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Stefan Kießling (r.) debütierte 2002 für den 1. FC Nürnberg in der Bundesliga © getty

Leverusen zeigt eine coole Vorstellung und lässt Stuttgart keine Chance. Kießling beendet eine Durststrecke. Ballack schaut zu.

Stuttgart - Obwohl die Diskussion um Michael Ballack durch seine erneute Degradierung zum Reservisten neue Nahrung erhalten hat, bleibt der VfB Stuttgart der Lieblingsgegner von Bayer Leverkusen.

Der Vizemeister setzte sich am 3. Spieltag dank des Treffers von Stefan Kießling (28.) mit 1:0 (1:0) bei den Schwaben durch und feierte den 27. Punktspielsieg gegen den VfB. Gegen kein anderes Team konnte Bayer derart oft gewinnen.

Auch Nationalstürmer Stefan Kießling bestätigte seinen Ruf als personifizierter Schwabenschreck. Der Torjäger nutzte eine Fehler des Stuttgarter Torwarts Sven Ulreich zum entscheidenden Treffer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt. Das 1:0 war die Konsequenz daraus. Wir standen vor allem in der Zentrale sehr stabil. Dass wir bei der Hitze den Gegner in der zweiten Halbzeit kommen lassen, ist normal. Die Mannschaft hat aber eine unglaubliche Leidenschaft gezeigt", zeigte sich Leverkusens Robin Dutt zufrieden.

Kießling beendet Durststrecke

Kießling erzielte in den zurückliegenden fünf Partien gegen den VfB acht Tore und beendete mit seinem ersten Auswärtstor seit eineinhalb Jahren - auch damals in Stuttgart. 443246(DIASHOW: Der 3. Spieltag)

Vor 53.000 Zuschauern bestimmten die Leverkusener in der Anfangsphase das Geschehen.

Trotz der großen Hitze waren die Gäste, bei denen neben Nationaltorwart Rene Adler auch Ersatzkeeper Fabian Giefer, Bastian Oczipka und Tranquillo Barnetta fehlten, das aktivere Team.

Besonders agil zeigte sich Kapitän Simon Rolfes, der für Ballack spielte. Der bis zum Jahresende von Stuttgart nach Leverkusen ausgeliehene Torwart Bernd Leno hatte zunächst nichts zu tun.

Wenige Chancen

Die Stuttgarter wirkten zu Beginn unkonzentriert. Die Mannschaft von Bruno Labbadia, der die Leverkusener in der Saison 2008/09 betreute, leistete sich zahlreiche Fehler im Spielaufbau.

Allerdings konnten sich auch die Leverkusener trotz ihres gefälligen Spiels zunächst keine Chancen erarbeiten.

Das Team des neuen Trainers Robin Dutt konnte erst in der 14. Minute durch einen Kopfball von Innenverteidiger Ömer Toprak ein wenig Gefahr verbreiten.

Zwei Minuten später musste auf der Gegenseite erstmals Leno bei einem Schuss von Nationalstürmer Cacau eingreifen.

Ulreich patzt

Nach knapp 20 Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes, aber schwaches Spiel. Den Akteuren auf beiden Seiten schien die Hitze große Probleme zu bereiten, temporeiche Szenen waren Mangelware.

Auch der Treffer Kießlings resultierte nicht aus einem gelungenen Angriff, sondern aus einem Patzer Ulreichs. Der Keeper ließ einen Schuss des Tschechen Michal Kadlec nach vorne abprallen, Kießling staubte ab.

VfB fehlen die Mittel

Nach dem Rückstand agierte der VfB hektisch. Die Stuttgarter, die sich in dieser Phase den Unmut der eigenen Zuschauer zuzogen, fanden kein Mittel gegen die starke Defensive der Gäste.

"Das Spiel lief wie erwartet. In der ersten Halbzeit haben wir kaum Chancen zugelassen. Bei uns hat Ruhe gefehlt. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft alles probiert. Es sind auch einige Bälle durch den Strafraum gesegelt, die klaren Chancen haben aber gefehlt", bilanzierte VfB-Coach Bruno Labbadia.

Die Leverkusener hätten die Schwäche der Gastgeber noch vor der Pause zu einem zweiten Treffer nutzen können, in der Offensive fehlte aber die nötige Entschlossenheit.

Boulahrouz fliegt

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Stuttgarter mit größerem Elan aus der Kabine, die Hektik und Ungenauigkeit im Offensivspiel blieb den Schwaben allerdings treu.

Da sich die Leverkusener gleichzeitig auf die Verwaltung des Vorsprungs konzentrierten und nur selten zu gefährlichen Kontern ansetzten, blieb das Niveau der Partie überschaubar.

Der Leverkusener Sidney Sam vergab in dieser Phase die beste Gelegenheit (56.). Stuttgarts Khalid Boulahrouz (90.+1) sah die Gelb-Rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens.

Beste Spieler aufseiten der Gäste waren Rolfes und Lars Bender. Beim VfB konnten der bemühte Cacau und der Serbe Zdravko Kuzmanovic überzeugen.

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