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Timmy Simons (l.) wechselte 2010 vom PSV Eindhoven zum 1. FC Nürnberg © getty

Nürnberg steht nach dem 0:4 bei Bayern unter Druck. Kapitän Simons spricht bei SPORT1 über Mutmacher für die Freiburg-Partie.

Von Raphael Weber und Reinhard Franke

München - Der 1. FC Nürnberg macht momentan den Eindruck eines Langstreckenläufers, dem die Puste ausgeht.

Zu Beginn der Saison startete die Hecking-Truppe sehr passabel mit drei Siegen in fünf Spielen.

Zuletzt gab es aber sechs sieglose Partien. Der Club ist in der Bundesliga immer mehr abgerutscht, beim FC Bayern kamen die Nürnberg mit 0:4 (Bericht) unter die Räder.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Doch die Franken wollen schon gegen Freiburg (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) zeigen, was sie aus dem Auftritt in der Allianz Arena gelernt haben.

Bayern-Klatsche ist aufgearbeitet

Timmy Simons ist bemüht der Niederlage etwas Positives abzugewinnen.

"Die jungen Spieler müssen diese Erfahrung mitnehmen und daraus lernen - so schnell wie möglich. Dann haben sie diese nötige Erfahrung für die Zukunft", sagte der Club-Kapitän im Gespräch mit SPORT1.

Langzeitwirkungen befürchtet er nicht: "Dieses Spiel haben wir so schnell wie möglich abgehakt."

"Freiburg wird es uns schwer machen"

Auch Abwehrmann Timm Klose befand: "Das ist ein Lernprozess. Da müssen wir durch als junge Mannschaft."

Dieser Lernprozess soll sich am besten schon gegen Freiburg auszahlen, die Breisgauer stehen mit sieben Punkten am Tabellenende.

"Es wird wichtig sein, die Freiburger nicht zu unterschätzen. Sie werden es uns schwer machen", warnt Simons.

"Ihr Tabellenplatz sagt nichts über die Leistung der Mannschaft aus. Beispielsweise hätten sie das letzte Spiel gegen Leverkusen keinesfalls verlieren müssen."

[kaltura id="0_57x1gp35" class="full_size" title="Marcus Sorg sorglos in Freiburg"]

Simons nimmt Team in die Pflicht

Ein mögliches Rezept gegen die Breisgauer nennt Simons gegenüber SPORT1 auch.

Es gelte wie im Heimspiel gegen Stuttgart kompakt zu arbeiten, "mit Ruhe und Geduld. Mit Cisse hat Freiburg einen schnellen und torgefährlichen Stürmer, auf den wir besonderes aufpassen müssen. Gemeinsam mit unseren Fans wollen wir die unangenehme Aufgabe lösen." (Hinkel im SPORT1-Interview: "Freiburg ist ein Topklub")

Klassenerhalt so schnell wie möglich sichern

Und Simons sieht die Saisonziele nicht um einen Zentimeter verschoben.

"Unser Ziel ist es, das haben wir von Saisonbeginn an immer klar definiert, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu erreichen."

Daran habe sich nichts geändert, "auch wenn der sehr gute Saisonstart und die vergangene, erfolgreiche Saison die Erwartungen des Umfelds nach oben verschoben haben."

Nach sechs sieglosen Spielen Wende schaffen

Auch Mitspieler Mike Frantz betont, dass "wir dringend Punkte brauchen."

Simons will keine Unruhe aufkommen lassen: "Von Krisenstimmung zu reden, wäre zu schnell und einfach. Wir wollen dieses Spiel gewinnen, müssen es aber nicht."

"Natürlich würden wir alle gern mit drei Punkten in eine ruhigere Länderspielpause gehen", gesteht der Routinier.

"Nach sechs sieglosen Spielen in der Bundesliga wollen wir endlich wieder einmal gewinnen. Wir haben eine sehr gute Trainingswoche hinter uns und sind positiver Dinge."

Kapitän hofft auf neuen Konkurrenzkampf

Grundsätzlich sieht der Belgier das Team auf einem guten Weg.

"Wir haben die Qualität: Die jungen Spieler erfüllen ihre Aufgaben gut, die alten Hasen kommen zurück. Damit steigt die Konkurrenz im Kader wieder, das kann nur gut sein."

In der Tat kann Trainer Dieter Hecking, zumindest was die Personalsituation angeht, aufatmen.

Leistungsträger kehren zurück

Torwart Raphael Schäfer steht vor seinem Comeback. "Es sieht gut aus", sagt der 32-Jährige.

Eine endgültige Entscheidung über seinen Einsatz steht aber noch aus. Zudem könnten auch Javier Pinola und Markus Feulner nach ihren Verletzungen wieder zur Verfügung stehen.

Simons hofft, dass die Rückkehrer dem jungen Team Stabilität geben werden.

Der Belgier baut zudem auf die Rückkehr eines weiteren Kollegen: "Auch Christian Eigler wird wohl gegen Freiburg zurückkehren. Dass plötzlich so viele Junge in die Bresche springen mussten, war dem großen Verletzungspech geschuldet. Uns fehlten bis zu neun Spieler."

Balance zwischen jung und alt zählt

Der Sprung ins kalte Wasser sei nicht nur positiv, erklärt Simons: "In dieser Zeit konnten die jungen Spieler ihre Schritte nicht so machen, wie sie es hätten tun können, wenn nicht so viele ausgefallen wären."

Dennoch spricht er den jungen Kollegen ein Lob aus: "Sie machen es größtenteils schon überragend, aber immer reicht es noch nicht."

Grundsätzlich sei eine gute Balance zwischen jung und alt entscheidend. Eines sei aber klar: "Wenn wir erfolgreich sind, schaut keiner auf das Alter der Mannschaft."

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