Dortmund, Gladbach und Bremen stellen ihre Champions-League-Ambitionen unter Beweis, den Teams dahinter fehlt die Konstanz.

Ein Drittel der Saison ist vorbei und pünktlich zur zweiwöchigen Länderspielpause nimmt die Bundesliga langsam Kontur an.

Dortmund (5:1 gegen Wolfsburg), Bremen (3:2 gegen Köln) und Gladbach (2:1 bei Hertha BSC) stellten am Samstag unter Beweis, dass ihre bisher gute Spielzeit keine Momentaufnahme ist.

Ernsthaft glaubt das Trio zwar selber nicht daran, dem FC Bayern die Meisterschaft streitig machen zu können.

Doch die drei Traditionsklubs dürfen sich allesamt berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an der lukrativen Champions League machen.

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Dabei kann man durchaus Gemeinsamkeiten erkennen: BVB, Gladbach und Bremen werden von routinierten Trainern geleitet, die alle Höhen und Tiefen (Titel wie Abstiegskämpfe) mitgemacht haben.

Klopp, Schaaf und Favre haben einen klaren Plan, wie sie Ball und Gegner beherrschen wollen - und der geht auf.

Manchmal mit Zauber-Fußball wie in Dortmund, manchmal mit einem Spektakel und etwas Glück wie in Bremen und manchmal mit Cleverness wie bei den Gladbachern in Berlin.

Hinzu kommen Spieler, die den Unterschied ausmachen: Die Doppelpacker Mario Götze und Marco Reus und vor allem der dreifach erfolgreiche Pizarro waren am Samstag die Matchwinner.

Unterm Strich steht dann eine Konstanz, die man vor allem bei den letztjährigen Abstiegskandidaten Gladbach und Bremen nicht erwartet hätte.

Dass das Trio schon nach 12 Spieltagen fünf Punkte Vorsprung auf Platz sechs hat, liegt allerdings auch daran, dass bei den Nachrückern eben diese Konstanz fehlt.

Fürs Erste haben sich Stuttgart (1:3 in Mainz), Hoffenheim (1:1 zu Hause gegen Kaiserslautern) und Leverkusen (2:2 gegen den HSV) nach ihren Patzern gegen Teams aus dem Tabellenkeller jedenfalls aus dem Kreis der Europacup-Anwärter verabschiedet.

Und auch eine Etage tiefer wird man ganz schnell durchgereicht, das zeigen die Beispiele von Wolfsburg (nur ein Sieg in den letzten fünf Spielen) und Nürnberg (nach dem 1:2 gegen Freiburg seit sieben Partien ohne Sieg).

Noch schlechter sieht es trotz ihrer Achtungserfolge am Samstag für Freiburg und den HSV aus, die ganz unten bleiben.

Auch hier kann man nicht mehr von einer Momentaufnahme sprechen, so sehr man Uwe Seeler zu seinem 75. Geburtstag eine schönere Prognose "geschenkt" hätte.

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