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Michael Rensing hat seit 2003 für die Bayern 40 Bundesliga-Spiele bestritten © getty

Der Bayern-Torwart nennt Franz Beckenbauers Kritik "Schwachsinn". Der FCB soll schon zwei andere Keeper auf dem Zettel haben.

München - Michael Rensing hat auf die jüngste Kritik von Franz Beckenbauer scharf reagiert und die kaiserlichen Einlassungen als "Schwachsinn" bezeichnet.

"Es war ein Foul, basta! Da ist jede Kritik hinterher Käse. Vor allem von Leuten, die nie selbst im Tor gestanden sind und alles besser wissen wollen", zürnte der Torhüter des deutschen Fußball-Meisters Bayern München in der "Bild-Zeitung".

Präsident Beckenbauer hatte Rensing die Schuld am späten Ausgleich beim VfB Stuttgart (2:2) am vergangenen Samstag gegeben und das Verhalten des Kahn-Nachfolgers vor dem Gegentreffer durch Sami Khedira als "amateurhaft" bezeichnet.

"Nicht schlechter" als Adler und Co.

Rensing erklärte weiter, er werde an seiner Spielweise nichts Gravierendes ändern. (Jetzt schon im Bundesliga-Manager das neue Team für die Rückrunde zusammenstellen!)

Sein Ziel sei es, langfristig auch in der Nationalmannschaft im Tor zu stehen. "Wer die Nummer eins bei den Bayern ist und sich, wie ich, in dieser Rolle auch international beweist, wird auch ein Thema für die Nationalelf. Und schlechter als meine Konkurrenten bin ich ja nicht", sagte der 24-Jährige.

Beckenbauers prompte Reaktion: "Wer gibt schon gerne Fehler zu? Rensing kann ja auch ein großer Torwart werden, wenn er seine Schwächen abstellt."

Interesse an Boruc und Kameni

Unterstützung erhält Rensing von Paul Breitner: "Alle tun so, als wäre Kahn nie ein Fehler unterlaufen."

Auch der dreimalige Welttorhüter habe lernen müssen und Zeit gebraucht. "Daher sage ich über Rensings erste Vorrunde als Nummer eins: Alle Achtung!", erklärte der Weltmeister von 1974 und Berater des Bayern-Vorstandes in der "Abendzeitung". Auch FCB-Torwarttrainer Walter Junghans hatte Rensing bei Sport1.de in Schutz genommen (Rückendeckung für den Torwartlehrling).

Nach Medienberichten sollen die Münchner allerdings an Carlos Kameni, 24 Jahre alter Nationaltorwart von Kamerun in Diensten von Espanyol Barcelona und im Sommer ablösefrei, sowie am 28 Jahre alten Polen Artur Boruc von Celtic Glasgow interessiert sein.

Zusage von Baumjohann

Bereits feststeht offenbar der Wechsel von Alexander Baumjohann zu den Bayern. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler des Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach soll dem Rekordmeister laut "kicker" bereits seine mündliche Zusage für die kommende Saison gegeben haben.

Dann könnte Toni Kroos möglicherweise den Verein verlassen, dieses Versprechen soll Karl-Heinz Rummenigge Vater Roland Kroos gegeben haben.

Einer kurzfristigen Ausleihe im Winter erteilte der Vorstands-Chef allerdings eine klare Absage.

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