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Raul wechselte im Sommer 2010 von Real Madrid zum FC Schalke 04 © getty

Der Spanier bricht vor Schalkes Auftritt in Mainz sein Schweigen - und beendet die Spekulationen. Manager Heldt ist erleichtert.

Von Matthias Becker

München/Mainz - Superstar Raul wird seinen Vertrag bei Schalke 04 in dieser Saison erfüllen.

Das sagte der 34-jährige Stürmer am Sonntagmorgen vor dem Spiel des Pokalsiegers beim FSV Mainz 05 der spanischen Nachrichtenagentur "EFE". (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Am Samstagabend hatte sich Raul mit seinem Berater Gines Carvajal und Schalke-Manager Horst Heldt zu einem klärenden Gespräch getroffen.

"Ich fühle mich hier wie zu Hause. Es ist eine Ehre für mich, in der Bundesliga zu spielen", ließ Raul verlauten und räumte damit Gerüchte über einen baldigen Abschied aus dem Weg.

Normales Verhältnis zu Rangnick

Vergangene Woche hatte der Spanier einen Wechsel zu den Blackburn Rovers abgelehnt. Da er am Donnerstag nicht mit Schalke zum Europa-League-Hinspiel bei HJK Helsinki gereist war, hielten die Wechsel-Spekulationen an.

"Die Gespräche haben meine Berater geführt, ich habe mich immer auf meine Arbeit konzentriert", sagte Raul zu den Entwicklungen der kommenden Woche.

Mit Coach Ralf Ragnick verbinde ihm ein ganz normales Trainer/Spieler-Verhältnis. "Wie sind alle darauf konzentriert, in dieser Saison gemeinsam das Beste für Schalke zu erreichen", versicherte der Stürmer.

Heldt erleichtert

"Wir freuen uns sehr, dass Raul sich entschieden hat auf Schalke zu bleiben. Wir waren nie dafür, dass er den Verein wechselt. Es gab mehrere Anfragen, das hat uns sein Berater auch bestätigt. Aber er ist glücklich und möchte bleiben", erklärte Heldt:

"Wir sind froh, dass wir das Kapitel beenden können."

Einzelgespräch mit Rangnick

Trainer Ralf Ragnick war beim Gespräch mit Raul nicht anwesend. "Das Gespräch habe ich geführt, weil das auch meine Aufgabe ist. Wir haben uns vor und nach dem Gespräch ausgetauscht und es gab auch noch mal ein Einzelgespräch zwischen Raul und dem Trainer", stellte Heldt klar.

Der Manager wollte aber gar nicht verhehlen, dass es zuletzt auch Unstimmigkeiten zwischen dem hochdekorierten Stürmer und der sportlichen Führung gab.

"Wir haben die Vergangenheit aufgearbeitet. Es war ein wichtiges Gespräch. Er hat auch noch mal herausgestellt, dass die Entscheidung nicht mit nach Helsinki zu fahren eine gemeinsame war und dass er keine Probleme mit dem Trainer hat", erklärte Heldt. (GAMES: Der SPORT1-Tipp-König)

Das bestätigte auch Raul. "Ich kann zwar verstehen, dass verschiedenste Dinge hineininterpretiert wurden, weil vielleicht Hintergrundwissen fehlte, aber ich hatte mit dem Trainer gesprochen und wir hatten gemeinsam entschieden, dass ich eine Ruhepause einlege und spezielles, individuelles Training absolviere", sagte er.

Raul: Schalke-Fans außergewöhnlich

Der Stürmer lobte vor allem die Schalker Fans überschwänglich. "Die Zuneigung, die mir die Fans von Schalke entgegen bringen ist außergewöhnlich und unvergesslich", schwärmte er.

Zudem fühle er sich mit seiner Familie seit dem Wechsel von Real Madrid nach Schalke im vergangenen Sommer sehr wohl:

"Meine Frau und meine Kinder sind komplett in das Leben in Deutschland integriert."

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