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Der Kolumbianer Elkin Soto (l.) spielt seit 2007 bei Mainz 05 © getty

Nach einem Blitztor der Mainzer kämpfen sich Hannovers EL-Helden zurück und holen ein Remis. Das Aluminium rettet drei Mal.

Hannover - Ernüchterung statt Tabellenführung:

Drei Tage nach dem Sprung in die Europa League hat es Hannover 96 erneut verpasst, sich an die Spitze der Bundesliga zu setzen. Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte spielte die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka zu Hause nur 1:1 (1:1) gegen Mainz 05 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Sami Allagui (2.) hatte Mainz frühzeitig in Führung geschossen, ehe Mohamed Abdellaoue in der 30. Minute ausgleichen konnte. Bei einem Sieg hätte 96 nach 42 Jahren erstmals wieder auf dem Platz an der Sonne gestanden 446208(DIASHOW: Der 4. Spieltag).

"Nachdem wir uns in der Anfangsphase etwas dusselig angestellt haben, haben wir uns gut reingearbeitet in das Spiel", so Slomka nach dem Spiel: "Es hat leider nicht gereicht, den entscheidenden Treffer setzen. Da müssen wir daran arbeiten, dass wir da noch etwas zielsicherer werden. Heute war es sicher auch der Müdigkeit geschuldet, da hat dann im entscheidenden Moment die Konzentration gefehlt."

"Wollen nicht meckern"

In der 69. Minute hatte erneut der starke Abdellaoue die drei Punkte vor Augen. Doch der Stürmer konnte seinem Kopfball aus fünf Metern keinen Druck verleihen.

"Es war ein gutes Bundesliga-Spiel auf hohem Niveau", resümierte auch Mainz-Coach Thomas Tuchel: "Mit fünf, sechs hochkarätigen Chancen kann man ein Auswärtsspiel auch mal gewinnen. Aber wir wollen über den einen Punkt nicht meckern, es ist auch ein gutes Zeichen, dass wir so viele Chancen herausspielen."

Hannover trotz Sevilla fit

Bereits in der Vorwoche hatte Hannover durch ein 1:1 gegen Hertha BSC Berlin Rang eins verpasst. Für Mainz vergab Eric-Maxim Choupo-Moting den Sieg (62.).

40.420 Zuschauer sahen eine muntere Bundesliga-Partie, in der sich die beiden Überraschungsmannschaften der vergangenen Saison nichts schenkten. Den Hannoveranern war das intensive Duell in Sevilla (1:1) dabei allerdings anzumerken.

Die letzte Konsequenz und Präzision, die die Mannschaft so stark machen, ließ sie gegen Mainz lange vermissen.

Noveski an den Pfosten

Die 05er agierten eine Woche nach der heftigen Schlappe gegen Schalke 04 (2:4 trotz 2:0-Führung) aus eine kompakten Defensive. Dabei war die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel stets über schnelle Konter gefährlich.

Hannover hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn Mainz mit einer Zwei- oder Dreitorevorsprung in die Kabine gegangen wäre. Allerdings ging Allagui lange verschwenderisch mit seinen Chancen um.

Aus aussichtsreicher Position vergab er gute Möglichkeiten (16. und 24.). Außerdem setzte Kapitän Nikolce Noveski einen Kopfball nur an den Pfosten (25.).

70 Sekunden bis zur Führung

Die Europapokal-Helden von 96 waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da musste Torwart Ron-Robert Zieler allerdings schon hinter sich greifen. Bereits in der zweiten Spielminute brachte Allagui die Mainzer in Führung. Nach feinem Zuspiel von Marcel Risse musste der Angreifer nur noch aus kurzer Distanz einschieben.

Dem Treffer war ein krasser Stellungsfehler von Christian Schulz vorausgegangen. Der ehemalige Nationalspieler hatte seine linke Abwehrseite völlig entblößt und so dem Gegner Raum und Zeit gegeben, um den ersten Angriff des Spiels erfolgreich abzuschließen.

Abdellaoue trifft

Allerdings zeigten sich die Gastgeber nicht lange geschockt. Nach dem Gegentor übernahmen sie zunehmend die Kontrolle über das Spiel, ohne sich zunächst zwingende Möglichkeiten zu erarbeiten.

Manuel Schmiedebach vergab aus aussichtsreicher Position (6.). Ein feiner Drehschuss von Schultz (57.) aus 17 Metern ging knapp am Tor vorbei.

Das 1:1 entstand aus einem typischen Angriff von 96. Konstantin Rausch setzte sich auf dem linken Flügel durch und brachte eine Flanke mustergültig in den Strafraum.

Dort war einmal mehr Abdellaou zur Stelle. Der Norweger ging dem Ball lehrbuchmäßig entgegen und spitzelte ihn mit der Fußspitze ins lange Eck. Neben ihm überzeugte bei 96 Pinto, Choupo-Moting und Risse waren bei Mainz die Besten.

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