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Seit 2006 spielt Mark van Bommel für den FC Bayern © getty

Der FC Bayern ist zuversichtlich, Kapitän Mark van Bommel, Ze Roberto und Bastian Schweinsteiger in München halten zu können.

Von Mathias Frohnapfel

Stuttgart/München - Der FC Bayern arbeitet weiter intensiv an der Personalplanung für die kommende Saison.

Besonders im Fokus steht dabei Kapitän Mark van Bommel, der ein erstes Angebot der Münchner vorliegen hat.

Auch bei seinem Nebenmann Ze Roberto sind die Münchner zuversichtlich, dass er seinen ebenfalls am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern wird.

"Sein Berater hat erklärt, dass Ze Interesse hat, bei Bayern München zu bleiben", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 2:2 am Samstag in Stuttgart (zum Nachbericht).

Mit viel Optimismus begleiten die Münchner auch die Gespräche mit Bastian Schweinsteiger.

"Wir gehen davon aus, dass wir nächste Woche bekanntgeben, dass er bei uns bleibt", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Auch Rummenigge sieht seinen Klub "auf einen guten Weg".

Beckenbauer für van Bommel

Offen ist dagegen, wie sich van Bommel entscheiden wird. In Franz Beckenbauer hat der Niederländer aber einen prominenteren Fürsprecher.

Der Meister hat dem 31-Jährigen jedoch vor wenigen Tagen ein erstes Angebot für eine Verlängerung des im Sommer endenden Kontrakts unterbreitet.

"Er ist Kapitän, eine Persönlichkeit und in einer guten Verfassung. Das ein oder andere Jahr kann er noch dranhängen", sagte Beckenbauer bei "Premiere".

"Ich denke, er bleibt"

Dass van Bommel dennoch gehen könnte, mag der "Kaiser" nicht glauben.

"Wo will er denn hin? Ich denke, er wird bleiben. Natürlich hat ein Spieler wie er einen Markt", meinte Beckenbauer.

Der Bayern-Präsident ist schon jetzt überzeugt, dass van Bommel auch in Zukunft seine markante Spielweise im Bayern-Dress vorträgt.

Denn: "Er wäre gut beraten zu bleiben. Durch die Kapitänsbinde ist er stabiler und stärker geworden. Die Mannschaft akzeptiert ihn, er hat sich Gehör verschafft."

Angebot bis 2010

Für den Bayern-Präsident ist auch klar, dass sein Verein van Bommel eine annehmbare Offerte unterbreitet hat. "Der FC Bayern braucht diese Tricks nicht", sagte er im DSF-Doppelpass.

Und er verriet, dass van Bommel ein Ein-Jahres-Vertrag angeboten worden sei.

Van Bommel selbst sprach am Samstagabend im Bauch der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena über seine Zukunftsplanung.

Keine Angst vor Timoschtschuk

Mit Selbstvertrauen ging er auch auf den als Nachfolger gehandelten Anatoli Timoschtschuk ein, den Kapitän von Zenit St. Petersburg. "Ich habe keine Angst vor einem anderen Spieler, egal, wo der herkommt. Soll der sich auf die Bank setzen", meinte er.

Auf seine Entscheidung pro oder contra Bayern werde ein möglicher Zugang für die Sechserposition keinen Einfluss haben.

"Ich bin überzeugt von mir. Natürlich hat man auch mal eine Phase von drei, vier Spielen, wo man schlecht spielt, aber dann kommt man wieder zurück nach oben."

In der Winterpause, kündigte van Bommel an, werde er "gemeinsam mit meiner Familie" über das Angebot nachdenken.

Van Bommel als gelehriger Schüler

Der 31-Jährige erfüllte zuletzt immer besser die Aufgaben, die ihm Trainer Jürgen Klinsmann vorgibt: Einfach zu spielen, möglichst wenig Bälle im Mittelfeld verlieren und die Zweikämpfe - wenn möglich - ohne Fouls bestreiten.

Dafür spricht auch die Statistik: In dieser Saison kamen 83 Prozent seiner Pässe an. Von 120 Zweikämpfen gewann er auf der strategisch wichtigen Position vor der Abwehr 68 - kein schlechter, aber ein gewiss ein steigerungsfähiger Wert. (Spielerstatistik).

Olic vor dem Sprung

Angeblich soll auch der Hamburger SV Interesse an van Bommel haben, während bei den Hanseaten wiederum Ivica Olic vor dem Absprung zum FC Bayern steht.

"Mit dem Spieler aus Hamburg sind wir auch im Gespräch. Da werden wir mal schauen, ob das klappt", meinte Hoeneß.

Der kroatische Stürmer, dem auch Angebote aus Italien und Spanien vorliegen sollen, will sich in Kürze über seine Zukunft entscheiden.

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