Finks HSV-Mission: "Der Dino muss der Dino bleiben"
Von Christian Ortlepp und Barnabas Szöcs
München/Basel - Nun ist es amtlich: Thorsten Fink verlässt nach knapp zweieinhalb Jahren den FC Basel und wird neuer Trainer beim Hamburger SV.
"Jetzt ist es doch ganz schnell gegangen", bestätigt Fink im Gespräch mit SPORT1.
Am Montag wird Fink zum Tabellenletzten der Bundesliga stoßen und offiziell vorgestellt: "Ich habe jetzt eine Menge abzuwickeln."
Fink weiter: "Da ich heute das 10-Uhr-Training schon nicht mehr leiten werde, muss ich mich jetzt von meiner Mannschaft verabschieden. Das fällt mir ehrlich gesagt wirklich nicht leicht. Es waren wundervolle Jahre in Basel."
Auch den Spielern fiel der Abschied schwer: "Die Verabschiedung ist nicht sehr trocken gefallen" berichtete der frühere Bundesliga-Stürmer Marco Streller.
Zuvor hatte der 43 Jahre alte Erfolgscoach von seinem Noch-Arbeitgeber die Freigabe erhalten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).
Premiere gegen "Wölfe"
Sein Debüt auf der Trainerbank des HSV wird Fink am 10. Spieltag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg geben. Am kommenden Sonntag in Freiburg wird noch Sportdirektor Frank Arnesen die Mannschaft als Teamchef betreuen.
"Thorsten Fink war mein Wunschtrainer. Er passt mit seiner Art zum HSV und zu unserer Philosophie. Er wird unsere Mannschaft besser machen und weiter entwickeln", sagt Arnesen.
"Er hat uns in den Gesprächen vollends mit seiner Art und seinen Vorstellungen überzeugt", ergänzt Vorstandschef Carl Jarchow.
In Basel wird Finks bisheriger Assistent Heiko Vogel bis Ende Dezember 2011 als Interimscoach übernehmen - als Top-Kandidat für die endgültige Nachfolge ist der ehemalige Bundesliga-Spieler Murat Yakin im Gespräch.
Fink: HSV "immer bewundert"
Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist dem ehemaligen Bayern-Star bereits deutlich anzumerken.
"Schon als kleines Kind, als der HSV noch in Europa glänzte und die größten Erfolge feierte, habe ich die 'Rothosen' immer bewundert", sagt er: "Und als Spieler, egal ob beim Karlsruher SC oder dem FC Bayern München, waren die Spiele gegen den HSV immer etwas ganz Besonderes."
Wer ist der Verlierer der Saison?
Fink betont: "Das ist jetzt kein Blabla - Sie wissen ja, was ich damals als Spieler vor den Begegnungen gegen den Hamburger SV immer gesagt habe."
"Eine Menge zu tun"
Die sportlichen Herausforderungen an der Elbe sind Fink durchaus bewusst: "Keine Frage, da gibt es eine ganze Menge zu tun."
Die erste Zielsetzung sei klar: "Der Dino muss der Dino bleiben. Also Klassenerhalt. Das kann es auf Dauer aber nicht sein. Nicht für den HSV. Nicht für die Fans. Und nicht für diese Stadt."
Von der Stärke seines neuen Teams ist Fink absolut überzeugt - und macht dies auch unmissverständlich klar: "Diese Mannschaft muss den Klassenerhalt packen. Ohne Wenn und Aber. Das Team ist jung, hat in meinen Augen viel Potential, ist mit vielen Talenten ausgestattet - und dem ein oder anderen erfahrenen Spieler."
In seiner ersten Bundesliga-Saison als Trainer schraubt Fink bereits die Erwartungen hoch: "Ziel eins ist der Klassenerhalt. Am Saisonende sollten wir es bis ins Mittelfeld packen - ins obere Mittelfeld aber, bitteschön!"
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