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Lahm (M.) und Co. werden mehrere Wochen auf Schweinsteiger (u.) verzichten müssen © imago

Die Münchner gehen mit klarer Ansage in die Augsburg-Partie. Sportdirektor Nerlinger stellt bei SPORT1 Forderungen, Lahm macht Mut.

Von Mathias Frohnapfel

München - Der erste Schock nach dem Ausfall von Bastian Schweinsteiger ist verdaut.

Bis zum Ende der Hinrunde wird Bayerns Mittelfeldmotor fehlen, doch die Münchner wollen sich davon auf keinen Fall von ihrer Siegertour abbringen lassen.

Die erste große Aufgabe der Hinserie, die Qualifikation zum Champions-League-Achtelfinale, ist so gut wie geschafft.

Jetzt konzentriert sich der FCB darauf, mit einem Dreier beim FC Augsburg (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) seine Dominanz auch in der Bundesliga zu unterstreichen.

Seit Saisonbeginn hat sich der Spitzenreiter immer wieder gesteigert, Passgenauigkeit und Positionsspiel kletterten auf ein immer höheres Level.

Beim 3:2-Sieg über den SSC Neapel (Bericht) stach vor allem der lehrbuchhafte Start heraus.

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"Eine der besten ersten Halbzeiten"

Philipp Lahm überlegte einen Moment, dann stellte er im Gespräch mit SPORT1 fest:

"Es war eine der besten ersten Halbzeiten, die ich beim FC Bayern miterlebt habe, bis auf das Gegentor war es ein sehr gutes Spiel von uns."

Und er präzisierte: "Wie in den letzten Wochen hatten wir einen guten Mix zwischen Offensive und Defensive."

Torabschluss als Markenzeichen

Zum gemeinschaftlichen Verteidigen gesellte sich aus Sicht des FCB-Kapitäns ein anderes wichtiges Element hinzu.

"Auch nach langen Ballstaffetten kommen wir zu Torabschlüssen, das zeichnet eine gute Mannschaft aus", sagte er.

Beim Tabellen-17. kommt daher für Lahm nur ein Sieg in Frage. Trotz des ersten Schocks nach Schweinsteigers Verletzung konstatierte der 27-Jährige sachlich:

"Für uns geht es jetzt weiter."

Was soll Lahm auch anderes sagen? Die Abwehr ist aus seiner Sicht nach den Schwächen bei einigen Standards im Napoli-Spiel zumindest wachgerüttelt.

[kaltura id="0_m9igjjam" class="full_size" title="Schweinis Hinrunden Aus schockiert die Bayern"]

Nerlinger sieht genug Kraftreserven

Auch nach Meinung von Christian Nerlinger gibt es für das Münchner Starensemble - ob mit oder ohne Schweinsteiger - keinen Grund zum Nachlassen.

"Das Spiel gegen Augsburg ist erst am Sonntag", erklärte der FCB-Sportdirektor bei SPORT1.

Kräfteprobleme sieht er keine, zumal die Mannschaft den Rhythmus gewöhnt sei.

"Wir müssen nachlegen, um unsere Stellung in der Bundesliga zu zementieren, das ist wichtig", fordert Nerlinger stattdessen. "Die Konzentration muss genauso hoch sein wie gegen Neapel."

"Viel Hoffnung für die Saison"

Und mit Blick auf Bayerns Reifeprozess gibt er sich nach den jüngsten Auftritten, inklusiven 36 Heimtoren in den vergangenen neun Spielen, optimistisch.

"So wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, gibt es sehr viel Hoffnung für diese Saison", bilanzierte Nerlinger.

"Man sieht auch, dass wir an vielen Dingen noch arbeiten müssen, die Mannschaft sich noch entwickeln muss. Sie macht sehr gute Schritte, ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Saison spielen werden."

Vor allem dank Mario Gomez scheint den Münchner in Augsburg kaum Unheil zu drohen.

Fans und Team als eine Einheit

Der Goalgetter ist aktuell in bestechender Form, hat in elf Liga-Spielen bereits zwölf Tore erzielt und Napoli mit einem Hattrick quasi im Alleingang geschlagen.

Er sieht das Team immer besser zusammenwachsen und beobachtet auch eine Wechselwirkung mit Bayerns Fans und Umfeld.

"Die Spielfreude, die wir im Moment haben, überträgt sich auf die Ränge", meinte er auf SPORT1-Nachfrage.

"Die Fans vertrauen uns, sind begeistert von dem, was wir anbieten. Wir brauchen umgekehrt die Fans."

Für die Partie beim FCA erkennt er nur eine Gefahr: Sollte Bayern nur einige Prozent an Konzentration nachlassen, werde es sehr schwer.

Dafür dass dies nicht passiert, könnte ausgerechnet der Ausfall von Schweinsteiger sorgen.

"Das muss jetzt eine Chance für die anderen sein. Das war bei Arjen Robbens Verletzung auch so", ruft Gomez in Erinnerung.

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