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Gemeinsam weiter in Köln: Trainer Stale Solbakken (r.) und Lukas Podolski © getty

Köln bestätigt ein Angebot von Galatasaray, lehnt die Offerte aber ab. Sportchef Finke gibt zudem ein Bekenntnis zum Trainer ab.

Köln - Die Mannschaft belegt auch nach dem 3. Spieltag 443246(DIASHOW: Der 3. Spieltag) mit nur einem Zähler den letzten Platz - aber zumindest im Kampf um sein fußballerisches Aushängeschild vermeldete der 1. FC Köln am Montag einen Sieg nach Punkten.

Am Montagmorgen sei "eine offizielle Verhandlungsanfrage von Galatasaray Istanbul für den Spieler Lukas Podolski in der Geschäftsstelle des 1. FC Köln eingegangen", hieß es in einer Presseerklärung der Rheinländer (Bericht: Wirbel um Podolski).

Der Verein habe "umgehend reagiert und entsprechend der Äußerungen verschiedener Verantwortlicher vom Wochenende erklärt, kein Interesse an Gesprächen über einen Wechsel zu haben."

Ferner gehe der 1. FC Köln "weiter fest davon aus, dass Lukas Podolski als wichtiger Offensivspieler seinen Vertrag mit dem Klub erfüllt."

Ex-Daum-Assi wollte Podolski abwerben

Pikant: Ayhan Tumani, ehemals Praktikant beim 1. FC Köln und danach Assistent des früheren FC-Trainers Christoph Daum bei Fenerbahce Istanbul, sollte Podolski im Auftrag von Galatasaray abwerben.

"Er hat Lukas Podolski auf dem Parkplatz angesprochen, ob er an einem Wechsel interessiert sei. Vorher hatte er ein paar Mal bei mir angerufen, aber erst dann habe ich mich zurückgemeldet", erzählte Sportdirektor Volker Finke laut "Express".

Tunami habe sich "als Unterhändler von Galatasaray vorgestellt, der ausloten wollte, ob ein Transfer von Lukas möglich sei. Ich habe ihm gleich gesagt: Es gibt kein Interesse Lukas Podolski zu verkaufen. Es gibt keine Schmerzgrenze. Und keinen Gesprächsbedarf."

Freundschaftsdiesnt für Galatasaray-Boss

Tunami selbst erklärte, er sei "kein Berater oder Interessenvertreter, ich bin Trainer. Ich wurde von Adnan Öztürk, dem Vize-Präsidenten von Galatasaray gebeten, bei Herrn Finke wegen Podolski anzufragen, weil ich in Köln lebe und ihm freundschaftlich verbunden bin.

Nach dem Gespräch mit Finke habe er Öztürk informiert, das "null Interesse von Seiten des FC an einem Transfer von Lukas besteht."

"Weder Interesse noch eine Chance für Gespräche"

Als Ablöse für den Nationalspieler waren neun Millionen Euro im Gespräch, doch bereits am Sonntag hatten die Verantwortlichen einem Wechsel Podolskis einen Riegel vorgeschoben.

"Wir wollen Lukas Podolski ohne Wenn und Aber halten. Es gibt weder ein Interesse noch eine Chance für Gespräche", hatte Finke betont.

Finke: Klares Bekenntnis zu Solbakken

Der Sportchef gab derweil ein klares Bekenntnis zu Trainer Stale Solbakken ab, der mit zwei Niederlagen und einem Remis einen Fehlstart in der Bundesliga hingelegt hatte.

"Wir haben Solbakken für mindestens 68 Spiele geholt und nicht für zwei oder drei. Ich verspreche ihnen, dass er mindestens diese 68 Spiele unser Trainer ist", meinte Finke laut Angaben verschiedener Kölner Medien.

Ein Schicksalsspiel für den Norweger soll die Partie beim Bundesliga-Dino demnach nicht werden.

Kellerduell in Hamburg

Am kommenden Samstag könnte der FC die Rote Laterne mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten Hamburger SV an die Norddeutschen abgeben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Solbakken war zu Saisonbeginn vom dänischen Serienmeister FC Kopenhagen zu den Kölnern gewechselt und besitzt einen Zweijahresvertrag bis 2013.

Mit Podolski-Toren aus der Krise?

Auch Podolskis Vertrag läuft noch zwei Jahre. Momentan sieht es so aus, als könnten sich die Kölner Fans auch weiterhin an ihrem Publikumsliebling erfreuen.

Ein Siegtor für den FC am kommenden Wochenende wäre ein perfekter Vertrauensbeweis - und ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus dem Tabellenkeller.

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