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Stuttgarts Manager Horst Heldt (r.) würdigt den Erfolg von Teamchef Markus Babbel © getty

Horst Heldt erklärt im Interview, warum das Spiel gegen Bayern bisher Stuttgarts bestes war und was der Trainerwechsel gebracht hat.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart befreit sich nach und nach aus der Krise.

Seit der Trennung von Armin Veh sind die Schwaben wieder auf Kurs gekommen.

Nach dem 2:2 gegen den FC Bayern bleibt das Team zwar im Mittelfeld der Tabelle, aber der Kontakt nach oben ist zum Ende der Hinrunde wieder hergestellt.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Verantwortlich für Aufschwung ist vor allem ein Mann: Teamchef Markus Babbel.

VfB-Manager Horst Heldt erklärt im Interview, warum es der Mannschaft unter Babbel endlich gelingt, mit den großen Teams der Liga mitzuhalten und blickt auf die Rückserie.

Frage: Horst Heldt, der VfB Stuttgart war gegen Bayern München lange spielbestimmend, am Ende hat es aber mit etwas Glück nur noch zu einem Punkt gereicht. Sind Sie dennoch zufrieden? (Spielbericht: Khedira klaut Bayern den Sieg)

Horst Heldt: Ja, das war unser mit Abstand bestes Spiel in dieser Halbserie. Die Mannschaft hat kompakt und äußerst aggressiv gespielt, sie war in den Zweikämpfen hellwach. Dafür musste sie in der zweiten Halbzeit Tribut zollen, da kam dann auch jugendlicher Leichtsinn durch. Aber mit unbedingtem Willen hat sie sich dann den einen Punkt redlich verdient.

Frage: Die Bayern monierten aber, dass Stuttgart nur aufgrund zweier Fehlentscheidungen von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zum 2:2 gekommen sei.

Heldt: Ach, so ein Schmarrn. Die Rote Karte war doch keine spielentscheidende Szene. Und ein Foul habe ich vor dem 2:2 auch nicht gesehen. Wir waren die ganze Zeit spielbestimmend und die agierende Mannschaft. Wir haben uns den Punkt verdient, weil die Mannschaft nach dem Rückstand weiter Gas gegeben und sich nicht aufgegeben hat. Wir fühlen uns als moralischer Sieger.

Frage: Ist das auch ein Verdienst von Markus Babbel?

Heldt: Man sieht schon, dass jeder Einzelspieler aufgewertet wird, jeder das Gefühl hat, dazuzugehören. Außerdem gibt es jetzt wieder klare Ansprachen. Das ist ganz klar ein Verdient von Markus Babbel und seinem Assistenten Rainer Widmayer.

Frage: Wer war für Sie denn der beste Spieler auf dem Platz?

Heldt: Luca Toni, weil er trotz seiner Größe ziemlich oft hingefallen ist. Und Sami Khedira. Wir haben im Sommer nicht ganz umsonst mit ihm verlängert. Er spielt in unseren Planungen eine sehr wichtige Rolle.

Frage: Am Donnerstag beschließt der VfB im UEFA-Cup gegen Standard Lüttich eine turbulente Vorrunde. Was erwarten Sie von der Mannschaft?

Heldt: Das ist für uns das Spiel der Spiele. Dafür hat jeder Einzelne ein langes, hartes Jahr gearbeitet. Ich hoffe, dass die Mannschaft alles in die Waagschale wirft, um weiterzukommen, weil das für den Verein eine große Bedeutung hat.

Frage: Und dann reden Sie mit dem Deutschen Fußball-Bund über die Frage, ob Markus Babbel nun seinen Trainerschein machen muss oder nicht?

Heldt: Dazu wollen wir eigentlich gar nichts mehr sagen. Nur so viel: Wir haben bis zum 30. Juni eine Genehmigung, so mit Markus zu arbeiten. Das haben wir offiziell. Danach müssen wir mal sehen.

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