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Daniel Baier wechselte im Januar 2010 vom VfL Wolfsburg zum FC Augsburg © getty

Im Gespräch mit SPORT1 spricht Augsburgs Daniel Baier über die prekäre Situation beim FCA und das Spiel gegen den FC Bayern.

Von Jakob Gajdzik

München - Daniel Baier hat in seiner Karriere schon einiges erlebt.

Bei 1860 München begann seine Profikarriere und dort galt er damals zusammen mit Benny Lauth und Andreas Görlitz als kommender Nationalspieler.

Das hat nicht funktioniert: Mit den "Löwen" stieg er 2004 ab und spielte drei Jahre in der Zweiten Liga, bevor er 2007 zu Felix Magth nach Wolfsburg ging.

Auch da wurde er nicht richtig glücklich, so dass er zum FC Augsburg wechselte.

Dort feierte der 27-Jährige im Sommer den ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte, nun kommt es für den gebürtigen Aschaffenburger zum Duell gegen Rekordmeister FC Bayern.

Dabei stehen die Schwaben unter Druck, denn nach den Samstagsspielen 478072(DIASHOW: Der 12. Spieltag) ist der FCA Tabellenletzter.

Im Gespräch mit SPORT1 spricht Baier über die prekäre Lage (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) und das Spiel gegen die Bayern (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

SPORT1: Herr Baier, Sie gehen in die Geschichtsbücher ein als Mitglied der ersten Bundesliga-Mannschaft des FC Augsburg. Ist das etwas Besonderes für Sie?

Daniel Baier: Natürlich ist es etwas Besonderes, dass wir die ersten sind, die den FCA in der Bundesliga vertreten. Wir wissen, dass wir Einzigartiges geschafft haben und sind da sehr stolz drauf.

SPORT1: Im Oberhaus läuft es allerdings noch nicht rund: Nach vier Punkten aus zwei Spielen setzte es in Köln wieder ein deutliches 0:3. Ist der zarte Aufschwung des FCA wieder vorbei?

Baier: Die Niederlage gegen Köln war nur vom Ergebnis deutlich, ansonsten haben wir auch aus diesem Spiel viel Positives mitnehmen können. Wir haben jetzt ein schweres Programm vor der Brust, doch wir glauben an uns und wollen weiter Punkte sammeln.

SPORT1: Die Mannschaft ist mit starken Spielen in die Saison gestartet, musste aber bis zum 9. Spieltag auf den ersten Sieg warten. Rächen sich jetzt, dass Sie zu Beginn viele Punkte liegen gelassen haben?

Baier: Wir hätten auf jeden Fall den einen oder anderen Punkt mehr holen können, aber wir müssen jetzt damit leben. Doch auch die punktlosen Spiele waren lehrreich für uns, um es in Zukunft besser zu machen.

SPORT1: Viele Experten, die den FCA als ersten Abstiegskandidaten gesehen haben, fühlen sich bestätigt. Wie wollen Sie ihnen das Gegenteil beweisen?

Baier: Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir von Anfang an gegen den Abstieg spielen. Es steht ja auch größtenteils die Mannschaft vom letzten Jahr auf dem Platz. Wir freuen uns auf diese Herausforderung und wollen alles dafür tun, um die Klasse zu halten.

SPORT1: Nun geht es gegen die schier übermächtigen Bayern. Ist das für den FCA das Spiel des Jahres?

Baier: Bayern München hat eine klare Ausnahmestellung im deutschen Fußball. Dieses Spiel ist für die Stadt, die ganze Region und natürlich die Spieler etwas ganz Besonderes. Ich denke die Euphorie im Stadion wird riesig sein. Vielleicht können wir dadurch über uns hinauswachsen und gegen die Bayern was holen.

SPORT1: Wo glauben Sie sind die Münchner verwundbar?

Baier: Die Bayern werden uns sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber haben jetzt unter der Woche in der Champions League gespielt. Vielleicht fehlen ihnen dann ein paar Prozent. Wenn viele Faktoren zusammenkommen, haben wir möglicherweise eine Chance.

SPORT1: Sie selbst haben sowohl aus Ihrer Zeit bei 1860 München als auch beim VfL Wolfsburg Erfahrung gegen die Münchner. Können Sie davon etwas an ihre Kollegen weitergeben?

Baier: Jeder kennt den FC Bayern, da muss ich keine zusätzlichen Tipps oder Ratschläge geben.

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