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Franck Ribery kam im Sommer 2007 von Olympique Marseille nach München © getty

Zum Ende brilliert Bayerns Mittelfeld-Juwel Franck Ribery sogar in rosa Schuhen. Für Sport1.de ist er Spieler der Hinrunde:

Von Christian Paschwitz

München - Der Ritterschlag kommt von höchster Stelle. Frankreichs Fußball-Idol Zinedine Zidane höchstselbst überschüttete Bayerns Superstar Franck Ribery kürzlich mit Lob: "Er ist einfach großartig, herausragend. Mit allem was er tut"

Der große Zizou adelt Franck, le filou - den Tausendsassa auf dem Rasen, den Hans Dampf(-macher) in allen Gassen.

Zidane trifft damit den Nagel auf den Kopf wie früher die eigenen Geniestreiche den Geschmack des verzückten Publikums.

So wie für fußballerische Weltklasse nun Ribery steht: Der 25-jährige Franzose (Porträt) in Diensten des FC Bayern hat die Hinrunde geprägt wie kaum ein anderer Akteur.

Tempo-Dribblings zum Zungeschnalzen auf der linken Außenbahn, geniale Pässe, immer eine Auge für den Mitspieler - und obendrein Mann der wichtigen Tore wie zum Beispiel bei den 2:1-Siegen in Frankfurt und auf Schalke.

Raffinesse und Aufholjagd

Zweifelsohne: Ohne Riberys Raffinesse (und seine sechs Tore und zwei Vorlagen in elf Spielen) hätten die Bayern nach verkorkstem Saisonstart nicht mehr zur großen Aufholjagd im Kampf um die Herbstmeisterschaft geblasen.

Erst als der 1,70 Meter große Irrwisch nach zweimonatiger Verletzungspause Ende September zurückkehrte (Syndesmose-Anriss bei der EM), kam auch der Rekordmeister, zwischenzeitlich Rang-Elfter, auf Touren.

"Er ist jeden Euro wert", sagt Manager Uli Hoeneß immer wieder über den teuersten Einkauf der Bayern-Geschichte, über diesen 25-Millionen-Euro-Transfer, der aus ärmlichen Verhältnissen und dem kleinen Ort Boulogne-sur-Mer am Ärmelkanal stammt, dort einst als Bauarbeiter schuftete.

Versuchung heißt Real und Barca

Natürlich tun die Bayern-Bosse alles, um ihren "Kaiser Franck" (Vertrag bis 2011) so lang wie möglich zu halten. Am liebsten würden sie ihm einen Vertrag auf Lebenszeit anbieten. Weltklubs wie Real Madrid und der FC Barcelona locken jedoch.

Die Fans lieben ihn sowieso. Wegen seiner quirligen wie trickreichen Auftritte, genauso aber auch wegen seines Schabernacks und optischer Extravaganzen:

Als Ribery kützlich mit rosa Schuhen brillierte, war aus Zidanes Filou ruckzuck "Pink Franck" geworden.

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