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David Alaba (r.) war in der Vorsaison an 1899 Hoffenheim ausgeliehen © imago

FCB-Trainer Jupp Heynckes sucht vor der Partie in Augsburg eine Aushilfe für den verletzen Mittelfeldlenker. Alaba ist Favorit.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Natürlich hat sich Jupp Heynckes bereits bei Bastian Schweinsteiger nach dessen Schlüsselbeinbruch gemeldet (Bericht: Die Folgen von Schweinsteigers Schlüsselbeinbruch).

Der Bayern-Trainer telefonierte am Donnerstagabend mit seinem Starspieler, als dieser sich noch im Klinikum rechts der Isar von seiner Operation erholte.

"Es geht ihm relativ gut. Er war schon wieder guten Mutes, denn er ist ein optimistischer Typ", berichtete Heynckes.

Zum "Leader der Mannschaft" entwickelt

Und er begründete, warum Schweinsteigers Hinrunden-Aus Bayern so weh tut.

"Seine Verletzung ist ein schwerwiegender Ausfall, Schweinsteiger hat sich als Leader der Mannschaft herauskristallisiert", erklärte Heynckes

Der Bayern-Chefcoach muss nun schnellstmöglich einen Ersatzmann für den Nationalspieler aufbauen, zumal auf die Partie in Augsburg (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) nach der Länderspiel-Pause der Kracher gegen Borussia Dortmund folgt (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse).

[kaltura id="0_m9igjjam" class="full_size" title="Schweinsteigers Hinrunden Aus schockiert Bayern"]

Wechsel nur auf einer Position

Eine große Rotation schloss Heynckes beim Pressegespräch am Freitagnachmitttag aus.

"Ich habe natürlich klare Vorstellungen davon, wen ich spielen lasse", sagte der 66-Järhige vielsagend.

Dann gab er noch einen Hinweis: "Ich werde nur die Position wechseln."

Alaba aussichtsreichster Kandidat

Daher dürfte David Alaba die wichtige Position einnehmen.

Schon während seiner Ausleihzeit in Hoffenheim schlüpfte Alaba oft in die zentrale Rolle, besticht außerdem durch seine Übersicht am Ball.

Jüngst schwärmte Heynckes vom Österreicher, nannte den 19-Jährigen ein "Juwel" und gestand nun, dass er "ein Kandidat" für die Schweinsteiger-Rolle sei.

Die andere Variante wäre, dass Luiz Gustavo den Part übernimmt - unterstützt von Anatoliy Tymoshchuk. Doch Bayern wäre so wesentlich defensiver ausgerichtet.

"Ich bin überzeugt, dass das, was ich mache, funktionieren wird", ließ Heynckes selbstbewusst wissen.

Hoeneß stützt Heynckes

Unterstützung bekam er auch direkt von der Klubspitze. FCB-Präsident Uli Hoeneß verkündete optimistisch: "Das kriegt der Trainer hin".

Egal wie die FCB-Startformation beim Tabellen-17. Iin Augsburg aussehen wird, für den Münchner Trainer dürfte eine Phase des Experimentierens begonnen haben.

Womöglich fallen auch Heynckes' Entscheidungen abhängig vom Gegner unterschiedlich aus.

SPORT1 stellt die möglichen Varianten vor:

4-2-3-1-System

Bayern agiert weiter in der bekannten Formation. Für die Doppelsechs kämen dann Luiz Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk in Frage, auch Alaba bietet sich für den Part an - am besten dann unterstützt vom fleißigen Abräumer Tymoshchuk beziehungsweise Gusatvo.

Auch Toni Kroos könnte auf die Sechs wechseln. "Zentral kann ich alles spielen", hatte der 21-Jährige jüngst im SPORT1-Interview betont.

Die offensive Dreierreihe könnten dann Alaba, Müller und Ribery bilden.

Ein weiterer Kandidat für das defensive Mittelfeld ist Danijel Pranjic, der bei Bayern diese Rolle auch schon in der Vergangenheit aushilfsweise innehatte.

4-1-3-2-System

Der FCB wechselt vom bisherigen 4-2-3-1 zu einem System mit zwei Stürmern: Neben dem gesetzten Top-Angreifer Mario Gomez kämen Nils Petersen und Ivica Olic in Frage.

Tymoshchuk bzw. Gustavo würden die Aufräumarbeiten vor der Viererkette übernehmen, die offensive Dreierreihe könnte mit Thomas Müller, Kroos und Ribery bleiben wie gehabt. Kroos könnte bei Bedarf stärker nach hinten arbeiten, das System würde so etwas defensiver.

4-1-4-1-System

Heynckes würde damit das System der Nationalmannschaft für den FCB adaptieren. Tymoshchuk wäre auch hier der Abräumer vor der Abwehr, Toni Kroos würde wie im DFB-Team den "Zwischenspieler" geben. Heynckes würde damit auch seine Distanz zu dem von Löw geprägten Begriff aufgeben.

Alaba wäre in dieser Variante auf außen angesiedelt. Müller könnte sich auf der Zehn mit Kroos abwechseln, der je nach Bedarf in die zentrale Offensivschaltzentrale stoßen würde.

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