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Der holländische Angreifer Ryan Babel (M.) kam 2010 zu 1899 Hoffenheim © getty

Mit angezogener Handbremse feiert 1899 gegen Augsburg den zweiten Sieg in Folge und klettert. Zwei Elfmeter sorgen für Aufregung.

Augsburg - 1899 Hoffenheim hat den Sieg gegen Meister Borussia Dortmund vergoldet.

Die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski gewann am 3. Spieltag der Bundesliga beim Neuling FC Augsburg 2:0 (1:0) und setzte sich in der Spitzengruppe fest (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Hoffenheim kam aufgrund der höheren individuellen Qualität zum ersten Auswärtssieg der Saison, der aber ein wenig glücklich war. Augsburg kassierte dagegen die erste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte.

"Wir sind in den ersten 15, 20 Minuten vom Tempo der Hoffenheimer überspielt worden. Ihre Überlegenheit war aber am Sechzehner zu Ende. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft fast das Maximale herausgeholt. Heute fehlten uns beim lieben Gott zwei, drei Zentimeter. Aber was die Mannschaft leistet, ist nur noch schwer zu toppen. Jeder hat seine Leistungsgrenze gesucht", sagte Augsburgs Trainer nach der Partie.

Stanislawski: "Das erfreut mein Trainerherz"

Für die in der ersten Halbzeit in vielen Belangen dominierenden Gäste gelang dem Niederländer Ryan Babel bereits in der 5. Minute das 1:0 443246(DIASHOW: Der 3. Spieltag).

Nicht nur die frühe Führung erfreute Hoffenheims Trainer:

"In der ersten Halbzeit haben wir eine richtig starke Partie gezeigt. Die Art und Weise, wie wir da Fußball gespielt haben, erfreut mein Trainerherz. Wir haben nur zu wenig aus der Überlegenheit gemacht. Das Spiel hätte dann kippen können, da merkte man, dass die Mannschaft noch nicht so gefestigt ist. Wir dürfen nie vergessen, dass es in den 90 Minuten darum geht, Tore zu schießen", so Holger Stanislawski.

Werner trifft den Pfosten

Die nie aufgebenden Augsburger vergaben in der 59. Minute die große Ausgleichschance, als Stürmer Sascha Mölders einen Foulelfmeter nicht verwandelte.

Der gerade eingewechselte Tobias Werner hatte später Pech mit einem Pfostentreffer (70.). Mitten in die Drangphase entschied Sejad Salihovic mit einem Foulelfmeter die Partie (75.) für Hoffenheim.

TSG vergibt viele Chancen

1899 verpasste es lange Zeit, die sichtbare Überlegenheit auszunutzen. Augsburg hatte große Probleme gegen die ballgewandten Gäste, die aber oft zu verspielt waren.

Mit einer Leistungssteigerung nach der Pause waren die plötzlich kampfstarken Schwaben nahe dran, dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Hoffenheim begann flinker und zielstrebiger als der FCA. Der Aufsteiger fand zunächst keinen Rhythmus. Beinahe zwangsläufig ging der Dortmund-Bezwinger in Führung.

Als Babel etwa 30 Meter vor dem Tor zu einem Solo ansetzte, stand die Augsburger Defensive brav Spalier. Der 24-Jährige ließ dann FCA-Keeper Simon Jentzsch mit einem Rechtsschuss keine Abwehrmöglichkeit.

FCA mit viel Respekt

Beim FCA reihte sich indes weiter Fehlpass an Fehlpass. Die Elf von Trainer Jos Luhukay lieferte bis zur Pause die bisher schwächste Vorstellung der Saison.

Hoffenheim war nahezu in jeder Aktion gedankenschneller - große Chancen blieben dennoch lange aus, obwohl Sebastian Rudy und Salihovic das Spiel geschickt lenkten.

Nach knapp 20 Minuten präsentierte sich Augsburg etwas aggressiver, Hoffenheim leistete sich im Gefühl der Überlegenheit manch leichtfertigen Ballverlust. Während der Gastgeber aber lange nicht eine wirkliche Torchance hatte, prüfte Chinedu Obasi Jentzsch zumindest einmal (21.). Erst Daniel Baier schoss gefährlich auf das Tor von Tom Starke (36.).

Salihovic mit der Entscheidung

Augsburg kam wesentlich schwungsvoller aus der Kabine und versuchte, die Unkonzentrierten des Gegners mit schnellen Gegenstößen auszunutzen. Immer wieder machte dabei Spielmacher Baier auf sich aufmerksam. Hoffenheim wurde zunehmend passiver.

Aber auch Mölders, der zuletzt so treffsicher gewesen war, hatte zu wenig Durchschlagskraft. Salihovics Tor nach einem Foul an Fabian Johnson machte alles klar.

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