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Der polnische Mittelfeldspieler Slawomir Peszko (r.) spielt seit 2011 beim 1. FC Köln © getty

In einem kämpferischen Kellerduell teilen sich die "Geißböcke" und Lautern die Punkte. Köln bleibt weiter ohne Saisonsieg.

Köln - Die Durststrecke geht weiter, die Krise verschärft sich:

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln wartet weiter auf den ersten Saisonerfolg und den ersten Heimsieg über Angstgegner 1. FC Kaiserslautern seit 22 Jahren.

Im Heimspiel gegen die Pfälzer kamen die Rheinländer ohne den erkrankten Nationalspieler Lukas Podolski nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und bleiben damit unter dem neuen Trainer Stale Solbakken sieglos am Tabellenende (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Wir waren die bessere Mannschaft", sagte Kölns Coach bei LIGAtotal!: "Wir haben nicht viel Glück im Moment, aber wir müssen so weiterarbeiten. Es geht besser und besser. Heute hatten wir ein bisschen Probleme mit den Standardsituationen. Aber im Spiel hatten wir die Kontrolle. Wir gehen in die richtige Richtung, aber ein Punkt in drei Spielen ist nicht gut! Der Druck ist immer hier im Moment."

Kurz: "Waren zu unsauber"

Auch Lauterns Trainer Marco Kurz sah die Gastgeber im Vorteil: "Köln hatte mehr Momente im Spiel. Wir waren im finalen Ball zu unsauber. Über das gesamte Spiel können wir mit dem einen Punkt zufrieden sein."

Auch Kaiserslautern hilft das Unentschieden nicht weiter, die Lauterer warten ebenfalls noch auf den ersten Dreier. Für Lautern traf Ivo Ilicevic (17.) zum 1:0, zwei Minute später glich Kölns Mato Jajalo mit dem ersten Heimtor des FC in dieser Saison aus 443246(DIASHOW: Der 3. Spieltag).

Eichner muss genäht werden

Die umkämpfte, aber spielerisch mäßige Partie hatte mit einem doppelten Rückschlag für den Tabellenletzten begonnen.

Zunächst musste Linksverteidiger Christian Eichner nach einem Zusammenprall mit Lauterns Konstantinos Fortounis blutüberströmt ausgewechselt werden (6.). Eichner zog sich eine Platzwunde über dem linken Auge zu und musste genäht werden.

Ilicevic mit der Führung für die Gäste

Elf Minuten später dann der nächste Schock. Ilicevic brachte Kaiserslautern nach Flanke von Florian Dick in Führung, doch der Jubel währte nur kurz. Jajalo schlug für die Geißböcke umgehend zurück.

Nach der hektischen Anfangsphase übernahm Kaiserslautern zunächst das Kommando und war lange Zeit das gefährlichere Team.

Varvodic rettet mehrmals

Martin Amedick und Rodnei scheiterten jeweils mit Kopfbällen (24. und 28.) an FC-Schlussmann Miro Varvodic, der den verletzten Stammtorhüter Michael Rensing ersetzte.

Nach den beiden deutlichen Pleiten zum Saisonstart gegen Wolfsburg und auf Schalke zeigte sich Köln zwar verbessert, konnte aber dennoch nicht überzeugen. In der Offensive ging der FC fahrlässig mit den Chancen um, die Defensive wackelte einige Male bedenklich.

Auch Lautern war alles andere als sattelfest. Beide Mannschaften leisteten sich zudem viele Fehler im Spielaufbau.

"Nova" mit zahlreichen Chancen

Köln war nach der hektischen Anfangsphase erst gegen Ende der ersten Halbzeit aufgewacht, kam dann aber durch Milivoje Novakovic und Adil Chihi zu besten Möglichkeiten.

Novakovic scheiterte im Nachsetzen an FCK-Torwart Kevin Trapp. Auch Chihi konnte den Lauterer Schlussmann nicht überwinden, als er Trapp völlig frei an die Brust schoss (45.+1). Zudem wurde ein Tor von Milivoje Novakovic wegen Abseits nicht anerkannt (44.).

Jajalo scheitert knapp

Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich beide Teams nichts, leisteten sich aber auch erneut viele Fehler. Jajalo setzte den Ball in der 52. Minute aus zehn Metern am langen Eck vorbei, auf der Gegenseite schob Fortounis nach Rückpass von Itay Shechter aus 12 Metern deutlich über das FC-Tor. Novakovic setzte den Ball aus sechs Metern rechts am Pfosten vorbei (73.).

Vor dem Spiel hatten die Geißböcke den Abgang von Ex-Kapitän Youssef Mohamad bestätigt, der nach Dubai zu Al Ahli wechselt. Für den Libanesen verpflichtete der FC unmittelbar vor dem Heimspiel gegen Kaiserslautern den 26 Jahre alten Henrique Sereno vom Europa-League-Sieger FC Porto.

Beste Spieler bei Köln waren Torschütze Jajalo und der kampfstarke Sascha Riether, bei Kaiserslautern überzeugten Torhüter Trapp und der agile Shechter.

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