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Per Mertesacker kam 2006 von Hannover 96 zu Werder Bremen © getty

Werders Verteidiger heuert bei den "Gunners" an. Allofs erklärt, dass zwischen Bremen und den Londonern "alles klar" sei.

Von Andreas Kloo

München - Per Mertesackers Abschied aus Bremen steht unmittelbar bevor.

Am Dienstagvormittag verließ der Werder-Verteidiger die deutsche Nationalmannschaft und machte sich per Linienflug auf den Weg nach London, um den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren und danach einen Vertrag beim FC Arsenal zu unterzeichnen.

Als Ablöse sind zwischen neun und elf Millionen Euro im Gespräch.

"Zwischen Werder und Arsenal ist alles klar", sagte Werder-Boss Klaus Allofs nun dem "Weser-Kurier" laut einer Vorabmeldung vom Dienstagabend.

Eine offizielle Bestätigung für den Wechsel gibt es demnach zwar noch nicht, sie wird für Mittwoch erwartet, wenn auch die letzten Details des Deals geregelt sind.

Für Mittwoch ist laut Allofs auch eine Pressekonferenz in Bremen geplant.

Löw stellt Mertesacker frei

Zuvor hatte Joachim Löw seinen Routinier für den Kurz-Trip nach London freigestellt.

"Per hat mich am späten Montagabend informiert, dass ein Angebot vorliegt", teilte der Bundestrainer Joachim Löw auf der DFB-Pressekonferenz vor den Länderspielen gegen Österreich und Polen mit.

"Ich habe ihm gesagt, ich stelle dich für einen Tag frei. Ich erwarte ihn am Abend zurück, alles andere ist Sache der Vereine."

"Arsenal war immer sein Wunschverein"

"Es war seit geraumer Zeit der Wunsch von Per, seine Karriereplanung noch einmal voranzutreiben und für einen großen europäischen Klub zu spielen", sagte Allofs:

"Arsenal war immer sein Wunschverein."

Für den Vertrag bis Ende Juni 2015 soll der 26-Jährige von den "Gunners" 4,7 Millionen Euro im Jahr erhalten.

Am Wochenende hatte der 75-malige Nationalspieler, dessen Vertrag in Bremen 2012 ausläuft, zum Thema Wechselabsichten noch vielsagend angedeutet:

"Man sollte nie nie sagen." 316092(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse).

In der Vergangenheit ließ Mertesacker immer wieder verlauten, dass ihn ein Wechsel ins Ausland reize. Schon nach der WM 2010 war Arsenal an ihm interessiert.

"Da habe ich mit Arsene Wenger über dieses Thema gesprochen. Sie haben Verteidiger gesucht", sagte Allofs.

Ein Transfer innerhalb der Bundesliga kam für Mertesacker, der am 10. September gegen Swansea City sein Debüt für die "Gunners" feiern könnte, dagegen nie ernsthaft in Frage.

Allofs bleibt cool

In Bremens Defensive reißt Mertesacker Abgang auf jeden Fall eine Lücke, zumal die Abwehr ohnehin in den letzten Jahren die grün-weiße Achillesferse war.

"Wenn es dazu kommt, ist es für uns bitter", meinte Marko Marin. "Er ist unser Kapitän, hat für uns gute Spiele gemacht."

Dennoch will sich Allofs nicht um Ersatz bemühen: "Wir werden nichts mehr machen", stellte er gegenüber SPORT1 klar.

Offenbar fühlt sich Allofs mit dem wieder genesenen Naldo, Neuzugang Sokratis Papastathopoulos, Sebastian Prödl und Andreas Wolf in der Innenverteidigung gut aufgestellt.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Arsenal sucht händeringend Verstärkungen

Arsenal hatte nach dem 2:8-Debakel gegen Manchester United seine Bemühungen um Mertesacker intensiviert.

Zu offensichtlich waren die Defizite in der Londoner Defensive beim Debakel gewesen. (BERICHT: Jahrhundert-Pleite für Wenger)

"Ich bin offen für neue Spieler. Wir haben Geld, neue zu holen", hatte Teammanager Arsene Wenger danach erklärt.

Mit Linksverteidiger Andre Santos von Fenerbahce Istanbul ist Arsenal laut "L'Equipe" an einem weiteren Abwehrspieler dran.

Aber auch im Mittelfeld sieht Wenger Handlungsbedarf. Die Abgänge von Cesc Fabregas (Barcelona) und Samir Nasri (Manchester City) wiegen schwer.

Mega-Angebot für Götze

Deshalb hat Arsenal offenbar nochmal die Fühler nach Dortmunds Mario Götze ausgestreckt.

Laut "kicker" soll der englische Spitzenklub 40 Millionen Euro für den deutschen Jungstar geboten haben.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hält aber weiterhin daran fest, dass der 19-Jährige unverkäuflich sei.

Coach Jürgen Klopp ergänzte, bei der Offerte "nicht einmal ein Zucken" gespürt zu haben.

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