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Rafinha wechselte vor der Saison 2005/06 zum FC Schalke 04 © getty

Nach erneuter Ablehnung zieht Schalke 04 mit seiner Klage gegen Brasiliens Verband vor das oberste Schweizer Gericht.

Gelsenkirchen - Bundesligist FC Schalke 04 will den "Fall Rafinha" immer noch nicht zu den Akten legen.

Ebenso wie zuvor die FIFA ließ der Internationale Sportgerichtshof CAS die Schadenersatz-Klage der Königsblauen gegen den brasilianischen Verband für den nicht genehmigten Olympia-Einsatz des Abwehrspielers nicht zu.

Die Begründung: Schalke könne doch gegen den Spieler klagen, der gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen habe.

Ursprünglich hatte der CAS den Schalkern recht gegeben, dass der Brasilianer nicht abgestellt werden musste. Dennoch flog Rafinha nach Peking und wurde vom brasilianischen Verband eingesetzt, die FIFA ging nicht dagegen vor.

"Wege der Sportgerichtsbarkeit erschöpft"

Daraufhin forderte Schalke Schadenersatz und verhängte zudem eine Strafe in sechsstelliger Höhe gegen Rafinha.

Nach der erneuten Abweisung ziehen die Schalker nun vor das Schweizer Bundesgericht.

"Die Wege der Sportgerichtsbarkeit sind derzeit für uns zu Ende. Jetzt bleibt uns nur noch die letzte Möglichkeit, den ordentlichen Rechtsweg auszuschöpfen und vors Schweizer Bundesgericht zu ziehen", erklärte Schalkes Rechtsanwalt Theo Paeffgen.

"Gründe nicht gewürdigt"

Der Verein ist verärgert darüber, dass es in der eigentlichen Streitigkeit bislang keine Entscheidung gab.

"Unsere Gründe wurden nicht gewürdigt und nicht gehört", beschwerte sich Paeffgen.

Vor der obersten Schweizer Legislative will der Bundesligist entweder erreichen, dass der CAS die Klage doch zulassen muss, oder, dass das Bundesgericht selbst in der Sache entscheidet.

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