In seiner SPORT1-Kolumne spricht Huub Stevens über die Situation beim HSV und unterstützt die Arbeit der Verantwortlichen.

Hallo Fußball-Freunde,

Der Hamburger SV ist mit 0:5 in München unter die Räder gekommen. Viele Fans befürchten sogar schon den ersten Abstieg des HSV in der Bundesliga-Geschichte.

Sogar über Trainer Michael Oenning wurde schon diskutiert. Ich weiß zwar nicht, wie Oenning arbeitet, aber man muss nicht nach drei Spieltagen über eine Trainerentlassung sprechen. Das ist lächerlich.

Der HSV hat sich für einen Weg entschieden und muss diesen nun gehen. Alles andere wäre nicht richtig.

Man muss den Verantwortlichen die Zeit geben, eine neue, junge Mannschaft aufzubauen. Die jungen Spieler wie Michael Mancienne, Jeffrey Bruma oder Gökhan Töre haben viel Talent, aber noch nicht die Erfahrung.

Diese Erfahrung sammeln sie nun. Dabei geht der HSV ein gewisses Risiko ein. Routinierte Spieler wie Joris Mathijsen oder Ze Roberto wurden abgegeben, dadurch hat die Mannschaft Qualität in der Defensive eingebüßt. Da kann so etwas wie der verunglückte Saisonstart schon mal passieren.

Natürlich möchte man gerne oben mitmischen. Das ist nach der Neuorientierung aber schwierig. Aber absteigen will man auch nicht. Denn das wäre eine Katastrophe.

Ich glaube aber nicht, dass der HSV zu den Abstiegskandidaten zählt. Denn dafür hat die Mannschaft zu viel Qualität.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Hamburger gegen starke Dortmunder und zuletzt gegen gute Bayern verloren haben. Nun kommt das wichtige Heimspiel gegen den 1. FC Köln, da kann und muss die Mannschaft vieles wieder gerade rücken.

Bis dahin müssen die Verantwortlichen versuchen, den Spieler das Selbstvertrauen zu geben, das ihnen nach der Niederlage in München sicherlich fehlt. Denn auch die Kölner müssen gewinnen.

Auf der anderen Seite der Tabelle steht Borussia Mönchengladbach. Es ist natürlich schön für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre, dass sie nach drei Spieltagen die Bundesliga anführt.

Man muss das aber nicht überbewerten. Denn die Borussia hatte Gegner, die man schlagen kann. Aber ich denke schon, dass es nach dem Abstiegskampf in der vergangenen Saison diesmal weiter nach oben gehen kann.

Und wenn die Mannschaft von Trainer Lucien Favre am Ende vielleicht sogar ein Wörtchen um die internationalen Plätze mitreden könnte, wäre das natürlich eine tolle Sache für die Borussia.

Bis nächste Woche,Euer Huub Stevens

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