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Marco Reus (r.) erzielte seine ersten beiden Saisontreffer © getty

Mit einer tollen Leistung und einem verdienten Sieg erobert die Borussia die Tabellenspitze. Der VfL zeigt sich indisponiert.

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach ist zumindest bis Samstagnachmittag Tabellenführer der Bundesliga.

Der fünfmalige deutsche Meister gewann gegen den bisherigen Angstgegner VfL Wolfsburg hochverdient mit 4:1 (3:1) und legte damit den besten Saisonstart seit 16 Jahren hin. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sieben Punkte nach drei Spieltagen hatte Gladbach zuletzt 1995 auf dem Konto.

Marco Reus mit einem Doppelpack (15. und 67.), Filip Daems per Foulelfmeter (32.) und Raul Bobadilla (45.) besorgten Klubpräsident Rolf Königs ein passendes Geschenk zum 70. Geburtstag.

Makoto Hasebe (12.) hatte die von Felix Magath trainierten Gäste in Führung gebracht. 443246(DIASHOW: Der 3. Spieltag)

Mit dem Heimsieg beendete die Borussia auch eine schwarze Serie: Von den vorherigen sieben Duellen mit Wolfsburg hatte Gladbach sechs verloren.

"Haben uns den Jubel verdient"

"Heute haben wir den Jubel der Fans verdient", sagte Borussia-Trainer Lucien Favre:

"Wir haben gut gespielt. Vielleicht hat es uns gut getan, das 0:1 zu bekommen. Wir haben sofort reagiert. Wir waren klar die bessere Mannschaft, es hätte höher als 4:1 ausgehen können."

Thomas Hitzlsperger war nach seinem misslungenen Bundesliga-Debüt für die "Wölfe" bedient. "Mönchengladbach war ein sehr guter Gegner, aber nach dem 1:0 müssen wir anders spielen", sagte er.

Wolfsburg-Kapitän Christian Träsch ergänzte: "Wir haben zwei unglückliche Gegentore bekommen - das zieht einen runter. Aber dann haben die einfachsten Dinge nicht geklappt, und so darf man nicht auftreten."

Keine Akzente von "Hitz"

Vor 43.224 Zuschauern im Borussia-Park begann Wolfsburg mit dem erst am Mittwoch verpflichteten Hitzlsperger.

Der Ex-Nationalspieler rutschte für den angeschlagenen Patrick Ochs in die Startelf, konnte bei seinem Debüt aber kaum Akzente setzen.

Besonders in der Rückwärtsbewegung leisteten die "Wölfe" sich zu viele Unachtsamkeiten gegen die spritzigen und wacheren Gastgeber.

Patzer von Kjaer

Dabei präsentierten sich die Niedersachsen zunächst gut erholt vom unglücklichen 0:1 gegen Bayern München am vergangenen Wochenende und gingen früh in Führung.

Doch ein Patzer von Simon Kjaer leitete nur drei Minuten später die Wende ein.

Der Däne, der zuletzt mit dem italienischen Erstligisten AS Rom in Verbindung gebracht wurde, vertändelte gegen Bobadilla leichtsinnig den Ball. Der Argentinier bediente den mitgelaufenen Reus, der mühelos einschob.

Deutliches Übergewicht für Gladbach

Anschließend nahm die Mannschaft von Trainer Lucien Favre, der Havard Nordtveit für den gesperrten Roel Brouwers in die Innenverteidigung postiert hatte und Thorben Marx zum Startelf-Debüt verhalf, das Heft in die Hand.

Die Borussia überbrückte das Mittelfeld immer wieder mit schnellen Spielzügen und erspielte sich ein deutliches Übergewicht.

In der 32. Minute gingen die Fohlen schließlich durch das zweite Saisontor von Kapitän Daems per Strafstoß in Führung. Der für den angeschlagenen Hasan Salihamidzic eingewechselte Michael Schulze hatte zuvor Reus im Strafraum zu Fall gebracht.

Wolfsburg völlig indisponiert

Kurz vor der Pause erhöhte der starke Bobadilla, der erneut den verletzten Igor de Camargo ersetzte, aus kurzer Distanz per Kopf zum 3:1.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich Wolfsburg völlig indisponiert und überließ den Hausherren das Feld.

Die Defensive wackelte bedenklich und ließ Chancen beinahe im Minutentakt zu: Bobadilla (50.), Roman Neustädter (52.) und Juan Arango mit einem Pfostentreffer (53.) verpassten jedoch zunächst das vierte Tor.

Besser machte es Reus, der einen Spielzug wie aus dem Lehrbuch mit einer Direktabnahme nach Außenrist-Flanke von Arango zur Entscheidung abschloss.

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