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Andreas Beck (l.) bestritt bisher 22 Länderspiele für die U21-Nationalmannschaft © getty

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Beck übers DFB-Team, Timo Hildebrand und die neue Schwaben-Connection.

Von Christian Paschwitz

Sport1.de: Auffällig ist, dass die Mannschaft sehr schwäbisch geprägt ist: Ob nun Sie es sind, Tobias Weis, Matthias Jaissle oder Marvin Compper.

Beck: So ein bisschen reift da bei uns wirklich die neue Schwaben-Connection heran, wir scherzen da auch manchmal ein bisschen drüber.

Der Trainer und die Scouting-Abteilung werden sich da schon auch was bei denken.

Bisher haben wir auch sehr gut eingeschlagen ? wir Jungs, die aus dem Schwabenland kommen beziehungsweise aus Stuttgart.

Sport1.de: Bedeutet das, dass in Hoffenheim das Potenzial eines Spielers mehr gefördert wird?

Beck: Das heißt, dass auch in Stuttgart sehr gut gearbeitet wird, besonders im Juniorenbereich. Da bekommt man einfach eine sehr gute Grundausbildung. Dafür bin ich auch dankbar, und ich habe die Zeit genossen.

Sport1.de: Gegangen sind Sie aber dann doch.

Beck: Das fiel mir nicht leicht, zumal Stuttgart ja ein Stück Heimat bedeutet. Ich hatte in dem Jahr meines Wechsels ja auch über 20 Einsätze und Hoffnung auf noch mehr. Aber es passiert nicht oft, dass dann plötzlich so Hochkaräter auf einen zukommen wie Ralf Rangnick oder Jan Schindelmeiser (TSG-Manager, Anm. d.Red.), Bernhard Peters (Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung) oder Hans-Dieter Hermann (Sportpsychologe). (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle)

Sport1.de: Wie haben die Sie überzeugt?

Beck: Das hat alles Hand und Fuß gehabt. Wenn man weiß, wer da alles mitwirkt und die Fäden in der Hand hat, dann macht das neugierig. Der Klub wollte mich unbedingt haben ? und ich wollte sehen, wie ich persönlich und sportlich reife.

Als junger Spieler braucht man einfach seine Spielzeit und auch die Rückendeckung. Die verspüren wir bei 1899 Hoffenheim komplett. Deshalb können wir hier auch so aufblühen.

Sport1.de: Was hat der Wechsel mit Ihnen persönlich gemacht?

Beck: Es macht Spaß in Hoffenheim. Die meisten sind deutschsprachig, man kennt sich schon: Ob nun Matze Jaissle, mit dem ich Tür an Tür gewohnt habe im Jugendhaus, oder Marvin Compper und Tobias Weis ? die waren immer zwei Jahrgänge über mir.

Als ich in der C-Jugend war, da hab ich zu denen aufgeschaut. Und heute spielen wir zusammen in einem Profiklub. Ich hätte früher nie gedacht, dass wir mal so für Furore sorgen ? und dann noch aus der gleichen Ecke kommen. Und trotzdem gibt es keine Grüppchenbildung.

Sport1.de: Spielen Sie dann auch als nächster Hoffenheimer in der Nationalmannschaft?

Beck: Das wäre ein Traum und ist mittelfristig mein Ziel. Klar, dass ich mich mit dem Marvin darüber auch schon mal unterhalte. Man fiebert auch mit, wenn so Leute wie Marvin oder Tobias ihr Debüt geben.

Es wird auch schon mal geflachst: Hey, Du bist der Nächste. Es war ja auch was Besonderes für den ganzen Verein, jetzt schon die ersten Nationalspieler hervorzubringen, wo wir vor kurzem noch in der dritten Liga waren.

Sport1.de: Persönlich sind Sie da also guter Dinge?

Beck: Es liegt an mir, wie ich mich nun weiterentwickele. Ich bin im richtigen Verein, um dieses Konstanz rein zu bekommen. Ich bin jung und derzeit in der U21: Mit der habe ich mich qualifiziert für die Europameisterschaft im Sommer in Schweden - das schon ist für mich ein tolles Ereignis.

Sollte ich irgendwann für die A-Nationalmannschaft nominiert werden, würde ich mich natürlich auch unheimlich freuen.(Alle Fußball-News)

Sport1.de: Freuen Sie sich ebenso auf Timo Hildebrand?

Beck: Er freut sich ja auch, weil es für ihn noch mal ein Möglichkeit ist, sich zu beweisen, vor allem in einem sehr gut geführten Verein. Wir haben mal kurz telefoniert, für ihn war es auch alles sehr turbulent. Ich freue mich aufs neue Jahr, wenn er dann komplett im Team ist.

Sport1.de: Das wird den Konkurrenzkampf allerdings enorm anheizen. Sorgt es womöglich gar für Unruhe?

Beck: Ich sehe es als gutes Zeichen ans Team. Das gibt der ganzen Mannschaft noch mal einen Schub nach vorn. Weil man sieht: Es wird noch mal Qualität dazugewonnen. Dass man sich eben nicht ausruht auf dem, was wir bisher erreicht haben.

Ich freue mich jetzt schon komplett aufs neue Jahr, auf jede einzelne Minute auf dem Rasen, gegen jeden einzelnen Gegner. Dieses letzte halbe Jahr war so unheimlich schön, die Rückrunde soll genauso laufen.

Sport1.de: Nur dass am vorletzten Spieltag dann Hoffenheim gegen die Bayern gewinnt?

Beck: Ja, wer weiß? Die Bayern kommen dann zu ins in die neue Arena nach Sinsheim. >>>Hier geht's zurück zum ersten Teil des Interviews

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