verordnet Dieter Hecking bei gewissen Grundformationen genau das Gleiche. Gut defensiv gegen den Ball stehen und dann schnell umschalten. Da sind sich ihre Systeme sehr ähnlich.

SPORT1: Was ist für den 1. FC Nürnberg in diesem Jahr drin?

Feulner: Wir wollen in erster Linie Punkte gegen den Abstieg holen. Dennoch wollen wir natürlich auch für die eine oder andere Überraschung sorgen. Das wir das können, haben wir schon bewiesen. Unsere Mannschaft kann überall gewinnen und das wollen wir unseren Fans gerne auch zeigen.

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