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Papiss Demba Cisse (m.) markierte gegen Nürnberg sein achtes Saisontor © getty

Nürnberg ist besser, steht am Ende aber mit leeren Händen da. Freiburg schafft mit dem Schlusspfiff den Befreiungsschlag.

Nürnberg - Der SC Freiburg hat die Rote Laterne des Tabellenletzten abgegeben.

Die Breisgauer gewannen 2:1 (1:1) beim 1. FC Nürnberg. Papiss Cisse (90.+3) traf per Foulelfmeter zum Siegtor für die Gäste, er war zum achten Mal in dieser Saison erfolgreich. "Es ist sehr unglücklich und bitter für uns", sagte Club-Kapitän Raphael Schäfer nach der Partie bei "Sky".

Freiburg schaffte dagegen den erhofften Befreiungsschlag. 478072(DIASHOW: Der 12. Spieltag)

In einer nervösen und zerfahrenen Partie hatte Mike Frantz die Franken in der 32. Minute per Kopf in Führung gebracht, Jan Rosenthal glich zwei Minuten später (34.) für den Sport-Club aus.

Hecking wechselt halbe Startelf

FCN-Trainer Dieter Hecking hatte nach der 0:4-Niederlage im Derby bei Bayern München seine halbe Startelf verändert und auch die zuletzt verletzt fehlenden Routiniers Raphael Schäfer, Javier Pinola, Markus Feulner und Christian Eigler von Beginn aufgeboten.

Mehr Sicherheit brachte das dem Club aber nicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zudem musste Schäfer, der erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder gespielt hatte, sein Comeback aufgrund von Adduktorenproblemen nach 45 Minuten abbrechen.

"Ich konnte keinen Ball mehr schlagen und habe zum Trainer gesagt, dass es keinen Sinn hat", kommentierte er seine Auswechslung bei "Sky". Der FCN-Kapitän wurde durch Alexander Stephan ersetzt.

Nürnberg besser

Vor 38.026 Zuschauern im Nürnberger WM-Stadion hatten die Hausherren in der niveauarmen und fehlerreichen Partie zwar von Beginn an die Kontrolle übernommen und spielten insgesamt zielstrebiger nach vorne, leisteten sich aber eine Vielzahl von Ungenauigkeiten.

Beiden Mannschaften war die Nervosität in einem hektischen und zerfahrenen Spiel anzumerken. Spielerisch lief wenig zusammen.

Die besten Chancen in der ersten Halbzeit hatte Nürnberg durch Alexander Esswein und Tomas Pekhart.

Pekhart schiebt am Tor vorbei

Esswein scheiterte aber nach acht Minuten nach einem Fehler des schwachen Ex-Nationalspielers Andreas Hinkel im Eins-gegen-Eins an Freiburgs Schlussmann Oliver Baumann.

Pekhart schob nach einer Flanke von Christian Eigler aus drei Metern rechts am Tor vorbei (20.).

Die offensiv recht harmlosen Freiburger kamen in der ersten Halbzeit lediglich durch Cedrick Makiadi (14.) und Julian Schuster (27.) zu zwei Distanzschüssen.

Blitz-Ausgleich nach der Führung

Die Führung für den Club, der in der Liga letztmals am 11. September (2:1 in Köln) gewonnen hatte, besorgte schließlich Frantz nach gut einer halben Stunde, als er den Kopf in einen Schuss von Pekhart hielt.

Nur zwei Minuten später glich Rosenthal aber schon für Freiburg aus, als der ehemalige Hannoveraner den Ball am herauseilenden Schäfer vorbeilupfte.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie zunehmend, vieles blieb Stückwerk.

Torchancen Mangelware

Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware.

Am nächsten dran war Pekhart in der 48. Minute, allerdings wurde der FCN-Mittelstürmer im Strafraum in letzter Sekunde noch von Freiburgs Kapitän Oliver Barth gestoppt.

Für Freiburg setzte der ansonsten schwache Cisse in der 76. Minute völlig frei einen Kopfball am Tor vorbei.

Tor nicht gegeben

Bereits in der 69. Minute hatte Esswein eigentlich zur Nürnberger Fühung getroffen. Schiedsrichter Christian Dingert bewertete allerdings die Abseitsposition von Pekhart als irritierend für SCF-Keeper Baumann und gab den Treffer nicht.

In der ersten Minute der Nachspielzeit kam dann Stephan gegen den heranstürmenden Rosenthal zu spät und verursachte den Elfmeter, den Cisse sicher zum Siegtreffer verwandelte.

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