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Vedad Ibisevic führt auch die Scorer-Liste der Bundesliga mit großem Vorsprung an © imago

Sport1.de präsentiert die Tops und Flops der Hinrunde. Nach 18 Toren in 17 Spielen ist Vedad Ibisevic der Torjäger der Hinrunde.

Von Matthias Becker

München - Der Aufstieg von 1899 Hoffenheim ist untrennbar mit dem Namen Vedad Ibisevic verbunden.

Der Bosnier, in der vergangenen Zweitliga-Rückrunde noch 13-mal eingewechselt bei den Badenern, traf in der Bundesliga in 17 Spielen 18-mal und ist dem legendären Gerd Müller auf den Spuren.

Per Kopf, per Fuß im Fallen oder aus dem Getümmel heraus, Ibisevic zeigte bei seinen Treffern geradezu "Müllersche" Fähigkeiten. Zusätzlich erarbeitet er sich viele Bälle im Pressing selbst und setzt auch noch die Sturmkollegen Ba und Obasi gut in Szene.

"Wahrscheinlich trifft der im Moment sogar, wenn er hinten einen Abstoß ausführt", witzelte Bayerns Miroslav Klose kürzlich über Ibisevic' Superlauf.

Lob von "Bomber" und "Kaiser"

Gerd Müller traut dem 24-Jährigen zu, den 40-Tore-Rekord aus der Saison 1971/72 zu brechen. "Vedad Ibisevic kann es schaffen. Er spielt in einer sehr guten Mannschaft, da ist alles möglich", sagte der "Bomber" zu Sport1.de.

Auch "Kaiser" Franz Beckenbauer schwärmte von Hoffenheims Torjäger: "Der kann alles", sagte der "Kaiser" nach dem 1:0-Treffer von Ibisevic beim Top-Spiel in München.

Der Gefeierte selbst versucht den Ball möglichst flach zu halten. "Es macht mich stolz, wenn ein so großer Spieler wie Gerd Müller so etwas sagt", erklärte Ibisevic: "Aber ich denke nie im Leben daran, seinen Torrekord zu übertreffen. Seine Quote ist für mich erschreckend."

Bewegte persönliche Vergangenheit

Die Bescheidenheit des Stürmers lässt sich auch aus seiner Biographie heraus erklären. Ibisevic, in Bosnien-Herzegowina geboren, ging wegen der Folgen des Krieges mit der Familie fort aus der Heimat. Zunächst in die Schweiz, später in den USA.

Vom Universitätsteam in St. Louis ging es zu Paris St. Germain, später über Dijon zu Alemannia Aachen, wo ihn die Hoffenheimer für sich entdeckten.

"Nächste Saison definitiv in Hoffenheim"

"Ich habe bisher in meinem Leben und meiner Karriere gelernt, dass es schwer ist zu sagen, was kommt", sagte Ibisevic nach dem Sieg gegen Bielefeld im Interview mit Sport1.de.

Diese Einstellung könnte ihm helfen, dem Druck standzuhalten, der in der Rückrunde auf ihm lasten wird. Dann wird man nach seiner sensationellen Hinrunde weitere Wunderdinge von ihm erwarten.

Von möglichen Offerten nationaler oder internationaler Top-Klubs will er sich dabei nicht stören lassen. "Die Anfragen anderer Klubs machen mich ein bisschen stolz. Aber ich bleibe nächste Saison definitiv in Hoffenheim", sagte Ibisevic. Sein Vertrag dort läuft noch bis zum Sommer 2010.

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