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Das Tor von Raul (2. v. l.) entschied das Spiel gegen Gladbach © imago

Zum Abschluss des 4. Spieltags schlägt Schalke 04 die Gladbacher knapp, aber verdient. Der spanische Stürmer wird zum Matchwinner.

Gelsenkirchen - Ein "Stochertor" von Raul hat den Gladbacher Gipfelrausch beendet und den Schalker Höhenflug fortgesetzt.

Der spanische Weltstar entschied ein hochklassiges Duell zwischen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach mit seinem kuriosen Treffer zum 1:0 (0:0), für den er aus ganz kurzer Distanz drei Anläufe brauchte 446208(DIASHOW: Der 4. Spieltag).

Schalke zog als neuer Zweiter nach Punkten mit dem Spitzenreiter Bayern München gleich und verwehrte zugleich Mönchengladbach, den alten Rivalen nach 26 Stunden wieder vom ersten Platz zu stoßen. Die Borussen, die seit 1992 in Gelsenkirchen sieglos sind, belegen nun Rang fünf.

Rangnick sieht "fantastisches Spiel"

"So gut habe ich uns noch nie spielen sehen", sagte Schalkes Trainer Ralf Rangnick ausgelassen. "Das war ein fantastisches Spiel von beiden Mannschaften mit extrem viel Tempo."

Gäste-Trainer Lucien Favre musste die Niederlage neidlos anerkennen. "Schalke war klar besser, vor allem das Tempo war sehr, sehr hoch für uns", gestand der Schweizer. "Wir hatten zu viele unnötige Ballverluste, auch weil der Gegner sehr gut gepresst hat."

Gladbach versteckt sich nicht

In einer gutklassigen Begegnung fehlte lange nur eines - Tore. Mönchengladbach versteckte sich nicht, besonders der seit Wochen überragende Marco Reus sorgte in der sowieso schon anfälligen Schalker Defensive für Alarm.

Lewis Holtby und Kyriakos Papadopoulos standen häufig zu weit weg vom Jungstar, der nahezu jede Attacke der Gladbacher Offensive inszenierte. Nach der Halbzeit aber fand Schalke immer besser ins Spiel und fügte den Gästen schließlich durch Raul (65.) die erste Saisonniederlage zu.

Gelegentliche Konter

Mönchengladbach wurde im zweiten Durchgang phasenweise eingeschnürt und setzte nur noch gelegentliche Konter - natürlich über Reus. Nutznießer waren meist Juan Arango und Mike Hanke, die einige gute Gelegenheiten vergaben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der Schalker Torhüter Ralf Fährmann war aber fast immer auf dem Posten, ebenso auf der Gegenseite der junge Marc-Andre ter Stegen, wenn es Schalker Druckphasen zu überstehen gab. Selbst beim 1:0 parierte ter Stegen zweimal glänzend, aber Raul setzte immer wieder nach.

Mehrere Chancen nach der Pause

Dabei war der Spanier in der ersten Hälfte noch weitgehend abgemeldet gewesen, kam aber nach der Pause (50./53.) zu mehreren Chancen, sein Team in Führung zu bringen.

Klaas-Jan Huntelaar, unter der Woche Vierfach-Torschütze in der Europa League, tauchte hingegen nach einer starken Anfangsphase für lange Zeit ab, nachdem ter Stegen glänzend per Fußabwehr den Rückstand verhindert hatte (15.).

Hanke technisch zu schwach

Auf Gladbacher Seite war Hanke, der meist auf den rechten Flügel auswich, technisch zu schwach, um Schwung ins Angriffsspiel zu bringen. Wenn er doch mal gefährlich wurde, dann meist mit Kopfbällen oder Fernschüssen, zum Beispiel in der 43. Minute, als wiederum Fährmann parierte.

Dirigent war aber Reus, der das Mittelfeld mit seinen Haken und Finessen überbrückte und in der 60. Minute fast selbst das 0:1 erzielt hätte. Er vertändelte den Ball aber nach einem Solo.

Schalke das bessere Team

Ansonsten war jedoch mit zunehmendem Spielverlauf Schalke die bessere Mannschaft. Aus allen Lagen schoss das Team von Trainer Ralf Rangnick auf das Tor, viele der 61.673 Zuschauer in der ausverkauften Arena waren schon mehrmals zum Jubeln aufgesprungen, ehe Raul doch noch traf.

Der 34-Jährige war dank seiner Leistungssteigerung auch der beste Schalker Spieler neben dem agilen Flügelstürmer Jefferson Farfan. Für Gladbach überzeugten Reus und ter Stegen, der lange ein sicherer Rückhalt war und beim 0:1 nichts ausrichten konnte.

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