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Lukas Podolski (r.) hat in dieser Saison in zehn Liga-Spielen acht Treffer erzielt © imago

Kölns Sportdirektor will nach Arsenals 23-Millionen-Offerte keinen Schnellschuss. Solbakken gibt zu, dass ein Vertrag schwer sei.

Von Björn Seitner

München - Wiederholt von seinem Trainer Stale Solbakken als "vielleicht bester Spieler der Bundesliga" betitelt, steht Lukas Podolski auch schon wieder auf dem Zettel internationaler Spitzenklubs.

Der FC Arsenal, zwölfmaliger Premier-League-Champion, bietet laut englischen Medienberichten umgerechnet 23 Millionen Euro für Kölns Nationalspieler.

Und das schon im Winter. Ist "Poldi" schneller weg, als dem FC lieb ist?

Sportdirektor Volker Finke bleibt gelassen. "Wir wissen alle, was auf uns zukommt", sagte der 63-Jährige der "Bild".

Entscheidung "um Weihnachten"

Finke sieht keinen Anlass für einen Schnellschuss im Poker um Kölns "Prinzen":

"Irgendwann um Weihnachten werden wir uns treffen, um die Vertragsverlängerung hinzukriegen."

Man wolle das Thema ganz in Ruhe angehen, "nicht unter Zeitdruck", so Finke.

"Vertrag für Lukas ist nie leicht"

Auch FC-Coach Solbakken glaubt nicht, dass durch die Spekulationen um Podolskis Zukunft Unruhe in den Verein kommen könnte.

Allerdings: "Ein Vertrag für einen Spieler wie Lukas ist niemals leicht", sagte Solbakken unlängst bei SPORT1. (EXKLUSIV: Solbakken im Interview)

[kaltura id="0_a8szza36" class="full_size" title="Wenger will Poldi "]

"Poldi" lässt Zukunft offen

Podolski selbst gibt sich ahnungslos. Er habe noch nichts von einem konkreten Angebot gehört. Wenn etwas komme, werde ihn der Verein sicher informieren", sagte der 26-Jährige dem "Express". 2013 könnte Podolski den Klub ablösefrei verlassen.

Derzeit läuft es allerdings so gut, wie lange nicht mehr. Gegen Aufsteiger Augsburg (Bericht) erzielte er am vergangenen Wochenende seine Saisontore sieben und acht. Gegen Bremen (Sa., ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) will er den FC weiter nach oben schießen.

Dennoch: "Ich habe immer betont, dass sie offen ist", erklärte Podolski zu seiner Zukunft.

Er wolle "die sportliche Situation des Vereins erst einmal abwarten" - mit 16 Punkten rangiert Köln momentan auf Rang elf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Schuldenaubbau beim FC?

Die finanzielle Lage der "Geißböcke" lässt Spekulationen aber durchaus zu.

Nicht nur Finke wird wissen, dass mit einem Verkauf des Stürmers der Großteil der Schulden von rund 31 Millionen Euro getilgt werden könnte.

Ein neuer Angreifer ist bereits seit geraumer Zeit im Gespräch:

Mit dem Portugiesen Eder von Academica Coimbra gab es bereits Gespräche, Mame Diouf von Manchester United gilt intern als schwer finanzierbar - noch, denn mit dem Geld aus einem "Poldi"-Deal wären die Optionen deutlich größer.

Die Millionen locken

Bereits im Sommer gab Galatasaray Istanbul ein Angebot von über rund zehn Millionen Euro ab.

Neben den "Gunners" seien derzeit auch die russischen Topklubs Lokomotive und ZSKA Moskau interessiert, wird im "Express" vermutet.

Mit Arsenal lockt jedoch wohl der größte Name, dem vor Saisonbeginn auch Podolskis Nationalmannschaftskollege Werders Per Mertesacker nicht widerstehen konnte.

Verschläft Finke den Poker?

Zudem ist Coach Arsene Wenger ein erklärter "Poldi"-Fan, der den Stürmer bereits nach seiner Zeit beim FC Bayern nach England lotsen wollte.

In Köln wird man hoffen, dass Finke sich in diesem Poker nicht zu lange Zeit lässt .

Dass er den Fans mit einer Vertragsverlängerung ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk machen könnte, erscheint jedoch eher fraglich.

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