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Lukas Podolski erzielte in dieser Saison drei Bundesliga-Tore © getty

Lukas Podolski kündigt eine baldige Entscheidung über seine Zukunft an. Den Kreis der möglichen neuen Klubs grenzt er ein.

Von Andreas Kloo

München - Dass Lukas Podolski den FC Bayern München verlassen wird, steht schon fest. Nur zwei Fragen sind noch offen: wohin der Nationalspieler wechselt und wann.

Zumindest die Frage des Zeitpunkts scheint nun geklärt. Podolski wird die Bayern wohl nicht bereits in der Winterpause, sondern erst im Sommer verlassen.

Der "Bild am Sonntag" sagt Podolski: "Für mich wäre es das Beste, wenn der Transfer im Januar perfekt gemacht wird. Dann hätte ich den Kopf völlig frei für den FC Bayern."

Mit anderen Worten: Noch vor Beginn der Rückrunde soll eine Entscheidung fallen. Dann will sich der 23-Jährige noch einmal eine halbe Saison als Ergänzungsspieler in München durchbeißen, um sich im Juni vom Rekordmeister zu verabschieden.

Ausland kommt nicht in Frage

Klar ist auch, dass der weitere Karriere-Weg Podolski nicht ins Ausland führen wird, trotz verlockender Angebote mit der Aussicht auf ein wesentlich höheres Gehalt: "Das nehme ich in Kauf", stellt der Stürmer klar.

Neben einer Rückkehr nach Köln kann sich Podolski aber auch einen Wechsel zu einem anderen Bundesliga-Klub vorstellen. "Ich weiß auch von dem Interesse anderer Vereine, die für mich sehr reizvoll wären."

Im Gespräch sind derzeit Borussia Dortnmund und der Hamburger SV. Konkrete Vereine will der Münchner Dauerreservist aber nicht nennen: "Dazu sage ich nichts. Zumindest nicht öffentlich. Weil es für die betreffenden Klubs nicht von Vorteil wäre."

Hitzfeld: München-Wechsel zu früh

Podolskis Ex-Trainer, Ottmar Hitzfeld rät ihm ebenfalls zu einem Wechsel: "Es geht ja auch immer um den Sinn eines Wechsels. Wenn er die Bayern jetzt verlässt, macht das absolut Sinn", meint der langjährige Bayern-Coach in der "Welt am Sonntag".

Auch unter Hitzfeld hatte es Podolski nicht geschafft, sich bei den Bayern einen Stammplatz zu erkämpfen. (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle)

Im Nachhinein bezeichnet der Schweizer Nationaltrainer Podolskis Wechsel nach München als Fehler: "Vielleicht muss man sich heute eingestehen, dass er offensichtlich zu früh zum FC Bayern gewechselt ist."

Der 59-Jährige fügt hinzu: "Er hat lange um seine Position gekämpft. Doch jetzt ist es vielleicht sinnvoller, wenn er zu einem Verein geht, wo er bessere Chancen hat, sich zu entwickeln."

HSV-Chancen steigen

Diese Perspektive scheint in Dortmund und Hamburg gegeben. Köln ist zwar immer noch Podolskis Favorit, aber nur mit Einschränkungen, wie der Angreifer erklärt: "Wenn die sportliche Perspektive stimmt und Köln in der Lage ist, so einen Transfer zu stemmen, dann kann ich mir eine Rückkehr zum FC durchaus vorstellen."

Gerade beim HSV treffen diese Bedingungen eher zu als in Köln: Die Hamburger sind als derzeitiger Tabellenvierter wieder auf dem Weg ins internationale Geschäft. Und auch die finanziellen Möglichkeiten sind an der Elbe besser.

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